Analogrechner Dornier 80 Bedienungs-Handbuch
DORNIER SYSTEM SE | ig
289/2-23
Lehrstuhl und d Lobordtorium fir
2) BRD, TOR BE: :<.-
Steuerungs- und Regelungstechnik
np o. Professor Dr.-! 0. G Sahne
Ausleihdauer 1 Woche Technische Universität München
Arcisstraße 21, 8000 München 2
ANALOGRECHNER
DORNIER 80
Bedienungs-Handbuch
. Januar 1975
Dornier System GmbH Br Telefon: "01545 -81
7990 Friedrichshafen Vertrieb 82707
Postfach 648 Telex: 07 - 34359
98 01 62
“f" DORNIER
[22
!
~
Einleitung
Das vorliegende Bedienungshandbuch zum Analogrechner
DORNIER 80 soll im wesentlichen zwei Zwecken dienen:
l. Für den im Betrieb als DO 80 Unerfahrenen soll es
die zur Bedienung und Programmierung erforderlichen
Hinweise geben.
2.- Dem bereits Erfahrenen soll er ein Nachschlagewerk
für spezielle Schaltungen sein.
Dieses Handbuch setzt Grundkenntnisse im Analogrechnen
voraus, so daß keinerlei Theorie des Programmierens
oder des analogen Rechnens gegeben wird. Hierfür sei
das Dornier-Buch "Einführung in das Analogrechnen"
empfohlen.
i)
I
w
“f DORNIER
se at 2%
2. Aufbau des Rechners
Bild 2.1: Frontansicht des DORNIER 80
Bild 2.1 zeigt eine Frontansicht des DORNIER 80. Im rechten
Teil ist das Bedien- und Anzeigefeld zu erkennen. In der
linken oberen Hälfte befinden sich die vier Potentiometer-
Einschubplätze und darunter die 16 Einschubplätze für den
Einbau von Rechenelementen. Jedes verfügbare Rechenelement
kann auf jedem dieser 16 Plätze eingesetzt werden, da alle
16 Plätze durch eine Parallelverdrahtung miteinander verbun-
den sind (Bild 2.2).
“T DORNIER . 2-2
IAILALL
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DORNIER 80 „yo
Bild 2.2: Parallelverdrahtung der einzelnen Einschub-
plätze
Daraus resultiert eine sehr große Anzahl möglicher
Bestückungen.
Die einzelnen Bedien- und Anzeigeorgane werden in Kapitel
3 beschrieben.
7” DORNIER 3-1
Beschreibung der DO 80-Grundeinheit
Bild 3.1 zeigt eine Frontansicht und Bild 3.2 eine Rück-
. . |
ansicht des Rechners. Die einzelnen mit Nummern ver-
sehenen Bedien- und Anzeigeorgane besitzen die nach-
stehende Bedeutung und Funktion:
l.
Abgleichpotentiometer für + 10 V-Referenzspannung
Abgleichpotentiometer für - 1% V-Referenzspannung
Die Justierung der Referenzspyannung ist gemäß den
technischen Unterlagen vorzunehmen.
Lampenfeld zur Anzeige der Zustände der maximal vier
Komparatoren.
Die Lampen leuchten bei offenen Komparatoreingängen
sowie dann, wenn die Summe der beiden Eingangs-
spannungen negativ ist.
Übersteuerungsanzeigefeld
Für jeden der 16 Einschubplätze existiert in diesem
Feld eine Lampe, die dann aufleuchtet, wenn die Aus-
gangsspannung mindestens eines der auf dem betreffen-
den Platz befinälichen Verstärker oder Multiplizierer
den Wert von ca. + 10.8 V überschreitet. Damit existiert
eine Summenanzeige pro Einschub und nicht immer (außer
bei Integrierer-Einschüben) eine Anzeige für jeden
Verstärker. Außerdem wird angezeigt, wenn die positive
oder negative Referenzspannung z. B. durch Kurzschluß
einen Wert von ca. 9.95 V unterschreitet.
nah
“f DORNIER 3-2
Analogvoltmeter zur Anzeige der Betriebsspannungen
und Messung analoger Größen mit drei umschaltbaren
Meßbereichen. Das Voltmeter enthält einen Trennver-
stärker, dessen Eingangsbuchsen bei 7 verfügbar sind.
Schalter für automatisches HALT bei Übersteuerung.
Befindet sich der Schalter UHT in der oberen Stellung,
wird mit Ansprechen der Übersteuerungsanzeige der Rechner
in die Betriebsart HT gesteuert.
Eingangsbuchsen zum Voltmeter-Trennverstärker.
Bild 3.3 zeigt die Voltmeteranschlüsse 7.
vM
O
Bild 3.3: Schematische Darstellung der Voltmeter-
Anordnung
an ane oe
=f7 DORNIER
Die untere (gelbe) Buchse ist üblicherweise durch den
Schalter 8 abgetrennt, so daß die obere einen hochohmigen
Eingang zum Voltmeter darstellt. Nur in Stellung DIFF
(= Differenzmessung) des Schalters 8 wird auch der zweite
Verstärkereingang freigegeben. Damit zeigt das Voltmeter
die Summe der beiden Eingangsspannungen an.
Zwölfstelliger Wahlschalter für Voltmeter.
Mit diesem Schalter können gemessen werden:
Schalterstellung Meßbereich Zweck
+ 5V * 35V
- 15 V + 15V
+ 15 ¥ > 23 Vv Kontrolle der internen
+12V * 3 '¥ Versorgungsspannungen
- Ref. + 15 V
+ Ref. + 15V B
x 1 + 15V "Messung der an der
Abgl. + 150 mV /
Diff. + 150 mV Messung der Summe der
Netzschalter mit Anzeigelampe,
an beiden Buchsen 7 an-
liegenden Spannungen
“~f" DORNIER
10. Einstellpotentiometer fiir die Rechenzeit.
Das Produkt aus der Stellung des Potentiometers 10
und der Schalterstellung 11 ergibt die Rechenzeit in
den Betriebsarten 1 x (1 x Rechnen) und RR (Repetierend
Rechnen), also die Zeit,
Zustand “Rechnen" befindet.
in der sich der Rechner im
11. Wahlschalter für die Grobeinstellung der Rechenzeit.
Mit Hilfe dieses Schalters und des Potentiometers 10
kann die Rechenzeit in folgenden Bereichen variiert
werden:
Stellung Pausenzeit Rechenzeit
Schalter 11 tp tp
O.1 Sec 0.1: Sec O.1 bis 1.1 Sec
1 Sec Q.1 Sec 1 bis 11 Sec
LE Sec 1 Sec 1 bis 11 Sec
10 Sec 1 Sec 10 bis 110 Sec
« Die Rechen- und Pausenzeiten werden über den Schalter T/10
(21) auf ein Zehntel der obigen Werte gekürzt.
ga 01 69
98 01 62
“f" DORNIER 3-5 —n
12.
33.
14.
I5;
Einstellpotentiometer für Pausenzeit.
Die unter 11 angegebene Pausenzeit tp gilt, wenn sich das
Potentiometer 12 am Anschlag im Gegenuhrzeigersinn befindet.
Von diesem Wert aus kann sie über das mehrgängige Poten-
tiometer vergrößert werden. Pausen- und Rechenzeit werden
über die Taste 21 auf ein Zehntel der eingestellten Werte
herabgesetzt. Speziell bei Betrieb komplementärer Inte-
grierer kann eine einstellbare Pausenzeit von Nutzen sein,
was durch das Potentiometer erreicht wird.
Schalter FERN-Bedienung.
Dieser Schalter schaltet den DORNIER 80 als Nebenrechner
zu einem anderen DORNIER-Rechner ("Master-Slave"-Betrieb).
Der Zeitgeber eines Nebenrechners bleibt getrennt funktions-
fähig und kann wie üblich über die Tasten 15 bis 21 gesteuert
werden. Somit steht ein weiterer, unabhängiger Taktgenerator
zur Verfügung.
Anzeige FERN-Bedienung.
Bei einem als Nebenrechner geschalteten DORNIER 80 leuchtet
diese Lampe.
AB-Taste.
Ein Betätigen dieser Taste bringt den Rechner in die Betriebs-
arten AB (Anfangsbedingung), in der sämtliche normal be-
schalteten Integrierer ihre Anfangsbedingungen aufbauen.
Die Sammelschienen DR und HT im unteren Teil eines Integrierer-
Einschubes werden in Abhängigkeit von der Betriebsart über
Transistoren an Relaiserde geschaltet. Die einzelnen Ein-
schübe sind hierbei über Dioden entkoppelt.
Sn >
83 01 $2
“f" DORNIER 3-6 iii
16.
17.
In der Betriebsart AB gilt für die Sammelschienen:
DR = Transistor gesperrt
HT = Transistor leitend (Relaiserde)
HT-Taste.
Durch diese Taste wird die Betriebsart HT (Halt) angesteuert,
in der sämtliche Integrierer mit der Rechnung unter Beibe-
haltung ihrer momentanen Ausgangsspannungen anhalten. Aus
der Betriebsart HT kann durch Betätigen der Taste DR (17)
mit der Rechnung fortgefahren werden.
DR = Transistor leitend (Relaiserde)
HT Transistor leitend (Relaiserde)
I>
DR-Taste.
Hiermit wird der Zustand Rechnen angesteuert und damit
eine Rechnung gestartet. Der weitere Ablauf hängt davon ab,
welche Betriebsart über die Tasten 18 und 19 vorgewählt
wurde. Ist weder die Taste 1 x noch die Taste RR gedrückt,
so geht der Rechner in die Betriebsart Dauerrechnen. In
dieser Betriebsart liefert der Zeitgeber eine mit den an 10,
11 und 12 eingestellten Pausen- und Rechenzeiten repetierende,
von - 10 Volt nach + 10 Volt in der Rechenzeit ansteigenden
Rampe, die an der Rückseite des Rechners z. B. für die externe
Zeitabklenkung von Registriergeräten verfügbar ist.
DR = Transistor leitend (Relaiserde)
HT = Transistor gesperrt
an nt as
“T DORNIER 3-7 Se
18.
19.
20.
Taste 1 x-Rechnen.
Nach Betätigung der Taste 1 x und anschließendem Drücken
der Taste DR (Taste 17) verbleibt der Rechner solange im
Zustand Rechnen, wie es der am Potentiometer 10 und
Schalter 11 eingestellten Rechenzeit entspricht. Danach
geht der Rechner wieder in die Betriebsart AB zurück. Auch
hier liefert der Zeitgeber eine einmalige, in der Rechen-
zeit von - 10 Volt nach + 10 Volt ansteigenden Rampe, die
anschließend in der Pausenzeit linear auf - 10 Volt zurück-
geht.
Taste RR.
Über diese Taste wird die Betriebsart "Repetierend Rechnen"
vorgewählt und nach Betätigen von DR (Taste 17) angesteuert.
Die Zustände Rechnen und Anfangsbedingung werden mit den an
10, 11 und 12 eingestellten Pausen- und Rechenzeiten zyklisch
durchlaufen. Diese Zeiten können über die Taste 21 auf ein
Zehntel der eingestellten Werte verkürzt werden. Der Zeit-
geber liefert stets eine repetierende und in der jeweiligen
Rechenzeit von - 10 Volt nach + 10 Volt ansteigende Rampe.
Die Betriebsart RR wird nach Betätigen der Taste AB ver-
lassen.
Taste mHT (mit HALT).
Nach Betätigen dieser Taste wird nach Ende eines Rechen-
vorganges (sowohl in der Betriebsart RR wie 1 x) nicht wieder
die Betriebsart AB, sondern HT angesteuert. Dabei besteht
folgender Unterschied:
Bei RR "mit HALT" und bei DR "mit HALT" wird auch der
Ausgang des Zeitgebers (Rampe) auf + 10 Volt angehalten,
was bei Verwendung eines XY-Schreibers von Nutzen sein kann.
Bei 1x-Rechnen mit HALT wird zwar auch die Rechnung unter
Beibehaltung der Momentanwerte angehalten, die Rampe jedoch .
$8 01 62
"7 DORNIER 3-8
2h
22;
geht auf - 10 Voit zurück. Durch nochmaliges Betätigen
der Taste DR kann der Rechenvorgang um ein definiertes
Intervall fortgeführt werden. Somit ist ein abschnitt-
weises Rechnen möglich. |
Taste T/10.
Diese Taste bewirkt ein Beschleunigen des gesamten Rechen-
vorganges um einen Faktor 10, und zwar unabhängig von den
am Programmierfeld für die einzelnen Integrierer ausge-
wählten Zeitkonstanten. Gleichzeitig wird der Zeitgeber
zehnfach beschleunigt.
Funktionsschalter.
Diese Tasten werden als am Programmierfeld frei verfügbare
Funktionsschalter verwendet. Sie liefern dort je ein
logisches Ausgangssignal mit TTL-Pegel, das mit einem
Relais fest verdrahtet ist. Erst wenn der zusätzlich am
Programmierfelä vorhandene Relaistreibereingang aus
einer anderen Quelle versorgt wird, liefern die Tasten
nur noch ihren logischen Ausgang , ohne das Relais zu
beeinflussen. Falls mehrere Schalter gleichzeitig betätigt
werden sollen, existiert die Möglichkeit, einen dieser
Schalter niederzudrücken und festzuhalten, die anderen
kurz zu betätigen und dann den ersten Schalter wieder frei-
zugeben. Mit dem Schließen des Ruhekontaktes der Taste
werden auch die anderen Schalterstellungen verändert.
Auf der Rückseite des Gerätes befinden sich folgende
Anschlüsse:
88 01
an
“fF DORNIER
23.
3=9
Buchsenfeld.
|
HTZ DRZ KRZ HT 71 TI TI r1
Oo O O O O O O O
ee RE — A B 2 D
DR Te T2 T2 72
O| Oj] 91 © O O O
TAB THT TOR RAMPE
‘Of 9,1817 0 O A 9
O-| Of ot ® O ©
Es bedeuten:
HT, DR
HTZ, DRZ
Diese Ausgänge sind mit den auf dem
vorderen Programmierfeld entsprechend
gekennzeichneten Buchsen identisch.
HTZ und DRZ sind die Steuersignale
des Zeitgebers. Sie sind in den Betriebs-
arten 1x Rechnen und Repetierend Rechnen
mit den HT-, DR-Signalen identisch. Bei
Dauerrechnen arbeitet der Zeitgeber mit
den entsprechend eingestellten Werten
repetierend, um auch in dieser Betriebs-
art eine Zeitablenkung fiir externe
Geräte zur Verfügung zu stellen.
KRZ Neben den Signalen HTZ, DRZ dient KRZ
dazu, den Zustand des Zeitgebers zu kenn-
zeichnen. Der Ausgangstransistor ist durch-
gesteuert solange der Zeitgeber sich im
Riicklauf befindet.
HTZ-, DRZ-, KRZ- Mit den genannten Signalen wird je ein
Relaisanschltisse Relais gesteuert, um potentialfreie
Signale zur Verfiigung zu stellen (z. B.
Federsteuerung bei XY-Schreiber).
TAB, THT, TDR Diese Eingänge liegen den Tasten AB, HT,
DR parallel. Durch Anlegen von Masse-
potential können die entsprechenden
Funktionen wie beim Drücken der Taste aus-
gelöst werden. Dadurch ist eine einfache
Fernbedienung des Rechners möglich.
RAMPE An diesen Buchsen steht das analoge
Ausgangssignal des Zeitgebers zur Ver-
fügung.
leittend
ila gesperrt \
€
| _—
DRZ |
t D>
€
2 | |
KRZ | :
J a;
| £
+0V | |
RANPE | | 4 | =
wl 25 #- ol 25 | | .
ms ms
-IOV
ANFANGS-
HALT RECHNEN HAT BEDINGUNGEN HALT RECHNEN
| ke ER | tps
Druck auf
JR - Taste ,
_ Seuerungsdiagramm
85 01 62
7 DORNIER 3-10 NINE.
$5 01 62
“f" DORNIER
24.
25.
Ww
!
Externe Leitungen An den Buchsen sind die in den Pot-
Ay By Cy D Feldern A, B, C, D mit Tr T, gekenn-
zeichneten externen Leitungen herausge-
führt. Diese Leitungen stehen ebenfalls
am Stecker 25 zur Verfügung.
Massebuchsen Es sind drei Signalerdebuchsen und zwei
Relaiserdebuchsen vorhanden.
Fernbedienungsstecker zum Anschluß weiterer DORNIER-Rechner.
ÜHSL
Im Rechner werden separate Signale für die Parallelschaltung
weiterer Rechner erzeugt. Diese bewirken das Schalten der
Betriebsarten sowie das Übersteuerungshalt. Es sind Signale
mit TTL-Pegel in positiver Logik. Die Kopplung von maximal
6 Rechnern erfolgt durch einfaches Verbinden der Buchsen 24.
Externe Verbindungsleitungen zum Programmierfeld. Über diesen
Stecker können externe Registriergeräte (XY-Plotter,
Oszillograph) angeschlossen werden. Die Zeitablenkung wird
dann auf dem hinteren Buchsenfeld (23) mit einer externen
Leitung verbunden. Damit wird die Verbindung zu dem externen
Gerät über einen einzigen Stecker hergestellt. Dieser Stecker
kann auch bei Parallelschaltung zweier Rechner mit dem ent-
sprechenden Stecker des zweiten Rechners verbunden werden.
31 SADE SSG PRS
$8 01 62
26.
27.
28.
=” DORNIER
T2
8 1 4
fo / 71
2
T2 f ° =
A rn TI
T2
Netzsicherung
Netzstecker
Testbuchsen fiir die internen Spannungsversorgungen.
“fF DORNIER 4-1
4. Betriebsartensteuerung und Zeitgeber
4.1 Allgemeines
Bild 4.1 zeigt die Tasten zur Steuerung der Betriebs-
arten.
15 1g 17
AB HT ‘DR
1x RR rm HT 7/10
Bild 4.1: Steuertasten für Betriebsarten
Die Bedeutung der Tasten 15 bis 21 ist in Kapitel 3
unter diesen Numerierungen bereits vereinfacht dargelegt
worden. Hier soll nochmals das Zusammenwirken von Zeitgeber
und den Tasten 15 bis 21 detailliert erläutert werden.
4.2 Betriebsarten AB, HT und DR
Wenn keine der Vorwahltasten 18 bis 21 betätigt wurden,
liefert der Zeitgeber an den mit RAMPE bezeichneten
Buchsen an der Rechnerrückseite eine Rampenspannung nach
Bild 4.2.
23 01 62
Wate:
—“f" DORNIER 4-2
+10V m
| /
| \ /
1 + =
| | \I
| | \
- DV u | —
P— te —e|tp be
AB | DR HT DR
Betriebsort
A kA
Taste DR Taste HT Taste DR
gedrückt gedrückt gedrückt
Bild 4.2: Ausgangsspannung des Zeitgebers
Die Zeiten tp und tp werden dabei em Potentiometer 10
und Schalter 11 bzw. am Potentiometer 12 eingestellt.
Diese Zeiten werden über die Taste 21 (T/10) auf ein
Zehntel der eingestellten Werte verringert.
9. 01 €2
in!
7 DORNIER 4-
4.3 1x Rechnen
Bei gedrückter (leuchtender) Taste 1x startet ein Druck
auf die DR-Taste einen einmaligen Rechendurchgang gemäß
Bild: 4.3.
+10V >—
Y
|
|
|
|
iy
|
|
|
ev = en;
|
T
AB DR | AB
| |
| Betriebsart |
Taste DR Rechner gefrt
gedrückt auıtornotisch ı7 FR
Bild 4.3: Ausgangsspannung des Zeitgebers bei 1x Rechnen
Nach Ablauf der Rechenzeit geht der Rechner automatisch
in die Betriebsart AB zurück. Die Taste T/10 verringert
die Zeiten tp und tp auf ein Zehntel der eingestellten
Werte.
ss 01 62
28 01 62
7” DORNIER 4-4 jun
4.5
Ix Rechnen "mit Halt"
Bei gedrückten Tasten 18 (1x) und 20 (mHT) liefert der
Zeitgeber die in Bild 4.3 dargestellte Spannung. Nach
Ablauf der Rechenzeit tz wird jedoch nicht AB sondern die
Betriebsart HT angesteuert.
Ein erneutes Starten setzt vorheriges Betätigen der Taste
AB voraus.
RR (Repetierend Rechnen)
Bei gedrückter Taste 19 (RR) löst ein Druck auf die Taste
DR einen repetierenden Rechenvorgang gemäß Bild 4.4 aus.
Nach Ablauf der Rechenzeit tp wird fiir die Dauer des
Rampenrticklaufs (ty) der Rechner automatisch in die
Betriebsart AB gesteuert, um danach einen erneuten Rechen-
durchgang zu beginnen.
Die Taste T/10 verringert die Zeiten tp und tp auf ein
Zehntel der eingestellten Werte.
7” DORNIER - 4-5
+10V m — — ge ame
| | |
| |
| | |
| |
| |
-Dv —— ft |
|
|
|
|
Taste DR
gedrückt
Bild 4.4: Ausgangsspannung des Zeitgebers bei RR
(Repetierend Rechnen)
4.6 Repetierend Rechnen "mit Halt"
Wenn nach Betätigen der Tasten 19 (RR) ”
und 20 (mHT)
ein Rechenvorgang über die Taste DR gestartet wird,
ergibt sich ein Verlauf nach Bild 4.5.
+) Das gleiche gilt für den Fall, wenn 1x Rechnen und
RR nicht gedrückt sind..
98 01 62
88 01 62
“Tf DORNIER 4-6
Nach Ablauf der einsestellten Rechenzeit tp wird die
Betriebsart HT angesteuert und die Rampe bleibt auf
+ 10 V stehen.
+10V —
| _
|
| en
- 10V | | —
bo te
| |
4 a
| |
al or | HT
| |
T
N
Taste DR
gedrückt
Bild 4.5: Ausgangsspannung des Zeitgebers bei Repetierend
Rechnen mit Halt (RR, mHT)
Die Rampe zeigt den gleichen Verlauf auch in der Betriebs-
art DR mHT (also ohne RR). Hier dient der Zusatz mHT im
wesentlichen folgendem Zweck: Bei der Aufzeichnung eines
Ergebnisses auf einem XY-Schreiber läuft bei RR mHT bzw.
DR mHT nach Ablauf des Rechenvorganges der Schreibarm
sa 01 62
7 DORNIER
nicht über die Aufzeichnung, so daß das Ergebnis ohne
Manipulationen am XY-Schreiber sofort beobachtet werden
kann. Bei 1x-Rechnen mHT würde der XY-Schreiber in
x-Richtung von + 10 V auf - 10 V zurücklaufen.
Abschnittweises Rechnen mit definierten Zeiten
Soll ein Rechenvorgang in mehrere definiert lange Einzel-
abschnitte unterteilt werden, empfiehlt sich das folgende
Vorgehen:
i. Ix :mET
2. Taste DR
driicken:
Bemerkung:
Während der Zeit tp lauft die Rechnung
ab; danach wird HT angesteuert und
Rampe läuft auf - 10 V zurück.
Rechner ist bereit für den 2. Druchgang,
also für die Fortsetzung des unter-
brochenen Vorganges. Die Endwerte des 1.
Durchganges sind somit der Anfangs-
zustand des 2. Durchganges (kein
Repetierendes Rechnen!).
2. Durchgang wird gestartet und nach t
wieder angehalten.
R
Wurde aus Versehen oder aus einem
besonderen Anlaß RR mHT oder nur mHT
gedrückt, so kann durch nachträgliches
Einschalten von 1x die Rampe zurück auf
- 10 V gebracht und damit der nächste
Rechenvorgang vorbereitet werden.
93 C1 c2
“¥ DORNIER
5;
5.1
Summierer-Einschub
Steckfeldanschlüsse
Bild 5.1 zeigt die Steckfeldan-
schlüsse eines Summierer-Ein-
schubes.
oo
Der obere Summierer besitzt ledig-
lich zwei Eingänge der Wertigkeit 1.
O
Die Rückführung ist fest verdrahtet.
Das schematische Schaltbild zeigt
Bild 5.2.
sos
=
2
i
SS
Beim mittleren Summierer existieren
ein Einer- und zwei Zehnereingänge
sowie ein herausgeführter Summen-
punkt. Die Rückführung ist fest ver-
drahtet. (siehe Bild 5.3)
00 "
Der untere Summierer ist ein offener
Verstärker mit vier Einereingängen
(davon einer normalerweise als Stan-
~
Fr
wo
BEN. x.
u
dardrückführung verwendet) und zwei
oO O Zehnereingängen. Auch hier ist der
Summenpunkt verfügbar.
10 1
0-18
Bild 5.1: Steckfeldanschlüsse eines Summierer-Einschubs
Anmerkung: Ein nicht rückgeführter unterer Ver-
stärker kann zu einem Ansprechen der Uber-
steuerungsanzeige führen.
in
Hy
m
£6 01 62
“f DORNIER
1/782
Ad
1 7/182
O ji URES | O
a
1 1152
O es | 6)
Bild 5.2: Schaltung des oberen Summierers
1 1MS2 1/12
OÖ RER | I mund
10 MOKS2 |
{ } ©
nd
D 100k | O
O EE +
O
SP
Bild 5.3: Schaltung des mittleren Summierers
SP
1 1MS2
O I} >
1 1/182 4
O au O
1 IMS2 Fi
10 TOOkS2
O a % oO
0 10OkKS2
O = Fr %
i 1MS2
O Anemnt
Bild 5.4: Schaltung des unteren Summierers
®
7 DORNIER — 5-3 Sn
5.2 Programmierung
Die Wirkungsweise und Programmierung der Summierer sei
anhand der nachstehenden Beispiele erläutert.
Symbol Beschaltung Operation
1 = — Xı +X
x, : 1 v1 (X 2)
2 ——l
‘
Xp o_o
1
X3 1 Y
Xy 10 10 sp
1 SP
X5 =
& Y3=-(X5 + 10X_)
= Y 6 oO
Xp 0 3 ?
10
Xe als?
[ie]
2a 0162
Ss 01 32
—-
i
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1
x; m Y] X] as ses
X2
X3
DORNIER
Symbol
1
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ie
Beschaltung
m
IO
10 SP
X3 e—-O
1 SP
rs
|
J-
2
ra
ne)
Operation
Y2=— 5S(Xpt x3)
Y3 = —(0.1Xy+ X5+01X¢)
SER URIS et AE
sa 01 62
“f DORNIER
Symbol
Beschaltung
Stellung £
x
LS 2
10
EEE 9 il
Le or
% | oO
wee
oo er
Pag
PAGE L
10 N |
in
|
in
Operation
1+K}
Stellung Kp
Pokaan Tae DT
6. Integrierer-Einschub
6.1 Steckfeldanschlüsse
1 AB
O = Bild 6.1 zeigt die Steckfeldan-
schlüsse eines Integrierer-Ein-
1 bi
6) on schubes.
Jeder Integrierer kann wahlweise auch
1 x10 als Summierer betrieben werden (siehe
° Q 1-0 Abschnitt 6.3). Ferner ist jeder
Integrierer in seinen Betriebsarten
ie) O- und Zeitkonstanten (=Rückführkonden-
satoren) einzeln steuerbar.
D x] .
» HHO
° Die Schaltung eines Integrierers
sp und die nähere Bedeutung der einzel-
O- nen Steckfeldanschliisse ist Bild 6.2
Fr zu entnehmen.
=
5 GG
th,
HT Ss
O O
H DR
° O O
Bild 6.1: Steckfeldanschlüsse eines Integrierer-Einschubes
Anmerkung: Ein nicht rückgeführter Summierer/
Integrierer kann zu einem Ansprechen
der Übersteuerungsanzeige führen.
98 C1 62
“ff DORNIER = 6-1 sisi
“fF DORNIER
6-2
oe 100K2
O-+—_L__} Somer
Ae IMS
+12V us
001uF
CoA ri O
-020 8
Sf OTF | ‘ ee
o |
10
Tur | -
NE.
IMS .|
I LS |
1M |
Oo :
— me wo
1 oe tT FR r/ıo
oO u:
VOK2 |
O- |
10
aS
O
be)
Bild 6.2: Schaltung eines Integrierers (Relais in Ruhe-
stellung)
Über die Buchsen H und S erfolgt die Betriebsartensteuerung.
Diese Buchsen liegen (Bild 6.1) unmittelbar neben den Aus-
gängen der von den Betriebsartentasten gesteuerten Sammel-
schienen HT und DR.
ge Of 52
#5 01 62
“f" DORNIER
6.2 Betrieb als Integrierer
6-3 reer urn
Zum Betrieb als Integrierer ist der
fry
u
10
SP
Verstärker wie in Bild 6.3 zu
beschalten.
Hierzu sind die mit einem Integral-
zeichen versehenen Buchsen zu über-
brücken und ein Rückführkondensator
auszuwählen (Bild 6.3 durch Verbindung
des Ausyanges mit dem xl-Kondensator).
Soll der Inte gjrierer nicht getrennt
gesteuert werden, sind jeweils die
Steuereingänge H und S mit den Sammel-
schienen HT und DR zu verbinden.
Betriebsartentasten AB, DR und HT
gesteuert gemäß folgender Wahrheits-
tabelle:
O
x10
im)
O-
x]
") Diese Sammelschienen werden von den
HT 5
H DR
Bild 6.3: Beschaltung zum Betrieb als Integrierer
ss ci Gt
Tr
DORNIER 6-4
angesteuerte Betriebsart Sammelschiene
HT DR
AB Relaiserde offen
DR offen Relaiserde
HT Relaiserde Relaiserde
Die Bezeichnung "Relaiserde" und"offen"ist so zu ver-
stehen, daß die Sammelschienen einen "Open-Collector-
Ausgang" gemäß Bild 6.4 darstellen. "Relaiserde" bedeutet
somit einen leitenden Endtransistor; "offen" entsteht
durch einen gesperrten Endtransistor.
© +12V
Relaiserde
Bild 6.4: Versorgung der Sammelschienen
Zeitkonstanten-Änderung
Bei jedem Integrierer kann eine Auswahl zwischen drei
verschiedenen Zeitkonstanten getroffen werden (siehe hier-
zu auch Bild 6.2):
25 01 62
“f" DORNIER
= Über Kurzschlußstecker am Programmierfeld indivi-
Guell wählbar,
- über die Taste T/10, generell für aile Integrierer.
Für die jeweilige Zeitkonstante gilt die folgende Wahr-
heitstabelle:
Verbindung Taste T/10 Rückführ- Zeitkonstante
zwischen Aus- konden- bei 1MQL Ein-
gang und .... sator gangswiderstand
X ia nicht gedrückt | 1 pe 1 Sec
x 10 nicht gedrückt | 0.1 Ar 0.1 Sec
X 1 gedrückt 0.1 nd 0.1 Sec
X 10 gedrückt 0.01 „ur 0.01 Sec
Betrieb als komplementärer Integrierer
Ein nach Bild 6.5 beschalteter Integrierer arbeitet
komplementär. Der einzige Unterschied in der Beschaltung
besteht in der horizontalen Anordnung der beiden Kurz-
schlußstecker im Steuerfeld. Die nachstehende Tabelle ver-
deutlicht den Betrieb des Komplementär-Integrierers im
Vergleich zu einem normalen Integrierer.
“f DORNIER - 6-6
1 AB
O
N
1 7
Oo}; 0
Bild 6.5: Beschaltung zum
1 s x10 Betrieb als komplemen-
C Ho tärer Integrierer.
0
OÖ
|
D x1
OH
Sp
oO
+ fi
=
a WY
Li
HT S
angesteuerte Betriebsart des Betriebsart
Rechner- normalen Inte- des komplementären
betriebsart grierers Integrierers
AB AB DR
DR DR AB
HT HT HT
98 O1 62
7 DORNIER
6.5 Betrieb als Summierer
6.6
AB
° + h
, -
O4
oH
go"
u‘
un
a 3p®
—
+o
2
=
J vr,
HT o°
H DR
(6) 6)
Spezielle Schaltungen
Nachstehend werden ei
Betriebsformen eines
Ein nach Bild 6.6 beschalteter Ver-
stärker arbeitet als Summierer. Eine
Beschaltung der Steuereingänge S und H
entfällt. Bild 6.2 zeigt, daß über den
Eingang H das Eingangsnetzwerk vom Ver-
stärker abgetrennt werden kann. Solche
Sonderschaltungen sind in Kapitel 6.6
zusammengefaßt.
Bild 6.6: Beschaltung zum Betrieb als
Summierer.
nige spezielle Beschaltungen und
Summierer/Integrierers gezeigt. Diese
Auswahl ist sicherlich nicht die Zusammenstellung aller
Möglichkeiten, sie so
11 vielmehr eine Anregung darstellen,
wie über besondere, vom Üblichen abweichende Schaltungen
einem Summierer/Integrierer eine Form des Betriebs ver-
mittelt werden kann, die u. U. zur Einsparung von
Rechenelementen führen kann.
te 10 86
xy
Kim
- 4
An
x
~
or;
HT
: N KR
ft
:
)}
TY +¥=—(X)+10Xp )
mit [=
1
5
x]
x2
1 AB
x T
xy —
1 4
oO y——T
1 x10
Ho
10 a Y
oo ei
10 xT
Ho
sp
oO
f Ta
o- GY
Wp
HT 5
oO i)
H DR
? Oo
In
Hm Relasercde :
oe: mo '( Xp # 1X a)
H = offen:
Y= (a)
AB
TV
Xo ©
DE Kam oO
Vp
HT 5
oO
H DR
[6] oO
offen offen: = (Xıt0.1Xa*+X3)
Relaiserde offen — X)
ofen Relaiserde riche
Relaserde Rela'serde erlaubt
BIINYOQ I
zu 10 86
=-(0.2%, +2xX,)
Relarserde :
=
Ms2
kK S2
2OOKS2
San
Y=
Y
— °
MS2
%
X 100kS2
Stellung
L
ey
Ye-Vo-2 + [( x14 10K, ) at
( Achtung: Streng genommen
PI- Verhatlerr mit
Anfangssprung = 0.25 %
mit gestricheker Verbindung :
ATy4y=-1X +10%X>)
und Yo) vn Yo
d.h. Verzögerung 1. Ordrrung
mit veränderter Zeit konstante!
10 Le
Hr
O 5
H DR
je) oO
Is
Track £ Store -Betrieb:
Sm offen: Track
5= Rekiserde: Store
Zeitkorstante: IOrms
(bzw. Ims bei 7/10)
y3ZINNOO LI
“fT DORNIER 7-1
hive Multiplizierer-Einschub
7.1 Steckfeldanschlüsse
x
Oo Bild 7.1 zeigt die Steckfeldanschliisse
eines Multiplizierer-Einschubes.
Y Der obere und untere Platz ist mit je
O
einem Multiplizierer belegt, während
2 sich dazwischen zwei kleine Summierer
oO befinden. Diese Surmierer sind frei ver-
fügbar und werden in keiner Weise für
den Betrieb der Multiplizierer be-
nötigt, da diese bereits mit allen Ver-
1 stärkern ausgerüstet sind.
O-
Bild 7.2 zeigt die schematische
Schaltung der vier Elemente eines Mul-
tiplizierer-Einschubes.
Anmerkung: Ein nicht riickgefiihrter
Multiplizierer kann zu
x einem Ansprechen der Über-
steuerungsanzeige führen.
zZ
O O
Bild 7.1: Steckfeldanschlüsse eines Multiplizierer-
Einschubes.
9 0182
ss 01 62
“fT DORNIER
x
O
y Netzwerk
O
z
O ae „m
1 1/152
O
1 1MS2
O rd a
1/182
i
1 1152
O
1 152
Oo
1/782
me |
Se |
x
O
y Netzwerk
O
=
Ort
000
Bild 7.2: Schematische Schaltung der Rechenelemente
eines Multiplizierer-Einschubes.
- mut un ein en
TE ene
nat
22 01 62
“fF DORNIER 7-3
"7.2 Betrieb als Multiplizierer
xy
x
Ein nach Bild 7.3 beschalteter Multi-
plizierer bildet das Produkt der
x : ae .
Q © Y beiden Eingänge x und X53
Y y=x, .x
Dabei werden x und X, als normierte
Zz
@ | 9 Variable angenommen, die sich betrags-
mäßig zwischen O und 1 bewegen.
Bild 7.3: Beschaltung als Multiplizierer
In Spannungen gerechnet gilt die Beziehung
wobei U, und U die Eingangsspannungen und U, die Aus-
gangsspadnung sifid.
Anmerkung: Die Eingangswiderstände betragen konstant:
für x 10 MS
y 12,5 KR
z 36 K@
d. h. werden y oder z direkt von Potentiometern
gespeist, so muß der Spannungsabfall durch die
Belastung berücksichtigt werden.
7 DORNIER 7-4
"9.3 Betrieb als Dividierer
Ein nach Bild 7.4 beschalte-
ter Multiplizierer arbeitet
als Dividierer. Es gilt die
x Beziehung
Xj ——— QD a Y x,
Y ve
; al» Der Nenner x, unterliegt der
z Beschränkung
2——@ | O
x) < Oo
Bild 7.4: Beschaltung als Dividierer
Für einen positiven Nenner arbeitet der Dividierer nicht
stabil.
Die obige Beziehung versteht sich für normierte
Variable. In Spannungen gilt
U
vy X92
— = =a (U, < 0)
10 V U 1
x
u
10V
wobei U U
x, und
1 X, die beiden Eingangsspannungen und
Uy die Ausgangsspannung sind.
#2 01 G2
95 01 62
“f DORNIER :
7.4 Betrieb als Radizierer
x
19
“als
za
Bild 7.5:
Zur Herstellung einer Wurzel-
beziehung ist der Multiplizierer
gemäß Bild -7.5 zu beschalten.
Hier gilt die Beziehung (in
normierten Variablen):
In Spannungen geschrieben:
(x> O)
Py = af Ox
10 V 10V
Beschaltung als Radizierer
Damit ergibt sich fiir den Radizierer eine Kennlinie nach
Bild 7.6.
Pa
Uy & v,
/
| 1 x
+ Dar
10V Ux
Bild 7.6:
Kennlinie des Radizierers
Es ist darauf zu achten, daß der
Radikand immer positiv bleibt.
Für den Fall, daß im Verlauf der
Rechnung der Radizierer in einen
nicht stabilen Betriebszustand
gebracht wurde (x negativ),
erholt sich die Schaltung nicht
mehr selbstätig aus der Über-
steuerung (auch nicht bei wieder
positivem Eingang). In diesem
Fall ist durch Lösen einer der
beiden Kurzschlußstecker zwischen
$8 01 62
“f DORNIER — 1-6
Aus- und Eingang die Übersteuerung zu beheben, oder aber
es muß eine zusätzliche Diode nach Bild 7.7. benutzt
werden.
¥
x
© 3 om
Y
G O
Zz
x 3 O
Bild 7.7:
8.
8.1
SE 03 62
“~f" DORNIER 8-1
Potentiometer
Steckfeldanschliisse
Pi a p2 P3 — | P4
O O ro
- +
O O Q
Bild 8.1: Steckfeldanschlüsse der Potentiometer
Bild 8.1 zeigt die in einem Potentiometer-Einschub verfüg-
baren Steckfeldanschlüsse der Potentiometer. Jeweils drei
Potentiometer eines Einschubes sind mit geerdetem und
das vierte mit ungeerdetem Fußpunkt ausgeführt. Zwischen
den Potentiometerbuchsen befinden sich die Anschlüsse für
die Referenzspannungen.
Einstellung
Ein nach Bild 8.2 mit Rh belastetes Potentiometer, dessen
Gesamtwiderstand mit R bezeichnet wird, kann anhand seiner
Skalenstellung x nur mit einem Fehler auf ein gewiinschtes
Spannungsteilerverhältnis u,/Uu, eingestellt werden.
U
x=0 | ve
Bild 8.2: Geerdetes Potentiometer
“f" DORNIER 8-2
Der genaue Zusammenhang wird gegeben durch
Der relative Fehler ergibt sich nach folgender Beziehung:
In”
l
*
rel
|
ll
ca|ıc
DD
rel u. R,,
‘Dieser Zusammenhang wird durch die Kurven nach Bild 8.3 ver-
anschaulicht.
Einstellung anhand von Korrekturkurven
Im normalen Betrieb wird es fast immer Standardbelastungen
für Potentiometer geben. Für diese Lastfälle kann nun eine
Korrekturrechnung durchgeführt werden, die die tatsäch-
liche Skaleneinstellung angibt, auf die ein Potentiometer
zur Erzielung eines gewünschten Koeffizienten (= Spannungs-
teilerverhältnis) gestellt werden muß.
Bild 8.4 gibt die Differenz wieder, um die die Skala eines
Potentiometers höher eingestellt werden muß als es der
idealen (unbelasteten) Potentiometercharakteristik ent-
spricht. Um ein Teilungsverhältnis u,/U, zu erhalten, muß
das Potentiometer auf u,/u, + ä X eingestellt werden.
"j” DORNIER 8-3 —
are
0.7
ZT,
OS
0.3
Y
|
5.04
oO ~ In ~
S S 8 S
=
un
N
x x
Www
Bild 8.3
1.0
0.8
06
0.4
0.2
01
“fT DORNIER
JE fh SS
/ / / :
SKS
S
Bild 8.4 : Korvekturkurven für Analogrechner
in
|
i
“f DORNIER 8-
Einstellung über Kompensationsmessung
Bei Benutzung des DO 80 Voltmeters im 100 mV-Meßbereich
(Stellung DIFF) zeigt Bild 8.5 die Beschaltung dieses
Voltmeters:
grine Buchse | O + —I
gelbe Buchse | O KT
Bild 8.5: Voltmeter-Beschaltung bei 100 mV-Meßbereich
(Stellung DIFF)
Zur genauen Potentiometer-Einstellung ist folgende Kompen-
sationsschaltung mit Hilfe eines weiteren Potentiometers
aufzubauen.
| u Voltmeter . ol
- +10V / |
| |
| |
re ae
belastetes - DV
Poterrtiometer
Lost
a) SEHR Referenz-
Patentiometer
Bild 8.6: Kompensationsschaltung
we 01 62
“fT DORNIER 8-6
Die Einstellung vollzieht sich in folgenden Schritten:
1. Einzustellendes Potentiometer an + 10 V legen.
2. Potentiometer-Ausgang mit grüner Voltmeterbuchse ver-
binden.
3. Freies Potentiometer an - 10 V legen und Ausgang mit
schwarzer Voltmeterbuchse verbinden. Damit ist dieses
Potentiometer als Referenzpotentiometer verwendbar.
4. Referenzpotentiometer anhand der Skala auf gewünschten
Koeffizienten einstellen.
5. Einzustellendes Potentiometer solange verdrehen, bis
Voltmeter Null zeigt. Damit ist dieses Potentiometer
eingestellt.
Einstellung mit Hilfe eines Digitalvoltmeters
Die Anwendung eines Digitalvoltmeters erspart die Durch-
führung der Kompensation. Hier kann die Ausgangsspannung
eines Potentiometers direkt mit hinreichender Genauigkeit
gemessen werden.
ss 01 42
ss 0168
=?” DORNIER ii
9.
9.1
‘Komparatoren
Steckfeldanschliisse
oo vd VERS
E2
O
Bild 9.1: Steckfeldanschlüsse eines Komparators
Bild 9.1 zeigt die Steckfeldanschlüsse eines Komparators.
Die Buchsen E 1 und E 2 sind die Eingänge des Komparators.
Die Polarität der Summe E 1 und E 2 bestimmt die Stellung
des nachgeschalteten Relais. Die Buchse K (rot/weiß
schraffiert) stellt einen logischen Ausgang des Komparators
dar. RTR ist ein getrennter Treibereingang zum Komparator-
relais. Die exakte Wirkungsweise ist Abschnitt 9.2 zu
entnehmen.
Betrieb
Bild 9.2 zeigt schematisch die Schaltung des Komparators
und die Bedeutung der Buchsen K und RTR.
~{" DORNIER
begrenzt aut
OV und ca. +4V
El) 7002 \
O
Fe) OK
Bild 9.2:
100k
100k S2
|
= AIR
-15V
cu
=) Anzegelornpe
a
Schematische Schaltung eines Komparators
Für die einzelnen Signale gilt die folgende Wahrheits-
tabelle:
El. +: E2 RTR- Ausgang Relais- Anzeige-
Eingang K stellung lampe
> O°. offen (6) [6) aus
F <0. offen 1 1 an
7 0 1 [6] 1 aus
<o 1 1 1 an
70 0 fe) oO aus
<o oO 1 [6) an
Es ist ersichtlich, daß der logische Komparatorausgang
K wie auch der Zustand der Anzeigelampe nur von der
Polarität der Summe der Eingangssignale El und E2 abhänct.
Ba 01 62
~
85 01 62
“fT DORNIER I-
W
Über den Relaistreibereingang RTR kann das nachgeschaltete
Relais unabhängig vom Komparator betrieben werden, z. B. dur
ein Signal mit TTL-Pegel. Der RTR-Eingang kann auch mit
einem beliebigen Analogsignal angesteuert werden, doch muß
dabei beachtet werden, daß der Schaltpunkt nicht genau bei
O Volt, sondern etwa bei + 1.5 V liegt. Ein Beispiel für die
getrennte Verwendung des Relais zeigt Bild 9.3 Hier ist
der logische Ausgang eines Handschalters (siehe Kapitei 10)
mit dem RTR-Eingang eines Komparator-Relais verbunden.
Damit bestimmt der Zustand des Funktionsschalters auch die
Stellung des Komparator-Relais.
mf
ER
‘ORGS O OO
oo > OES
HEMET
Bild 9.3: Getrennte Verwendung des Komparator-Relais
Bild 9.4 zeigt den umgekehrten Fall der Ansteuerung des
Funktionsschalter-Relais durch den logischen Ausgang K des
Komparators.
Are
oC
o
Oo
‘O
Bild 9.4: Komparator mit zwei nachgeschalteten Relais
ch
98 01 62
“f" DORNIER
Anmerkung:
Der logische Ausgang. K eines Komparators
kann selbstverständlich zur Ansteuerung
sämtlicher Logikkomponenten mit TTL-Spezifi-
kationen verwendet werden. Insbesondere können
die rückwärtigen Buchsen TAB, THT und TDR
unmittelbar angesteuert werden.
98 01 62
=” DORNIER - 10-1 nunrmaranamee
"10.
10.1
10.2
‚ Funktionsschalter .
Steckfeldanschlüsse
Jeder DO 80 ist mit bis zu vier Funktionsschaltern ausge-
rüstet, die manuell über Drucktasten 22 (Bild 3.1) bedient
werden. Bild 10.1 zeigt die Steckfeldanschlüsse eines
Funktionsschalters in einem Potentiometereinschub.
Bao b> 6
SHAND-
Bild 10.1: Steckfeldanschlüsse eines Funktionsschalters
Die Buchse HAND liefert einen logischen Ausgang des
Funktionsschalters. Das Relais ist wie beim Komparator
über den separaten Eingang RTR auch getrennt zu verwenden.
Die Stellung des Relais wird ansonsten durch die Stellung
eines Flipflops gegeben, dessen Zustand sich mit jedem
Druck auf die dem Funktionsschalter zugeoränete Handschalter
ändert.
Betrieb
Der Aufbau des Funktionsschalters ist demjenigen des
Komparators (Bild 9.2) identisch, nur daß das Eingangs-
signal des ersten Verstärkers durch die Handtaste und das
nachgeschaltete Flipflop geliefert wird. Im einzelnen gilt
die folgende Wahrheitstabelle:
23 91 62
“f DORNIER
Relais-
' Handtaste Lampe Eingang Ausgang
RTR HAND stellung
gesetzt an offen 1 1
gelöscht aus offen O O
gesetzt an 1 1 aE
gelöscht aus 1 O 1
gesetzt an [0] 1 10)
gelöscht aus (@) oO O
Für die Versorgung des RTR-Eingangs mit logischen
oder analogen Signalen gilt das in Abschnitt 9.2
Erwähnte.
Anmerkung:
Sollen mehrere Schalter gleichzeitig betätigt
werden,
ist ein Schalter niederzudrücken
und niederzuhalten und währenddessen die
anderen zu betätigenden Tasten kurz zu drücken.
Mit dem Freigeben des ersten Schalters werden
alle obigen Schalterstellungen verändert, was
an den entsprechenden Anzeigelampen verfolgt
werden kann.
er ac as
“fF DORNIER il-1 zuueleie!
ll.
11.1
11.2
Begrenzer
Allgemeines |
In jedem Potentiometereinschub befinden sich die Anschlüsse
eines Begrenzers zur Begrenzung der Ausgangsspannung eines
Verstärkers (Bild 11.l).
®
Bild 11.1: Begrenzung eines Verstärkers
Die Einstellpotentiometer für die Anschläge A und B be-
finden sich am oberen bzw. unteren Rand des Steckbrettfeldes.
(siehe Bild 11.2).
Betrieb als Begrenzer
Bild 11.2 zeigt die Steckbrettanschlüsse eines Begrenzers.
Um eine Nichtlinearität gemäß Bild 11.1 (Begrenzung) nachzu-
bilden, muß die Buchse A mit dem Ausgang und SP mit dem
Summenpunkt SP eines Verstärkers verbunden werden, wie Bild
11.3 zeigt.
$5 OL 62
=f” DORNIER : 11-2 wees
Potentiometer £
für positive “a
Begrenzung SP
"O
Potertiometer BEGR A
für negative — @
Begrenzung
Bild 11.2: Steckbrettanschlüsse eines Begrenzers
Dabei kann jeder beliebige Verstärker, dessen Summenpunkt
SP und Ausgang mit einem Begrenzer gemäß Bilä 11.3 verbun-
den werden, auf einstellbare Werte begrenzt werden. Ins-
besondere gilt dies auch für Integrierer und offene Ver-
stärker. Letztere liefern zusammen mit einem Begrenzer eine
Kennlinie nach Bilä 11.4.
Ay
p
SP A — |
|
8 |
|
sP Y | A 5
x 1 -B 1
A
—_—
Bild 11.3: Beschaltung eines Verstärkers mit einem Begrenzer
' Es sei darauf hingewiesen, daß die Begrenzung auf einen
positiven und einen negativen Anschlag eingestellt werden
kann, gleichgültig in welcher Halbebene. Der positive
Anschlag muß nur positiver als der negative Anschlag sein.
Tes
Bild 11.4: Begrenzter offener Verstärker
11.3 Nachbildung spezieller Nichtlinearitäten
Mit den Begrenzern können eine Reihe von speziellen
Nichtlinearitäten genau nachgebildet werden. In der Literatur
finden sich zahlreiche Beispiele, von denen im folgenden
einige wiedergegeben werden.
Betragsbildung
: ly
x
if i Y '
mi
7 y*
sp
sp Am
~ e
Bild 11.5: Schaltung zur Betragsbildung eines Begrenzers
ss 01 62
98 01 62
=?” DORNIER - Lid
Av"
yx
— — — ud
Bild 11.6: Einstellung des Begrenzers in Bild 11.5
Signumfunktion
4
SP A
SP Y x
x 1 =
Bild 11.7: Signumfunktion, Schaltung und Kennlinie
an
=” DORNIER Lis
Der in der Schaltung nach Bild 11.8 verwendete Begrenzer
muß dabei nach Bild 11.9 eingestellt werden.
Tote Zone
LY
Ix
sp A ir B
Bild 11.8: Tote Zone, Schaltung und Kennlinie
yx
@ -«|
Bild 11.9: Einstellung des Begrenzers in Bild 11.8
$e 01 62
“ 01 62
“Tf DORNIER 11-6
Rechteck-Hysterese (Relaiskennlinie)
hY
sp ar |
m— bh u —- oo» A
x SP Y | Ri,
‘ 1
1 XB |
B
>) A
Got b=k:A ask:8
Bild 11.10: Rechteckhysterese, Schaltung und Kennlinie
Der in der Schaltung nach Bild 11.10 verwendete Begrenzer
muß dabei nach Bild 11.11 eingestellt werden.
LY
—“e— De
Bild 11.11: Einstellung des Begrenzers in Bild 9.10
“f DORNIER
11-7
Dreipunkt-Hysterese
A
SP A
}-——~f}-———
a f
-1 D 1
RE ' y
Bl
x + © {*) +
1 Ys2
+1 Cc}
oO =
u a
B
sp A LY
<
dh w |
A
x
ges I
a—b ———E —
B Vv D
, | =k:-A
> b=KB
Bild 11.12%
Dreipunkthysterese, Schaltung und Kennlinie
28 01 62
88 01 62
12,
12.
“f DORNIER
Variabler Dioden-Funktionsgeber
Allgemeines
Bild 12.1 zeigt die Steckbrettanschlüsse eines Funktions-
geber-Einschubs.
fester
Funktionsgeber S
(z.8. Tote Zone)
oberer
Funktionsgeber <
Y¥7 =f (X )
Funktionsgeber
unterer !
Y> =f (x )
Parallelschalt buchse
Relaiserde
Bild 12.1: Steckbrettanschlüsse eines Funktionsgeber-
Einschubs
TG
ST
O @ ‘lia
@+9
E1
O ®+7
®+5
E2 @ +3
O @ +1
x] @ Yo
O I®-1
@ -3
yı u
fe) ®-5
@-7
x2 ®-3
he Q Yun
y2 ®+8
O