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Manual / Guide

Transistorisierter Tischanalogrechner RA 741 — Beschreibung

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Operator description (Beschreibung) for the Telefunken RA 741 transistorized desktop analog computer. Covers technical overview, construction, component specifications (computing amplifiers, integrators, potentiometers, function generators, comparators), peripheral options, and a full table of base and optional configurations with prices in DM. Intended to inform users on operation, maintenance, and commissioning of the RA 741 analog computing system.

Manufacturer
Telefunken
System
RA 741
Type
Manual / Guide
Language
German
Learning track
machine reference
Pages
63
  • RA 741
  • Telefunken
  • desktop analog computer
  • operator manual
  • transistorized
  • German analog computing

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Transistorisierter Tischanalogrechner RA 741 — Beschreibung

= ae ~ a = Be Ate Ben. er men Transistorisierter Tischanalogrechner RA 741 Beschreibung HD NV Transistorisierter Tischanalogrechner RA 741 Vervielfaltigung und Nachdruck, Printed in Western Germany Herausgeber: TELEFUNKEN FACHBEREICH ANLAGEN INFORMATIONSTECHNIK 7750 KONSTANZ POSTFACH 154 TELEFON: (07531) 60 11 TELEX: 733233 auch auszugsweise, bedürfen unserer Zustimmung. Beschr. Nr. AI/ER/AR 10 Ausg. 1266 Kr @8e0 ee ge ADO EII2IIIII jp. €¢€8eeeese wzz aw rux 202000000 > EEE ee -@ 092009 09000 ie 0.000000 O° ®900000000988 - 6 © .:000000080 INHALT 1. Technische Ubersicht I Verwendungszweck : 1.2. Lieferumfang und Bestelibezeichnungen s 1,3. Technische Daten 1.4. Aufbau und Funktion . 1.4.1. Einschibe . 1.4.2. Rechenelemente 1.4.3. Aufteilung des Programmierteides 1.4.4. AnschluBfeld für Externgeräte . 2. Betrieb 2% Aufstellen des Gerätes 22 Einschalten 2.3. Programmieren 2.4. Betriebsartenwahl 2.5. Anwahl . 2.6. Messen mit der KönipansatlönsmeBeinriehfund HR Automatisches Halten bei Übersteuerung . 2.8. Oszillographieren der Rechenergebnisse . 2.9. Photographieren von Oszillogrammen . P 2.10. Aufzeichnung durch Zweikoordinatenscheiber . 2.11. Ausmessen mit Digitalvoltmeter . 3. Wartung 3.1. Prüfung der Anzeige- und Kontrollampen . 3.2. Prüfung der Stromversorgung . 3.3. Prüfung der Rechenverstarker . 4. Instandsetzung 4.1. Fehlererkennung 4.2. Fehlerortbestimmung 4.3. Fehlerbeseitigung on Stromlaufbeschreibungen 51 Bediengerat 5:19 Betriebsarten . 5.111. Pause : 5.11.2. Repetierendes Rachie i 5113. Dauerrechnen 51.1.4. Einmal Rechnen . 5.1.1.5. Halt 51*6. Rechnen mit Halt 5 5117. Automatisches Halten bei Obersieuerung 511.8 Potentiometereinstellung 51.1.9. Statisches Prüfen } 51.2 Kompansationameseinrichtung 5.2. Stromversorgung 10 10 11 17 21 23 24 33 34 30 30 30 30 30 37 37 37 39 39 40 43 43 14 46 47 48 48 49 51 51 51 53 54 TABELLEN 1 Bestickungsumfang |. . ., . . . oo. 2 2 Bestückungsliste mit Bestellbezeichnungen . . . . 3 3 Steckeinheiten mit festen Funktionen. . . . . . 49 4 Funktion der Steuerleitungen r, h und p sowie der Integrierrelais R und H bei verschiedenen Betriebszustanden. . . ; 2” 5 5 Bestückung der Funktionsplätze (Feste Funktionen, Speicher, Komparatorschalter) . . 29 6 Beispiele für die Bestückung der Funktionsplätze mit variablen Funktionen. . . . . . . . . . 80 7 Eigenschaften der Steckeinheiten mit variablen Funk- UoHan:. 22 39s. an ee hl 8 Zustände der Relais H, R, und PS bei verschiedenen Betriebszuständen a Mic, RR Fe Fa a 9 Abhängigkeit der Relais E, Z1 und F von der Schalter- stellung ur Late etn ee Bas 10 Zusammenfassung der Hauptaufgaben der Relais des Bediengerätes Be en A air ae AR 11 Fehlersuchtabelle Er. re oy hat ite 1a Anhang | PLÄNE (im Anhang) 1 Oberer Einschub 2 Rechenverstärker 3 Netzgeräte 4 Potentiometerfeld | 5 Funktionsgeber 6 Unterer Einschub (Bedienfeld) 7 Unterer Einschub (Buchsenfeld. Multiplizierer und Komparator) 8 Netzwerke ERLAUTERUNGEN Die vorliegende Beschreibung soll den Benutzer über die Technik des Tisch-Analogrechners informieren und ihm die Bedienung und Wartung ermöglichen. Darüber hinaus enthält sie wichtige Hinweise für die Instandset- zung. Für die zweckmäßige Anwendung dieses Gerätes steht eine gesonderte „Rechenanleitung für Analog- rechner“ zur Verfügung. Die Gliederung der Beschreibung ist so getroffen, daß ihr erster Hauptabschnitt alle für die Bedienung notwen- digen Kenntnisse vermittelt, während die folgenden Ab- schnitte „Betrieb“, „Wartung“ und „Instandsetzung“ die erforderlichen manuellen Tätigkeiten angeben. Letztere sind zugunsten größtmöglicher Übersichtlichkeit weitge- hend aus fortlaufend numerierten Kurzsätzen aufgebaut, deren Reihenfolge der zeitlichen Folge der auszuführen- den Tätigkeit entspricht. Der fünfte Abschnitt enthält weitere Details, die dem Fachmann eine über den Rah- men der im Abschnitt 4 beschriebenen Maßnahmen hin- ausgehende Instandsetzung gestatten. Zu den Schaltbildern und Stromlaufplänen ist zu bemerken, daß alle Schalter und Relais, unabhängig von den im einzelnen dargestelten Betriebställen, nach DIN im unbetätigten bzw. unerregten Zustand gezeichnet sind. Br 1. TECHNISCHE UBERSICHT [ Rechenverstärker Netzgerät Funktionsgeber a fos) oO Potentiometerfeld Programmierfeld Bediengerät Bild 1 Tischanalogrechner RA 741 Bestückung und Abmessungen 1.1. Verwendungszweck Der Tischanalogrechner RAT 740 ist eine komplette Ein- heit, die neben den Rechenelementen auch alle zum Betrieb erforderlichen Einrichtungen enthält. Als Einzel- gerät ist der Rechner sowohl bei der Lösung gewöhn- licher und partieller Differenzialgleichungen und der Un- tersuchung dynamischer Vorgänge auf physikalisch-tech- nischem und biologisch-medizinischen Gebiet als der Simulation von Prozessen, Anlagen und Geräten ein mit hoher Präzision arbeitendes Hilfsmittel. Die Einzelsteuerbarkeit der Integrierer und die Möglich- keit der Ergänzung des Analogrechners durch den Digi- talzusatz DEX 100 erlaubt zusätzlich die Bearbeitung hybrider Problemstellungen. Zusätzliche auswechselbare Programmierbretter ermög- lichen das Speichern von Rechenprogrammen und eine wirtschaftliche Ausnutzung der Anlage. Zur Bearbeitung umfangreicher Probleme ist die Paral- lelschaltung mehrerer Rechner möglich, wobei diese zentral von einem Gerät gesteuert werden können. Die Parallelschaltung wird durch Koppelfelder auf den Pro- grammierbrettern sowie durchgeschleifte Anwahl- und Meßleitungen erleichtert. 1.2. Lieferumfang und Bestellbezeichnungen Entsprechend den Anforderungen der vorliegenden Pro- bleme kann der Rechner zwischen der in nachstehen- der Tabelle angegebenen Grund- und Standardbestük- kung mit Rechenelementen ausgestattet werden. Zusätz- liche Erweiterungsmöglichkeiten stehen in Form von Er- weiterungseinheiten zur Verfügung, die in die Funktions- plätze (s. Bild 3) oder den Zusatzeinschub NNV 807 eingesetzt werden können. Der Rechner ist somit in weiten Grenzen an wechselnde Probleme anpassungs- fähig. Zusatzgeräte, Erweiterungseinheiten und Parallelschalt- kabel gehören nicht zum Lieferumfang des Analogrech- ners. Sie sind gesondert zu bestellen. Zur Aufnahme von Einschub-Zusatzgeräten stehen Einzelgehäuse sowie Tischgestelle zur Verfügung, die dem des Rechners gleichen und bis zu drei Einschübe aufnehmen können. Bild 2 Tischanalogrechner RA 741 Rückansicht Rechenelemente Grundbe- Standard- stückung bestückung Rechenverstärker 8 23 davon verwendbar als Integrierer/Summierer 8 8 Summierer (groß) —_ 7 Summierer (klein) _ 4 Umkehrverstarker — 4 Rechenpotentiometer 20 20 variable Funktionsgeber _ 2 Multiplizierer (bzw. feste Funktion) = 4 (8) Komparatoren _ 2 Rechendioden 4 4 auswechselbares Programmierfeld — 1 Tabelle 1 Bestückungsumfang Bild 3 Funktionsplatze Tabelle 2 Bestiickungsliste mit Bestellbezeichnungen Bestückungsiiste des RA 741 (S) Baugruppe Bezeichnung Typ Steckeinheit Bestell-Nr. Anzahl Tischgestell GER 741 55.3040.750 1 Verbindungskabel Verstärker-Ausgänge 55.3040.027 1 Verbindungskabel Verstärker-Eingänge 55.3040.029 1 Rechenverstärker und Netzgerät RVN 741 55.3040.660 q Rechenverstarker SRV 742 HA1C 55.3040.845 15 HI1C 55.3040.846 15 Chopper ACH 110 5 Lv 7331.001-26 9 Referenzeinheit +10 V NS6A 55.3040.833 1 Referenzeinheit —10 V NS7A 55.3040.835 1 Netzstabilisierung NS1B 55.3001.151 2 Netzstabilisierung NS1C 55.3001.152 il Komparatorverstärker KV1C 55.3005.063 2 400 Hz-Generator GE3A 55.3040.854 1 Kühlkarte 55.3040.124 1 Funktionsgeber FG 741 55.3040.300 1 Rechenverstärker SRV 742 HA1C 55.3040.845 4 HI1C 55.3040.846 4 Funktionsgeber SFG 744 FG1B 55.3040.838 2 FG2C 55.3040.839 2 FG2D 55.3040.840 2 FG3B 55.3040.841 2 Verstärker-Netzwerk AVN 741 VN1B 55.3040.847 1 Chopper ACH 110 5 Lv 7331.001-26 2 Potentiometerfeld PFX 740 55.3040.200 1 Potentiometer 5 Lv 5141.001-49 19 Programmierfeld und Bediengerat PB 741 55.3040.650 i Rechenverstarker SRV 742 HA1C 55.3040.845 4 HI1C 55.3040.846 4 Komparatoren, HKM 111 H-KM 1 55.3005.814 2 auschbercenen HKE 111 H-KE 1 55.3005.813 die Erweiter- Meßverstärker HI1D 55.3040.837 {seen Parabel-Multiplizierer SPM 134 PM3A 55.3005.064 8 PM3B 55.3005.065 8 Zeitgeber ZT1A 55.3040.843 1 Chopper ACH 111 5 Lv 7331.001-26 4 ' Programmierfeld PG 741 55.3040.703 1 Satz Kontaktstifte 55.3001.715 450 Zubehör \ Satz Programmier- zubehör bestehend aus: 55.3040.000/57 1 | Umschaltstecker 5 Lv 4541.001-49 8 KurzschluBstecker 55.3001.605 40 Programmierschnur 0,15 m lang | sortiert in 5Lv 4943.004-01 20 Programmierschnur 0,25 m lang | den Farben 5 Lv 4943.004-06 20 Programmierschnur 0,40 m lang , Rot, Grün, 5 Lv 4943.004-11 20 Programmierschnur 0,60 m lang | Blau und = 5 Lv 4943.004-16 10 Programmierschnur 1,50 m lang } Schwarz 5 Lv 4943.004-21 10 Kabelhalter 55.3001.601 1 Satz Zubehör 55.3040.000 29 1 Netzschnur 5 Lv 4941.001-19 1 Bedienungsanleitung 1 Baugruppe Bezeichnung Typ Steckeinheit Bestell-Nr. Anzahl Erweiterungs- Parabel- SPM 134 PM3A 55.3005.064 2 einheiten Multiplizierer PM3B 55.3005.065 2 Parabel-Multiplizierer SPM 142 PM4A 55.3040.824 1 PM4B 55.3040.825 1 Quadratfunktion SQF 112 PM3B 55.3005.065 2 Quadratfunktion SQF 122 PM3A 55.3005.064 2 Sinusfunktion SSF 112 SINTA 55.3040.800 1 SIN1B 55.3040.801 1 Sinusfunktion SSF 122 SIN2A 55.3040.808 1 SIN2B 55.3040.809 1 Cosinusfunktion SCF 112 COS1A 55.3040.804 1 cosiB 55.3040.805 1 Cosinusfunktion SCF 122 COS2A 55.3040.812 1 COS 2B 55.3040.813 1 Arcus-Sinusfunktion SAF 112 ARCI1A 55.3040.849 1 ; ARC 1B 55.3040.850 1 Logarithmusfunktion ALF 111 LOG1A 55.3040.826 1 Universalfunktion VAR 111 VARIA 55.3040.816 1 Universalfunktion VAR 121 VAR1B 55.3040.817 1 Universalfunktion VAR 131 VAR1C 55.3040.818 1 Universalfunktion VAR 141 VAR1iD 55.3040.819 1 Universalfunktion VAR 211 VAR2A 55.3040.820 1 Universalfunktion VAR 221 VAR2B 55.3040.821 1 Universalfunktion VAR 231 VAR2C 55.3040.822 1 Universalfunktion VAR 241 VAR2D 55.3040.823 1 Adapterkarte VAD 111 ADiA 55.3040.830 1 Komparatorschalter ASM 741 KS5A 55.3040.870 | Komparatorschalter ASE 741 KS6A 55.3040.871 1 Speicher-Netzwerk ASN 741 SNIA 55.3040.832 1 Parallelschaltkabel Kabel RA 741/RA 741 55.3040.832 1 Kabel RA 741/RAT 700 55.3001.626 1 Kabel RA 741/RA 800 55.3040.612 1 Kabel RA 741/RA 800 H 55.3040.614 1 Kabel RA 741/NNV 811 55.3040.604 1 Zusatzgeräte Nichtlineare Netzwerke NNV 811 55.3003.502 Elektronische Resolver ERV 811 55.3003.550 Ausgabe-Oszillograph OMS 700 5 M 7420.910-01 Zweistrahl-Oszillograph OMS 810 55.3007.100 Digitalvoltmeter DVM 740 53-892 Digitalzusatz DEX 100 55.3044.00 Magnetband- MAS 24-2 58.1002.000 Analogspeicher MAS 24-4 58.1002-001 Bild 4 Einschub Nichtlineare Netzwerke NN 740 Bild 5 Resolver Bild 6 Oszillograph OMs 700 Bild 7 Zweistrahloszillograph OMS 811 Bild 8 Digitalvoltmeter DVM 740 Bild 9 Digitalzusatz DEX 100 1.3. Technische Daten Lineare Rechenelemente Rechenverstärker SRV 742 Ausgangsspannungsbereich Belastbarkeit Innenwiderstand. Ausgang des Verstarkers Eingang des Verstarkers Eingangswiderstand, Bewertung 1- Bewertung 10 Anfangswertwiderstand integrationskapazitat, Konstante 1 Konstante 10 Gleichspannungsverstärkung Grenzfrequenz, für v = 1* Amplitudenfehler, Inverter, Ro = 200 kQ statisch dynamisch, f = 100 Hz** Phasenfehier, Inverter, Ro = 200 kQ f = 100 Hz** Amplitudenfehler, Integrierer statisch dynamisch, f = 100 Hz Nullpunktfehler, über 8 Stunden bei konst. Temperatur bezogen auf den Eingang Temperaturdrift, bezogen auf den Eingang*** Drift des Integrierers, K = 1 Rauschen, Inverter, Ro = 200 kQ mit 95 %/o statistischer Sicherheit Stabilitatsgrenzen: RC-Serienschaltung am Summenpunkt C-Last am Ausgang, Summierer Integrierer Koeffizienten-Potentiometer Prazisions-Drahtdrehwiderstand, zehngangig Widerstand Widerstandstoleranz Linearitatstoleranz Auflösung Absicherung Serienwiderstand der Sicherung Prazisions-Spannungsteller Anzahl der Stufen Toleranz der Einstellung*) Innenwiderstand Kompensationsmeßeinrichtung Genauigkeit der Einstellung Reproduzierbarkeit Auflösung Eingangswiderstand, ‚nach Abgleich >+10V >10mA < 100 mQ > 100 kQ 200 kQ + 0,02 %/o 20 ki} + 0,02 °/o 20 kQ + 0,02 °/o 5 uF + 0,05 %/o 0,5 uF + 0,05% > 10° u 300 kHz <2x10-‘ typ. < 4x 10-4 max. ı <1x10-* <5x10-? <5x10-ttyp 7x 10-4 max. v 3.1x%410% <10uV <05uV/C < 100 uV/sec 1m Vss <5 uF 2 502 < 80 uF S 1uF typ < 0,1 wF min. 10 kQ + 3x10-2 + 5x10-3 ~2x10-4 10 mA 200 2 10 = 1x10-3 < 500 Q 1X 10-2 <2x 10-4 ~ 1x 10-4 > 3kQ fo) * s. Bild 16 “* s. Bild 17 *** s. Bild 18 *) Belastungskompensiert auf einen Verstarkereingang 1 = 200 kQ \, Zeitgeber Rechenzeit, kontinuierlich einstellbar in 3 Bereichen Pausenzeit, 2 feste Zeiten Haltezeit Genauigkeit der Rechenzeiteinstellung Reproduzierbarkeit Nichtlinearitat der Zeitgeberspannung Nichtlineare , Eiemente Alle spannungsabhängigen Fehler sind auf 2E = 20 V bezogen Parabeimultiplizierer SPM 134 Eingangsspannungsbereich Produktfehler, statisch , dynamisch, f = 100 Hz* Eingangswiderstand Bezugswiderstand des Folgeverstarkers Parabelmultiplizierer SPM 142 Eingangsspannungsbereich Produktfehler, statisch , dynamisch* f = 100 Hz Eingangswiderstand Bezugswiderstand Variable Funktionsgeber Funktionsgeber FG 740, aquidistante Knickpunkte Anzahl der Diodenstrecken Abstand der Knickpunkte Eingangsspannungsbereich Ausgangsspannung _ Eingangswiderstand Einstellbereich der Steigung Einstellbereich der Ordinate Konstanz und Reproduzierbarkeit Rauschen Bezugswiderstand der Umkehrverstarker Funktionsgeber Serie VAR 100* Einstellbare Knickpunkte und Ordinate Anzahl der Knickpunkte Anzahl der einstellbaren Knickpunkte Eingangsspannungsbereich Eingangswiderstand Bezugswiderstand des Folgeverstarkers Einstellbereich der Steigung** Einstellbereich der Knickpunkte Einstellbereich der Ordinate Polaritat Eingangsspannung Steigung VAR 111 positiv positiv VAR 121 positiv negativ VAR 131 negativ positiv VAR 141 negativ negativ 0,: bis 110 s 0,i und is 50 ms <1x10-?+1ms <2x 10-4 +1 ms typ <5x10-4 = 2ms max <1x 10-4 = 1E max <5x10-‘ typ. < 1x 10-3 max =< 11x10 > 6kQ 20 kQ + 2x 10-4 *s. Bild 26, 27 + 1E max <3x 10-3 typ < 5x 10-8 max <1x10-4 8kQ 20 kQ * abhangig vom Folgeverstarker 20 01E 1Emax 1Emax 5 kQ 3,5 E/E 1E <1x10-3typ < 2x 10-3 max <5x10-*E 200 kQ+2x 10-4 IE Ye + S 4 1 E max >.10 kQ 20 bzw. 200 kQ 1 bzw. 10 E/E ** abhängig vom Bezugswiderstand 0 bis +1E bzw. —1E des Folgeverstarkers. +1E Funktionsgeber Serie VAR 200* Einstellbare Knickpunkte Anzahl der einstellbaren Knickpunkte Eingangsspannungsbereich Eingangswiderstand Bezugswiderstand des Folgeverstärkers Einstellbereich der Steigung’ Einstellbereich der Knickpunkte Polarität: Eingangsspannung VAR 211 positiv VAR 221 positiv VAR 231 negativ VAR 241 negativ Funktionsgeber der Serie 100 und 200 sind beliebig kombinierbar*.' Feste Funktionen Quadratfunktionen Übertragungsfunktion Eingangsspannungsbereich Approximationsfehler Eingangswiderstand Bezugswiderstand Sinusfunktion Übertragungsfunktion Eingangsspannungsbereich Approximationsfehler Eingangswiderstand Bezugswiderstand Cosinusfunktion Übertragungsfunktion Eingangsspannungsbereich Approximationsfehler Eingangswiderstand Bezugswiderstand Arcus-Sinusfunktion Arcus Übertragungsfunktion Eingangsspannungsbereich Approximationsfehler Eingangswiderstand Bezugswiderstand Logarithmusfunktion Übertragungsfunktion Eingangsspannungsbereich Approximationsfehler Eingangswiderstand Bezugswiderstand 6 1Emax > 8kQ 20 bzw. 200 kQ 1 bzw. 10 E/E ** abhangig vom Bezugswiderstand 0 bis +1E bzw. -1E des Folgeverstarkers. SQF 112 SQF 122 + x? = + FE t1E <= 5x10-‘ <5x10-* > 6kQ > 6kQ 20 kQ 20 kQ SSF 112 SSF 122 + sin +x + sin x x + TE + IE Ss 3x 10-3 <3x10-3 >5kQ > 2,5 kQ 20 kQ 20 kQ SCF 112 SCF 122 nd cos-T-x + cosx x 2 TE + TE 1107 = 1:%10-% > 10 kQ >5kQ 20 k&2 20 kQ SAF 112 + arc sinx +t1E <1x 10-8 >2kQ 100 kQ ASF 111 + 4/2 Ig 100 x — 1/2 1g 100 x — 0,01 bs —1E +0,01 bis +1E s1x10-? s1x10-2 >7kQ >7kQ 20 kQ 20 kQ Komparatoren ss Komparator (Relaisschalter) HKM 111 Komparatorverstarker | Anzahi der Eingänge Eingangsspannungsbereich Eingangsempfindlichkeit Breite Jer Hysterese Eingangswiderstand Toleranz der Eingangswiderstände Schaltzeit Ausgangssignal, „O“ für 2 UE < OV ‚„1" fir 2 UE > OV Belastbarkeit Relaisschalter Anzahl der Umschalter Umschaitzeit max. Schaltleistung Komparator (elektron. Schalter) HKE 111 Komparatorverstärker „elektronische Schalter Anzahl der Umschalter Umschaitzeit Schaltspannung Fehlerspannung bei Belastung mit RL = 200 kQ RL = 20kQ Quellwiderstand der zu schaltenden Spannung Komparatorschalter (Relais) ASM 741 "Ansteuerung durch Rechenverstarker SRV 742*) oder Komparatorverstärker Anzahl der Umschalter Ansteuerung, Arbeitslage = „0“ Ruhelage = ,1" sonstige Daten siehe HKM 111 — Relaisschalter Komparatorschalter (elektronisch) ASE 741*) Ansteuerung durch Rechenverstärker SRV 742 oder Komparatorverstärker Anzahl der Umschalter Ansteuerung, Arbeitslage =i" Ruhelage = 0" sonstige Daten siehe HKE 111 — elektron. Schalter Speichernetzwerk ASN 741 Netzwerk zur Programmierung von Speichern* mit Rechenverstärkern £ RV 742 Anzahl der Netzwerke Anzahl der Eingänge pro Netzwerk Eingangswiderstand Übertragungsfunktion, in „Rechnen“ und „Halt“ ‚in Betriebsart „Pause“ Ladezeitkonstante Amplitudenfehler, statisch Drift 2 + 10V <1mV ~ 1mV > 10kQ <1x10-4 <S2us OV >10V 4 Schalter 2 700 + 100 us 60 V-'20 mA, 4W s. HKM 111 2 <1us max + 10V <1mV <5mV <1Q <2V >8V <2V >8V 2 2 10KQ +2x10-4 ui + us ~ 41+ pT konst. Ua = Va ~ 5 ms <2x 10-4 typ < 4x 10-4 max < 400 uV/sek *) siehe S. 33 Bild 54 *) siehe S. 33 Bild 53 Referenzspannung Maschineneinheit E +10V und — 10V Inkonstanz Z1x10= Belastbarkeit 100 mA Stromversorgung Stromversorgung 110, 127, 130 bzw. 220 und 240V, Netzanschluß: 50 bis 60 Hz Leistungsaufnahme (vollbestückt): 150 VA Betriebsbedingung Betriebsbedingungen für die oben spezifizierten Daten Temperatur 23 + 59°C Luftfeuchte 90 9/5 Betriebsfahig ist der Rechner bei Temperaturen von +10°C bis +40°C Abmessungen Höhe: 670 mm des Rechners Breite: 550 mm Tiefe: 500 mm des Programmierbrettes Höhe: 215 mm Breite: 365 mm Gewicht (vollbestückt) etwa 105 kg 1.4. Aufbau und Funktion Der Rechner besteht aus einem Tischgestell mit drei Einschüben. 1.4.1. Einschübe Oberer Einschub Im oberen Einschub ist links die Montageeinheit Re- chenverstärker mit 15 kompletten Rechenverstärkern (Nr. 1 bis 15) enthalten. Auf der Frontplatte befinden sich neben den zugehörigen Nullpotentiometern und Anwahltasten mit eingebauten Ubersteuerungslampen auch Nullpotentiometer, Anwahltasten und Übersteue- rungslampen für die im unteren Einschub untergebrach- ten Multiplizierer-Folgeverstarker (M1 bis M4). Ferner ist eine Taste für Übersteuerungshalt vorhanden. Den rechten Teil des oberen Einschubes nimmt die Montage- | 6 1 einheit Netzgerät ein. Auf ihrer Frontplatte sind neben ; r dem Netzschalter und vier Netzsicherungen ein MeB- instrument und fünf Sicherungsleuchttasten vorhanden. Die Lämpchen dieser Tasten dienen zur Ausfallanzeige der Sicherungsautomaten für die stabilisierten Span- Bild 10 Oberer Einschub nungen. Durch die Tasten können ausgefallene Auto- maten wieder eingeschaltet und die einzelnen Spannun- gen zu Prüfzwecken an das Meßinstrument gelegt wer- den. 10 Bild 11 Mittlerer Einschub Mittlerer Einschub Dieser Einschub enthält 2 Funktionsgeber mit 4 zugehö- rigen Umkehrverstarkern sowie das Potentiometerfeld mit 19 Koeffizientenpotentidmetern und einem Stufenschalter als Funktionsgeber-Einstellgerät und Spannungsteiler. Die Anwahltaste ist jedem Potentiometer direkt zuge- ordnet. Das Funktionsgeber-Einstellgerät besteht aus einem festen Spannungsteiler in Verbindung mit einem zehnstufigen Drehschalter. Unter dem Drehschalter ist ein Wahlschalter für die Polarität der an den Spannungs- teiler zu legenden Spannung. An der Rückseite des Einschubes befindet sich ein Ma- gazin mit vier Funktionsplätzen zur Aufnahme von Steck- einheiten für spezielle Funktionen. Die Karterplätze des Magazins sind mit den entsprechend bezeichneten Buch- * sen des Programmierfeldes verbunden. +o + ++4+ $444 $444 + + + . Heo Bild 12 Unterer Einschub Unterer Einschub Im unteren Einschub sind sämtliche für die Rechenfunk- tion erforderlichen Netzwerke und Bedienungseinrich- tungen enthalten. Ferner sind dort 4 Multipliziernetzwerke mit den zuge- hörigen 4 Umkehrverstärkern sowie 2 Komparatoren einschließlich Relais untergebracht. Auf der Frontplatte des Einschubes befindet sich das Programmierfeld und die Aufnahmevorrichtung für wei- tere auswechselbare Programmierfelder. Eine Hebelvor- richtung gewährleistet müheloses Auswechseln. Rechts im Einschub ist das Bediengerät. Seine Front- platte trägt neben dem aus einem neunteiligen Tasten- aggregat bestehenden Betriebsarten-Wahlschalter das Anzeigeinstrument der Kompensationsmeßeinrichtung und unter diesem einen Drehschalter und ein Präzi- sionspotentiometer zum Einstellen der Rechen- und Pau- senzeiten. 2 Lämpchen dienen zur Anzeige der jewei- ligen Polaritat der Meßspannung. Der rechte abge- schrägte Rand des Bediengerätes bildet mit einer neun- teiligen Buchsenreihe ein Anschlußfeld für Externgeräte. 1.4.2. Rechenelemente 1.4.2.1. Rechenverstärker Die Rechenverstärker dienen zur Durchführung der li- nearen Rechenoperationen Addition Integration und Vorzeichenumkehr Es sind stark gegengekoppelte Gleichspannungsverstär- ker, deren Schleifenverstärkung so groß ist, daß die Übertragungsfunktion allgemein durch die passiven Gegenkopplungselemente bestimmt wird. Die für den Gleichspannungsverstärker notwendige Null- punktkonstanz wird mit Hilfe eines driftfreien Wechsel- spannungsverstärkers erreicht. Der am Eingang des Hauptverstarkers V (Gleichspannungsverstärker) auftre- tende Nullpunktfehler wird durch den Hilfsverstärker A (Wechselspannungsverstärker) verstärkt, und mit der verstärkten Spannung wird dei Hauptverstärker so ge- regelt, daß sein ursprünglicher Nullpunktfehler sich ver- mindert. Um den Nullpunktfehler, der sich durch eine sehr nie- derfrequente Gleichspannungsschwankung darstellt, durch den Wechselspannungsverstärker verstärken zu können, wird die Fehlerspannung vor der Verstärkung auf eine Trägerfrequenz von 400 Hz moduliert und nach der Verstärkung durch einen Phasengleichrichter wieder demoduliert. Bild 13 Montageeinheit Rechenverstarker 11 ro. — RI tt v Ug R2 tee 400 Hz « ART Bild 14 Prinzipschaltbild eines Rechenverstärkers 6 Ay = 1,2 10-4 = 0,8 04 0 Mefschaltung -0,4 | 7 E - 08 al = -12-10°4 1 2 5 0W'2 5 072 § 103 = u Bild 15 Phasengang nach Kreisprobe Das beschriebene Verfahren hat den Vorteil, daß die Verstärkung für tiefe Frequenzen gleich dem Produkt ArV ist. Der Fehler der Rechenkomponenten der Re- chenverstärker ist kleiner als 5x10-* in Bezug auf die Rechenkondensatoren und kleiner als 2x10-* in Bezug auf die Rechenwiderstände. In den Bildern 13, 14 und 15 ist der Phasen- und Frequenzgang eines Verstärkers angegeben. Der durch die endliche Verstärkung be- dingte Rechenfehler bleibt bis zu einer Frequenz von 30Hz kleiner als 0,01°/o und liegt bei über 100Hz noch unter 0,1°/o. Diese günstigen Werte werden durch eine Kompensation mit Hilfe eines T-Gliedes in der Rück- führung erzielt. Die Verschlechterung bei höheren Fre- quenzen läßt sich bei Bedarf durch Herausnahme des ~ T-Gliedes wieder ausgleichen. dB 200 160 P< N IN 1 120 80 SI 40 N, i N - 20 + 1 001 0,1 10 100 ik 10k 100k IMHz Bild 16 Frequenzgang eines unbeschalteten Verstärkers 12 Fehler % 0.2 ] 0,15 a / moritueey ms - Don Hz 0 = t 0 10 20 40 100 200 400 Bild 17 Amplituden- und Phasenfehler der Rechenver- starker in Abhangigkeit von der Frequenz Ugh 60 1 BP: 40 t 7 VA | 20 > 044 -20 Dh IN -40 t x Babi T 10 20 30 40 50 60°C Temperatur Bild 18 Summenpunktdrift eines Verstärkers als Funk- tion der Temperatur In Bild 18 ist die Abhängigkeit der Drift von der Tem- peratur dargestellt. Die Drift bleibt bei Umgebungstem- peraturen bis zu + 35° unter 10 uV. 200 k =I 200k b5 gar joi 1 = = { 7) 200k Ll > | a 1+} aa : 200k | Sal, | 20k 10>1}—~+ Er Cent Beben | 20k 015 013 +15 V 10 | Tf retounstrester wa nn DT 15V Hic] -25V Bild 19 Zusammenschaltung eines Rechenverstarkers Im Gerät sind die Haupt- und Hilfsverstarker jedes Re- chenverstarkers auf gesonderten Steckeinheiten auf- gebaut. Die Zusammenschaltung ist aus Bild 19 ersicht- lich. Zur Modulation der Nullpunkt-Fehlerspannung auf die Trägerfrequenz 400 Hz dienen mechanische Chopper. In der verwendeten Ausführung hat jeder Chopper zwei Kontakte, so daß jeweils ein Chopper für zwei Rechen- verstärker verwendet werden kann. Bis zu 15 Rechenverstärker, also je 15 Haupt- und 15 Hilfsverstarker sowie 8 Chopper sind in der Montage- einheit Rechenverstarker des oberen Einschubes unter- gebracht. 4 weitere Rechenverstarker befinden sich mit den 2 zugehörigen Choppern im mittleren Einschub, wo sie zum Summieren der Strecken der Funktionsgeber dienen, oder als Umkehrverstärker verfügbar sind. Im unteren Einschub sind ebenfalls 4 komplette Rechen- verstärker untergebracht, die bei Bedarf mit Hilfe eines KurzschluBsteckers am Programmierfeld den Multipli- ziernetzwerken nachgeschaltet werden könnnen, oder frei als Umkehrverstärker bzw. als sogenannte kleine Summierer verfügbar sind. Der Begriff kleine Summierer kennzeichnet, daß diesen Verstärkern im Gegensatz zu den Verstärkern 1 bis 15 auf dem Programmierfeld neben dem Summenpunkt nur ein Eingang mit dem Bewertungsfaktor 1 zugeordnet ist. Durch die Beschaltung des Summenpunktes mit ent- sprechenden Widerständen lassen sich weitere Ein- gänge schaffen. Da der Rückführwiderstand einen Wert von 20kQ hat, muß der Wert der Widerstände für zu- sätzliche Eingänge mit dem Bewertungsfaktor 1 eben- falls jeweils 20 kQ betragen. Offene Verstärker Unter einem offenen Verstärker versteht man einen Re- chenverstärker ohne Rückführung Man erhalt ıhn durch Auftrennen der Verbindungen zwischen den Anschluß- buchsen „R" und „G’ eines Summierers auf dem Pro- grammierfeld (s Bild 20) bzw. durch Ersetzen des Vier- polsteckers St 1 in den Integrierern (s Bild 21) dunn eine direkte Verbindung zwischen Eıngangsnetzwerk und Verstärkereingang über das mittlere Buchsenpaar Fur bestimmte Rechenschaltungen werden offene Ver- stärker benötigt, deren Verstärkungsfaktor in der Betriebs- art „Pause“ aus Stabilıtatsgrunder begrenzt sein muß Für diese Fälle sind die Verstärker 7 und 8 vorgesehen Bei ihnen wird, während sie sonst wie alle Verstärker offen betrieben werden können. in der Betriebsart „Pau- se" über einen Relaiskontakt automatısch der Ruckführ- widerstand eingeschaltet. Summierer Bild 20 zeigt, wie die Verstärker 3, 4, 7, 8. 9, 12 und 13 durch Einschalten eines Rückführwiderstandes (Schlie- ßen der Verbindung über Stecker St am Programmier- feld) zum Summierer werden. Die zu summierenden Spannungen werden einzeln an die Eingänge der Schaltung gelegt. Hinter jedem Eingang befindet sich ein Rechenwiderstand, dessen Größenverhältnis zum Rückführwiderstand den Bewertungsfaktor des Eingangs ergibt. Der Bewertungsfaktor ist gleich dem Verstär- kungsfaktor für die angelegte Spannung. Drei Eingänge jedes der obengenannten Verstärker sind für den Be- wertungsfaktor 1, zwei Eingänge für den Bewertungs- faktor 10 ausgelegt. Sie sind, wie auch alle übrigen An- schlüsse der Verstärker, an den auf dem Programmier- feld befindlichen Eingangsbuchsen entsprechend be- schriftet. Der im Schaltbild vorhandene Relaiskontakt „ps” hat während des Rechnens keinen Einfluß auf die Wirkungs- weise des Summierers. Er dient der belastungsgerech- ten Einstellung der Koeffizientenpotentiometer indem er den Verstarkereingang vom Eingangsnetzwerk trennt und das Netzwerk erdet. Außerdem wird eine evtl. Übersteuerung des Verstärkers, die zu einer falschen Potentiometereinstellung führen würde, vermieden. 1 200% (vO?, vo8 200k Uey >} r-+ ) =e Uy 1 200k J R U I C}— \r st| 1 200k I Ve3 ZT 1 == no 20r ps Up, » I | Ly) 20k ae er, Bild20 Summierer Umkehrverstarker Jeder Verstarker kehrt die Polarität der an seinen Ein- gang gelegten Spannung um. Man nennt ihn jedoch nur dann Umkehr.erstärker, wenn er speziell für diesen Zweck *ingesetzt wird. In dieser Hinsicht stehen also praktisch alle Verstärker des Rechners als Umkehrer zur Verfügung, wobei es jedoch zweckmäßig ist, zuerst im- mer auf die Verstärker mit nur einem Eingang, d. h. die fallweise freien Verstärker der Funktionsgeber und Mul- tiplizierer zuruckzugreifen. Integrierer Beim Integrierer wird der Rückführwiderstand des Sum- nierers durch einen Kondensator ersetzt. Das geschieht bei den umschaltbaren Summierer/Integrierern (Verstär- ker 1, 2, 5, 6, 10, 11, 14 und 15) durch Umstecken eines Vierpolsteckers am Programmierfeld (St 1) aus der Stel- lung „X“ in die Stellung „S“. 1 200k 200k Ue fo hal u N 1 200k kl = VE2 st —>—- 1 200k 5 3 10 20k ps ‘ 5 1 Sur 10 20k Rechnen Stz, =< 5 s,10 Mr ause Qsur A 20k 20k Yo ‚= pe £ A Bild 21. Umschaltbare Summierer Integrierer 13 Ein zweiter Stecker (St 2) dient zur Auswahl des Inte- grierkondensators mit dem gewünschten Integrations- faktor 1 oder 10. Aus dem Reziprokwert des Produktes des Bewertungs- faktors und Integrationsfaktor ergibt sich die Integra- tionszeitkonstante +: in s. Es sind also Integrations- zeitkonstanten von 1 s, 0,1 s und 0,01 s einstellbar. Der Anfangswert fiir die Integration wird durch Aufladen des Integrierkondensators auf eine entsprechende Span- nung erzeugt. Diese Spannung wird z.B. an einem Ko- effizientenpotentiometer abgegriffen und an die Buchse „A“ (Anfangswert) des Summierer/Integrierers gelegt. Der Relaiskontakt ps wird wie im Falle des Summierer ausschließlich beim Einstellen der Koeffizientenpoten- tiometer betätigt. Die Kontakte h und r dienen dagegen zum Festlegen des Integrationsbeginns und -endes so- wie zum Anhalten während des Integrierens. Im letzte- ren Falle wirkt der Integrierer als Speicher, da die Aus- gangsspannung bis zum Weiterrechnen stehen bleibt. Die Kontakte sind in Pausenstellung gezeichnet. Während der Pause lädt sich der Integrierkondensator auf den negativen Wert der an die Buchse „A“ gelegten Anfangsspannung Ua, auf. Bei Rechenbeginn legen die Kontakte h und r um und der Integrationsvorgang be- ginnt. Bei „Halt“ geht nur der Kontakt h in die gezeich- nete Stellung zurück und bleibt in derselben bis zum Weiterrechnen. Die Integrierer 01/02, 05/06 und 10/11 lassen sich paar- weise über am Programmierfeld zugängliche Anschlüs- se der R- und H-Relais durch Anlegen von Relaiserde ansteuern. Dadurch ist es möglich, diese auch unab- hängig vom Repetiertakt des eingebauten Zeitgebers, z. B. in Abhängigkeit von Komparatorschaltzuständen oder einer externen Logik (Digitales Experimentierge- rät DEX 100) zu steuern bzw. spezielle Haltekreise, wie sie zur Datenspeicherung in Iterationszyklen benötigt werden, zu programmieren. Für den Betrieb mit dem normalen Repetiertakt müs- sen am Programmierfeld die Verbindung H-h und R-r durch Kurzschlußstecker hergestellt werden. Die R- und H-Relais (bzw. U- und V-Relais) der Inte- grierer 14/15 sind intern mit den r- und h-Steuerlei- tungen des Zeitgebers verbunden. Zeitgeber Der Verstärker 15 findet außer als normaler Summierer/ Integrierer auch als Bestandteil des in den Rechner ein- gebauten Zeitgebers Verwendung. Dort wird aus der Dauer des Anstiegs seiner Ausgangsspannung von —10V auf + 10V die Rechenzeit abgeleitet. Die hier- für erforderliche Schaltung wird mit Hilfe des Dreh- schalters S 10 des Bediengerätes und einer Relaiskom- bination automatisch hergestellt. Dadurch liegt am Verstärkereingang das Eichpotentio- meter R 28 (Zehngangpotentiometer am Bediengerät), dessen Einstellung zusammen mit dem durch den Dreh- schalter gewählten Integrierkondensator die Anstiegs- geschwindigkeit der Ausgangsspannung und damit die Rechenzeit bestimmt. Am Ausgang des Verstärkers liegt ein spezieller Komparator (Schmitt-Trigger), der beim Überschreiten von +10V schaltet und dabei alle Relais steuert, welche die Umschaltung auf Pause und eventuell den Wiederbeginn des Rechnens bewirken. Während des Gebrauchs des Zeitgebers ist der Ver- stärker 15 für andere Zwecke nicht verfügbar. Das gilt jedoch nicht für parallel geschaltete Nebenrechner, da deren Rechenzeitsteuerung vom Hauptrechner erfolgt. -25V PS Bild 22 Der Verstärker 15 als Bestandteil des Zeit- gebers 14 er U Bild 23 Potentiometereinschub (Der Einschub ist zum Auswechseln einer Si- cherung herausgezogen) Ubersteuerungsanzeige Jedem Verstarker ist ein Ubersteuerungsrelais zugeord- net, das eine mit der Verstarkernummer beschriftete Ubersteuerungslampe einschaltet, sobald der Verstarker übersteuert oder überlastet wird. Außerdem ist mit Hilfe der Übersteuerungsrelais das automatische Anhalten aller Rechenvorgänge im Augenblick der Übersteuerung möglich. Die Einrichtung kann durch Betätigen der Ta- ste „Ü-Halt“ (am oberen Einschub) je nach Bedarf wirk- sam oder unwirksam gemacht werden. Die Übersteuerungslampen sind am oberen und am mitt- leren Einschub jeweils zusammen mit den Potentiome- tern für den Nullabgleich der Rechenverstärker ange- bracht. Alle übrigen zu den Rechenverstärkern gehören- den Relais, Rechenwiderstände und Integrierkondensa- toren befinden sich im unteren Einschub. Die Ein- und Ausgänge aller Verstärker sind auf das Programmier- feld geführt. 1.4.2.2. Koeffizientenpotentiometer Die Koeffizientenpotentiometer sind im mittleren Ein- schub im Potentiometerfeld zusammengefaßt. Von den 19 Potentiometern sind die Potentiometer 5, 10, 11 und 16 erdfrei ausgeführt, so daß sie auch als Vorwiderstän- de verwendet werden können. Jedes Potentiometer ist ein drahtgewickeltes, zehngän- giges Präzisionspotentiometer mit einem Widerstand von 10 kQ bei einem Linearitätsfehler von < 0,5 °/o und einem Auflösungsvermögen von < 0,01 °%/o bezogen auf 2.E. Zur genauen Potentiometereinstellung ist jedem Poten- tiometer eine Drucktaste zugeordnet, durch die es mit seinem Eingang an die Maschineneinheit —10 V und mit seinen Schleifer an die Kompensationsmeßeinrichtung gelegt werden kann. Jedem Schleifer ist eine Feinsiche- rung (10 mA, flink) vorgeschaltet. Neben den 19 stufenlosen Potentiometern befindet sich mit Adresse 20 ein zehnstufiger Spannungsteiler mit Drehschalter auf dem Potentiometerfeld. Die Verwen- dung dieses Spannungsteilers als Einstellhilfe für die Funktionsgeber ist besonders vorteilhaft, da sich an ihm die Knickspannungen der einzelnen Diodenstrecken un- mittelbar vorwählen lassen. Der Eingang des Span- nungsteilers kann über den Umschalter S 21 (unterhalb des Drehschalters) wahlweise an die neutrale Eingangs- buchse oder an die positive oder negative Maschinen- einheit (10V) gelegt werden. In der Nullstellung von S 21 ist der Spannungsteiler zur Koeffizienteneinstel- lung verwendbar. (Nur bei 1ner-Eingang). 1.4.2.3. Parabelmultiplizierer Die vier Parabeläste des Multiplizierers werden durch Sekantenapproximation gebildet. Für jeden Paräbelast werden zehn Diodenstrecken verwendet. Gegenüber einer idealen Parabel y = x? gilt für die approximierte Parabel yı + F = x? darauf folgt für den Fehler F = y — yı wobei F = F (y) ist. Bild 22 zeigt den gemessenen Approximationsfehler eines Parabelastes, wobei x die Eingangsspannung im Bereich 0 < x < E und y die Ausgangsspannung im 15 Bereich —E < y < +E darstellt. (E = Maschinenein- heit = 1 = 10V). Bezogen auf den gesamten Arbeits- bereich des Analogrechners von —E < 0 < +E ist der Produktfehler für die Multiplizierer demnach < 0,1 %/o. — | +0 —--—+ DS ee ee ee -0 ER Se) | I 4. | 4. T 0 05 1 Bild24 Gemessener Fehler eines Parabelastes usgong u +> 20k 20k 2 “x ey +x PRATER. — Bild 25 Schaltung eines Parabelmultiplizierers Die vier Multiplizierer, die der Rechner in seiner Stan- dardbestückung enthält, befinden sich zusammen mit den Verstärkern Mi... M4, die zur Verwendung als Folgeverstärker der Multipliziernetzwerke vorgesehen sind, im unteren Einschub. Die Multipliziernetzwerke sind auf vier Steckeinheiten aufgebaut. Die Folgever- stärker stehen bei Nichtgebrauch der Multiplizierer wahlweise als sogenannte kleine Summierer oder Um- kehrer (s. 2.3.2.2.) zur Verfügung. 16 1.4.2.4. Variable Funktionsgeber Mit dem Funktionsgeber lassen sich stetige Funktionen y = f (x) (-E S f (x) S +E) einer zeitabhängigen Eingangsgröße x (—E < x < +E) variabel einstellbar erzeugen. Die Funktion wird durch einen Polygonzug aus 20 Geradenstrecken im gesamten Rechenbereich von —10 V bis’ +10V approximiert. Der Funktionsgeber besteht aus einem Diodennetzwerk und zwei nachgeschalteten Rechenverstärkern. Die Vor- spannungen von 20 Dioden sind so gewählt, daß die Einsatzpunkte der Kennlinien-Steigungen in festen Ab- ständen von jeweils 1 Volt liegen. Die Abszissenwerte des Polygonzuges sind also äquidistant. Die Steigun- gen der aneinandergereihten Kennlinien lassen sich zwischen positiven und negativen Werten (max. etwa + 4 V/V) einzeln an je einem, insgesamt also an 20 Potentiometern einstellen. Ein weiteres Potentiometer (“O“) gestattet die Ordinatenverschiebung der gesam- ten Funktion über den Arbeitsbereich —E < Ua < FE; Jeder Rechner enthält zwei der vorstehend beschriebe- nen Funktionsgeber. Die ihnen zugeordneten Folgever- stärker haben die Adessen U1 und U2 bzw. U3 und UA4. Bei Nichtgebrauch der Funktionsgeber stehen die Folge- verstärker als Umkehrverstärker zur Verfügung. (dB) 0 = -2 m asi Ese Deere) es Fa] Lee) Fae ee ol Eee ae a [ EN — Rucktuhrung 200 kn / 100 pF N +3 -6 —— Rückführung 20 kn 4 SOOpF \ \ -8 As 10' 2 5 107 2 5-"107)-2 5 10% 2 5 105 —e f [Hz] Bild 26 Frequenzgang eines Parabelmultiplizierers bei verschiedener Beschaltung Phasenwinkel # {9} 60 | 4. 40 — Ruckfuhrung 200kN/ 100 pF ——Rucktunrung 20KN 4 $00 pF 4 20 = halon I 0+ mt : 10' 2 Br 105-2 5 10°2 5 10° = f (Hz) iY Bild 27 Phasenverlauf eines Parabelmultiplizierers bei verschiedener Beschaltung 1.4.2.5. Funktionsplätze Aus der nachstehenden Tabelle sind die Eigenschaften von Steckeinheiten bzw. Steckeinheitensätzen zu er- sehen, die zum Aufbau zusätzlicher Rechenelemente in beliebigen Kombinationen auf 4 Funktionsplätzen eingesetzt werden können, die von der Geräterückseite her zugänglich sind. Die gleichen Steckeinheitensätze lassen sich auch auf den Magazinplatzen der vier Standard-Parabelmultipli- zierer im unteren Einschub einsetzen. Die Wirkungsweise der Funktionsnetzwerke entspricht im Prinzip der des fest eingebauten Funktionsgebers, d. h. die jeweilige Funktion wird mit Hilfe eines Dio- dennetzwerkes durch eine, Polygonzug approximiert. In Tabelle-# sind in der ersten Spalte die Bezeichnun- gen der Netzwerke und daneben die Ubertragungsfunk- tionen aufgeführt. Die Spalten 3 und 4 geben den Typ und die Anzahl der Steckeinheiten an, die zum Aufbau der jeweiligen Funktion erforderlich sind. Die Angabe der Anzahl der .Steckeinheiten durch eine gebrochene Zahl bedeutet, daß das betreffende Netzwerk auf einer einzigen Karte mehrfach vorkommt Die fünfte Spalte gibt Hinweise fur die Genauigkeit der verschiedenen Funktionsgeber, da sie Angaben über die Anzahl der Strecken je Polygonzug enthält. Aus der Anzahl der für eine Funktion erforderlichen Steckeinheiten läßt sich nicht in jedem Fall auf die noch für andere Zwecke verfügbaren Funktionsplätze schließen. Diesbezügliche Angaben sind in Tabelle 5 im Abschnitt 2.3.2.5. enthalten. Tabelle 6 enthält die entsprechenden Angaben über spezielle Netzwerk-Steckeinheiten, mit denen variable Funktionsgeber aufgebaut werden können. An diesen Steckeinheiten gestatten Trimmerpotentiometer sowohl die beliebige Verschiebung einer bestimmten Anzahl von Knickpunkten des jeweiligen Polygonzuges in einem Bereich von 0 Volt bis zur vollen Maschineneinheit als auch die Einstellung der S