Analog Computers

Historical Document

Digitalzusatz DEX 102 — Informationsblatt

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Two-page AEG/Telefunken product information sheet for the DEX 102 digital add-on unit designed to expand desk-type analog computers with digital capability for hybrid computation. Describes use cases (automated experiment control, machine computation with A/D and D/A conversion), special features (modular plug-in expansion, full integration into the analog computer desk chassis), and technical data including 10/12-bit converter options, 19-inch rack construction, 220 V/50 Hz power, and compatible AEG analog computer systems.

Manufacturer
Telefunken
System
DEX 102
Type
Historical Document
Language
German
Learning track
machine reference
Pages
2
  • DEX 102
  • Telefunken
  • hybrid computing
  • digital add-on
  • analog-digital interface
  • desk analog computer

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Digitalzusatz DEX 102 — Informationsblatt

> wy 4 DATENVERARBEITUNG Informationsblatt Digitalzusatz DEX 102 fur Tischanalogrechner Verwendungszweck Der Digitalzusatz DEX 102 erfüllt zwei Aufgaben: Er dient einmal als Experi- mentier- und Schulungsgerät für digi- tale Schaltungstechnik und hat zum anderen spezielle Anschlußmöglichkei- ten und Steuerelemente im Hinblick auf einen Einsatz als Digitalzusatz für Tischanalogrechner. Digital-Experimentiergerät Für die verschiedensten Anwendungs- bereiche der Praxis dient das Gerät zum schnellen und flexiblen Aufbau von digitalen Schaltungen. So läßt sich der provisorische Laboraufbau einer sol- chen Schaltung elegant durch eine Programmierung mit den vorhandenen Standardelementen umgehen. Es kön- nen Schaltungen sowohl mit Boolscher (Schalt-)Algebra als auch experimentell schnell realisiert werden. Das Gerät ist universell verwendbar für: Ausbildung und praktische Übungen in Industrie, Hochschulen und Lehranstal- ten — Versuchsaufbau von digitalen Schaltwerken und Schaltungen — Ent- wurf und Erprobung von Maschinen- und Prozeßsteuerungen — Problem- analyse und Test von digitalen Schal- tungen — Digitale Meßwertverarbeitung. Beispiele praktischer Anwendung sind: Schaltwerke für Codierung und Über- setzung — Digitale Zähl- und Rechen- werke — Steuerwerke und Impulsgeber- schaltungen. Damit ergeben sich breite Anwendungs- möglichkeiten auf dem Gebiet der digi- talen Informationsverarbeitung. Digitalzusatz für Tischanalogrechner Ein wesentliches zusätzliches Einsatz- gebiet findet das Gerät in Verbindung mit elektronischen Analogrechnern. Durch Hinzuschaltung des Digitalzu- satzes zum TELEFUNKEN-Tischanalog- rechner RA 742 werden iterative und hybride Problembearbeitungen durch- führbar. Der Ablauf der analogen Rechen- programme läßt sich von den frei pro- grammierbaren digitalen Schaltelemen- ten her beeinflussen und steuern. Da- mit wird die Art des hybriden Rechnens, bei dem sich die Vorteile analoger Problembearbeitung und digitaler Pro- grammüberwachung.argänzen, auch bei den weitverbreiteten und preiswerten Tischanalogrechnern möglich. Besondere Merkmale Umfangreiche und vielseitige Ausstat- tung Einstellbarer Taktgeber bis 10 kHz Fremdsynchronisierung möglich Stetig einstellbare Zeitglieder Vollkommene Freizügigkeit in der Pro- grammierung am Digital-Programmier- feld Direkte Steuerung von Analogrechner- Betriebszuständen, Integrierer-- und Schalterstellungen am Digital-Program- mierfeld Parallelschaltbarkeit mehrerer Geräte Leuchtanzeige der Flipflop-Stellungen und Inverter Sicherheit vor Fehlbedienung Auswechselbare Programmierfelder Aufbau Das Gerät wird als Einschub mit Ge- häuse geliefert. Außer den unter „Tech- nische Angaben“ einzeln aufgeführten Schaltbaugruppen enthält es einen Taktgeber und einen Netzteil. Die Schaltbaugruppen sind auf Steckeinhei- ten in gedruckter Schaltungstechnik auf- gebaut. Sie sind über die interne Ver- drahtung mit den Buchsen des Pro- grammierfeldes verbunden. Die Dioden- logik ist hinter dem Programmierfeld verdrahtet. Durch flexible Schnurverbin- dungen werden Schaltbaugruppen und Diodenlogik zu den jeweils gewünschten Schaltwerken kombiniert. Das Programmierfeld ist auswechselbar und kann mittels eines Hebelmechanis- mus leicht aufgesetzt werden. Dadurch ist eine vom Gerät getrennte Program- mierung möglich. Beim Vorhandensein mehrerer Programmierfelder ist es ein besonderer Vorteil, daß die zur häufi- gen Benutzung vorgesehenen Pro- gramme während anderweitiger Ver- wendung des Gerätes gesteckt blei- ben können (Wichtig z. B. bei Lehr- betrieb). Wirkungsweise Das Gerät enthält Flipflops, Verknüp- fungsglieder, Inverter, Zeitglieder, Schalter, Verstärker und Relaisverstär- ker. Diese Schaltbaugruppen werden am Programmierfeld entsprechend der gewünschten Verknüpfung zusammen- geschaltet. Ihre Beiriebsspannungen und Impulse erhalten sie aus den ein- gebauten Versorgungseinrichtungen. Durch Schalter am Gerat oder externe Ansteuerung werden die jeweiligen Eingangsbedingungen als binäre Sig- nale eingegeben. Die Dioden der Verknüpfungsglieder lassen sich wahl- weise konjunktiv oder disjunktiv ver- knüpfen. Die passive Diodenlogik kann ein- oder zweistufig aufgebaut werden, ist jedoch unter Zwischenschaltung von Verstärkern oder Invertern mehrstufig kaskadierbar. Die Zeitglieder sind von 10 ms bis 10 s stetig einstellbar und er- möglichen die Einschaltung von Ver- zögerungen. Die Flipflops haben Vor- speicher für Setzen und Rücksetzen, der jeweilige Ausgangszustand steht normal und invertiert zur Verfügung und kann an Anzeigelampen abgelesen werden. Über Relaisverstärker sind externe Geräte aus den Schaltkreisen steuerbar. Durch Drucktasten läßt sich jedes Flipflop einzeln auf “1“ setzen. Die gemeinsame Normierung aller Flip- flops kann durch eine Taste oder durch ein binäres Signal ausgelöst werden. Der Taktgeber liefert den Schalttakt für die Flipflops. Die Schaltfolge kann wahlweise einzeln von Hand oder mit den in den Technischen Angaben er- sichtlichen Frequenzen ausgelöst wer- den. Zwei besondere Buchsen auf dem Programmierfeld ermöglichen eine ex- terne Taktunterdrückung, so daß der Programmablauf des Digitalzusatzes jederzeit von außen angehalten werden kann. Für die Verwendung als Digitalzusatz für Analogrechner liegen auf besonde- ren Programmierbuchsen: Eingänge der Ansteuerleitungen für Analogrechner-Betriebszustände Eingänge der Steuerleitungen zur Einzelsteuerung der Integrierer Ausgänge von Komparatorverstär- kern des Analogrechners Eingänge von Digital-/Analog-Schal- tern des Analogrechners Steuerbuchsen zum Normieren der Flipflops durch den Analogrechner Parallelleitungen zur Übertragung zusätzlicher Steuerfunktionen (z.B. für den Anschluß von Komparatoren und Schaltern bei Erweiterung des Analogrechners) Ausgänge von Verbindungsleitungen zur Steuerung des Analogrechner- Betriebszustandes Eingänge zum Takten des Digital- zusatzes Auf diese Weise ist der wechseiseitige Eingriff der digital und der analog pro- grammierten Steuer- bzw. Rechen- schaltung möglich. Ein Digitalzusatz DEX 102 kann Anlagen mit max. zwei Tischanalogrechnern ver- sorgen. Die Verbindung des Digital- zusatzes mit Tischanalogrechnern ge- schieht über Parallelschaltkabel ohne äußere Verbindungsleitungen. Technische Angaben Schaltungsaufbau: Taktauslösung: Taktfrequenz: Fremdsynchronisierung: Zeitglied-Verzögerung: Normierung: Externsteuerung: Fremdgerätesteuerung: (außer Analogrechner) Kontaktbelastung: Schaltzeit: Bestückung: Zubehör: Auf Wunsch: Stromversorgung: Abmessungen und Gewichte: AEG - TELEFUNKEN eee Fachbereich Informationstechnik 775 Konstanz, Bücklestraße 1-5 ’ zweistufige passive Verknüpfungen, mehrstufige Verknüpfungen durch Zwischen- schalten von Verstärkern bzw. Invertern Handtakt und Dauertakt 1Hz, 25 Hz, 50 Hz, 100 Hz, 1 kHz und 10 kHz Ansteuerpegel 6 V, mit neg. Flanke, Steilheit > 10 V/us von 0,01 bis 10s stetig einstellbar alle Flipflops zentral 0 & Schaltung nach Masse 1 & oifener Schalter über Relais-Umschaltkontakte Schaltspannung Schaltleistung | bis 30V | | | 100 W 30 bis 50V 80 W 50 bis 220 V 50 W 25 us 24 JK Flipflops (Anschlüsse: S, R, A, A Takt zentral) 57 Verknüpfungsglieder davon: 12 mit je 3 Dioden 23 nn 4 10 » » 98 „ 6 » » 6 2 » oy 0 4 » 9 tH 4 Zeitglieder 10 Inverter 6 Verstarker 4 Relais mit je zwei Umschaltkontakten 10 Handschalter 250 Programmierschnüre in den Längen 12,5 cm, 25 cm, 50cm und 100 cm, jeweils sortiert in vier verschiedenen Farben auswechselbare Programmierfelder 1 Satz Kontaktstifte (bei Erstausrüstung mit auswechselbaren Programmierfeldern) 220V / 50...60 Hz; etwa 80 W Hohe Breite Tiefe Gewicht mm mm mm etwa kg 384 550 410 30 Bestell-Nr. AIB 102 / 1070 Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet Printed in Western Germany