Analog Computers

Reference / Paper · 1966

Hinweise zum Entwurf von Digitalen Schaltwerken bei der Lösung von Optimierungsaufgaben mit dem Analogrechner

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A German-language technical article by H. Schrimpe describing the design of digital sequential networks (flip-flop logic) to control analog-computer-based parameter optimization on the AEG-Telefunken DEX 102 (DEX 100) analog computer. The paper derives Boolean switching equations from a flow diagram for one-dimensional optimization with step-size control, uses Karnaugh-Veitch diagrams for logic minimization, and presents the resulting flip-flop control circuits for integration with the analog machine run/hold modes.

Manufacturer
Telefunken
System
DEX 102 / DEX 100
Author
H. Schrimpe
Year
1966
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
17
  • DEX 102 / DEX 100
  • Telefunken
  • hybrid computing
  • digital logic design
  • optimization methods
  • sequential networks

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Hinweise zum Entwurf von Digitalen Schaltwerken bei der Lösung von Optimierungsaufgaben mit dem Analogrechner

‘seine B. Schrimpe, GS/N-B HINWEISE ZUM ENTWURF VON DIGITALEN SCHALTWERKEN _ BEI DER LÖSUNG VON OPTIMIERUNGSAUFGABEN MIT DEM _ ANALOGRECHNER Zusammenfassung: Ausgehend von dem in /1/ entwickelten Flußdiagramm zur auto- matischen Suche eines Parabelminimums, ‚wird zur Lösung des Problems mit Tischrechnern eine Möglichkeit des Entwurfs des. digitalen Schaltwerks am Digitalzusatz DEX 102 (baw, DEX 100) angegeben. . Zur Minimisierung des Logikaufwands wird die grafische Verein- fachung im Karnaugh- -Veitch Diagramm ‚benutzt. /ı/ P. WIESENTHAL | „Die Lösung von Optimierungsaufgaben n mit dem hybriden Gleichspannungsanalogrechner ” : AEG- Telefunken ‚ Sonderdruck AH 570. © | "elektronische datenverarbeitung" | Heft 1, Jahrgang 8 (1966) & Seite 16 - 23 . - . ReSoUzV=0 2 .. . 7 . ; ausentaste - . Co Pate Sy X32 Xo eee Q: = Q(x,) \ 5 =x “dx Der erste normale eX Jterationstakt nein Us} xix + dx 3. Ein Beispiel . 2 ja N nein j Ein einfaches Beispiel möge das Zusammenspiel von Analog- — und Digitalteil bei der automatischen Optimierung eines ein- Vel Rel) are , Xi= X44 X parametrigen Objektes erläutern. : . ja nein - 3.1 Beschreibung des Optimierungsverfahrens nn (6: 12} : u u Mis xe AX Die Objektfunktion ist eine Parabel i, 2 a, ReU=V=0 5=1 09 = „ax * bx 0) ac>0 un Axı=S, ais xx Bild 8 H@sixt-180 , ' Flußdiagramm des Optimierungsverfahrens Es gilt, das Maximum der Parabel zu finden, Die Aufgabe wird durch iteratives Rechnen gelöst, Während des normalen Taktes wird x um den Betrag A x verändert. Im komplemen- üren Takt wird das neu errechnete Q(x +4 x) bzw. Q(x-Ax)- mit dem einen Iterationszyklus früher berechneten Wert Q(x) ex _ Ax durch einen Komparator -Verstärker verglichen (siehe Bild 11), Die Boolesche Variable am Ausgang des Komparator -Verstär- kers sei mit B bezeichnet, B ist gleich 1, wenn Q(x + Ax) größer ist als Q(x) und gleich 0 sonst, Im Falle B= 1 hat sich also das Objekt verbessert, . Es kann aber auch sein, daß xq auf der anderen Seite des Maximums der Parabel liegt, Dann muß xo nicht erniedrigt, sondern erhöht werden und: es wird nach der ersten Operation 2B gleich Null sein, weil Q(xg - 4x) kleiner ist als Q(X) C): ; In diesem Falle wird die erste Operation wieder rückgängig gemacht und anschließend x laufend um Ax erhöht, bis schließlich Q(x + A x) kleiner ist als Q(x), und das Maxi- j ; ; Bu a * mum der Parabel überschritten ist, Nachdem die!letzte Ande- Anhand des Flußdiagrammes (Bild 8) läßt sich verfolgen, nach ‘rung wieder aufgehoben ist, hat man offenbar einen Zustand welchen Regeln x verändert wird, Fur die Variation stehen erreicht, in dem das Objekt nicht mehr durch Variation von x zwei feste Schrittweiten S. und $ = > zur Verfügung, Zu mit der großen Schrittweite $1 verbessert werden kann, Im . ı . Flußdiagramm ist nun der Konnektor @) erreicht und es gilt Beginn des Optimierungsprozesses steht der Rechner in Stellung : Pause und x hat den Wert x=x,. Nach dem Start derRech- | 1x - ul x 5, %) = x-Wert des Maximums), nung wird x zunächst um den Betrag Ax= 5 erniedrigt, Dies. wird durch den Ausdruck ... Bild 9 zeigt noch einmal den bisherigen Verlauf der Optimie- xix -dx ; _— . "rung für die’beiden Fälle X, %y und x,>x 0 a ... Anschließend wird nun das Verfahren mit der Kleineren Schritt+ - ; os _weite So wiederholt, Wenn der Konnektor @ im Flußdia - im Flußdiagramm angedeutet, Das Zejchen := ist zu lesen als: . "ersetze durch”, Falls diese erste Änderung bereits erfol reich gramm auf dlese Weise zum zweiten Mal erreicht wird, ist ; : ang 8 das Maximum der Parabel bis auf den Fehler. war (B= 1) wird x auch weiterhin um ‘A x erniedrigt, bis Fu schließlich B gleich 0 wird, d.h, bis das Maximum der Para. € =ix- x Ar) 5, ng bel überschritten ist, Dann muß der letzte Schritt ruckgängig we eS gemacht werden, d A x ist.um den Betrag 4 x zu erhöhen, _ gefunden und der Optinierungsprozes beendet, . . N Zunachst werden, ausgehend vom Flußdiagramm, alle vorkommenden . Zustände des Digitalschaltwerks numeriert (Bild 1). Die Übergänge zwischen den einzelnen Zuständen werden in Abhängigkeit von der Steuergröße Bin einem Übergangsdiagramm dargestellt, dem man dann auch die Ausgangssignale des Schaltwerks, nämlich Steuerung des Vorzeichens und der Schrittweise der Parameteränderung, söwie die Haltsteuerung entnehmen kann (Bild 2). Aus dem Übergangsdiagramm gewinnt man die Übergangsgleichungen für die Flip-Flops am besten durch Gegenüberstellung der Zustände vor und nach dem Eintreffen des Takts in Form einer Tabelle (Bild 3). Darin bedeuten "x" beliebige Zustände 1 oder 0 einer Variablen. Von den 2” = 32 möglichen Zustanden,. die die Variablen B, R,S,U,V beschreiben können, werden hier nur 20 ausgenutzt; die restlichen 12 (am unteren Ende der Tabelle) sind redundant und können zur Vereinfachung des Auf- baus der Logik herangezogen werden. Um das Schaltwerk mit den Flip-Flops des DEX 102 (DEX 100) zu reali- „zieren, wird deren Übergangsverhalten untersucht: R S 0 0 x . X = Zustand nach dem Takt 1: 0 0. i R = Stat. Steuereingang für o | 4 ı = | Rücksetzen 1. 1 x S = Stat. Steuereingang für Setzen | Dies kann durch die Gleichung X =S*+ X+R-X (1) ebenfalls beschrieben werden. Bei der Vereinfachung der Uber- . gangsgleichungen wird man also den Ausdruck für X als disjunktive Verknüpfung von 2 Konjunktionen in Form der Gleichung (2) xX =k et, (x) a x, 1) +X ef, (X: Ko XL) 9 f, 9 = Boole! sche Funktionen darzustellen versuchen. ‘Durch Koeffizientenvergleich mit Gleichung (1) erhält man dann sofort die an die Steuergänge R und S zu schaltenden logischen Verknüpfungen der Variablen | % RR x y .®& Ry =f) &p Xp TX) (4) Die Vereinfachung der Boole! schen Funktionen f und f, soll auf grafi- schem Wege im Karnaugh-Veitch (KV)-Diagramm erfolgen. Dazu wird _ Tür jede Variable ein KV-Diagramm. gezeichnet. Es wird dann überall dort eine logische 1 eingetragen, wo die Variable lt. Tabelle nach dem Takt den Wert 1 annehmen soll. Die grafische Vereinfachung wird so durchgeführt, daß eine Gleichung von der Form der Gleichung (2) ent- steht. u 7 re = Zur Vereinfachung des Bintragens in. das Diagramm wird das 32er-Feld für die 5 Variablen B, R, Ss, U, Vv in zwei 16er-Felder aufgeteilt, dessen oberes durch B bestimmt wird, das untere durch B. Den übrigen 4 Variablen R, S, U, V werden (in der Tabelle) in dieser Reihenfolge Gewichte 8, 4, 2, 1 zugeordnet, so daß jeder Zustand durch eine Dezimalzahl 0.... 15 bezeichnet undin die Felder des KV-Diagramms eingetragen werden kann. Für alle KV-Diagramme gilt, daß in die Felder mit den. Nummern (7), (9), (13), (11), (14) und (15) das Zeichen X (beliebiger Wert i oder 0) eingetragen werden kann, entsprechend den 12 redundanten Zuständen. Für die Variable R erhält man somit folgende. Gleichung: R= Be (0) + Be (8) + Bes) + Be A)+Be (12)+B + (12) In runden Klamrnern stehende Zahlen sind die Kurzbezeichnungen der Zustände, das B bzw. B wählt das obere bzw, untere l6er-Feld aus. & 2 timate a gt en er, . Den tibrigen 4 Variablen R, S, U, V werden (in der Tabelle) in dieser Reihenfolge Gewichte 8, 4, 2, 1 zugeordnet, so daß jeder Zustand durch eine Dezimalzahl 0 ... 15 bezeichnet und in die Felder des KV-Diagramms eingetragen werden kann. Für alle KV-Diagramme gilt, daßin die Felder mit den Nummern (7), (9), (13), (11), (14) und (15) das Zeichen X (beliebiger Wert i oder 0) eingetragen werden kann, entsprechend den 12 redundanten - Zuständen. _ Für die Variable R erhält man somit folgende Gleichung: R = B« ()+B®e (8) + Be(s) + Be (4) +B (12) + B«* (12). In runden Klammern stehende Zahlen sind die Kurzbezeichnungen der Zustände, das B bzw. B wählt das obere bzw. untere 16er-Feld aus. % SO YY + | 2 7 o a rn : u RÄT ¥) ee) Daraus folgt für die Steuereingänge R und S des Flip-Flop R nach Gleichung (3) und (4): EEE ans | gh = (3) +(10)+ + (4) + (12) + (6) + (5) ek |: . Amn un W Hos I a. n oO 4 = B-(0) + B-(1) + Bo(8) + Bo(12) + Be(4) + B-(5) x x XX RU DXDXDX Vi = (2) + (1) + (6) + (5) ER). SED SL mer nx oe SI ' vie vile u) + v (a) SR: U Ry = U Die Ansteuerung des Vorzeichens der Parameteränderung (AX = 1 bedeute: positives Vorzeichen) muß, wie in der Beschreibung der ‚Aufgabe bereits erwähnt, durch die Funktion © ere ae realisiert werden. Die kleinere. Schrittweite S wird direkt vom Flip-Flop S gesteuert. 2 Aus dem Übergangsdiagramm ist zu ‚entnehmen, daß ein Signal STOP (für Halt) zu erzeugen ist, wenn der letzte Optimierungs- schritt mit kleiner Schrittweite. eine Verschlechterung des Kriteriums B gebracht hatte und deshalb dieser letzte Schritt zurück gesetzt wur- de. Mit STOP wird deshalb ein Flip-Flop H gesetzt, das mit seinem Ausgang H direkt die Haltsteuerbuchse ''Ha" des Rechners aktivieren kann. STOP = RSs-U.V oRsmv Ho = (12) + (5) RR. Rays JOC KX H = RS Ve Es genügt, den Setzeingang des H- FF zu 1 beschalten, da die Rück- setzung automati sch erfolgt. “4. ere Um einen Überblick über die Steuersignale für die einzeln gesteuerten Speicher des Analogprogrammteils zur Berechnung des Kriteriums B zu gewinnen, sind in (Bild 4 ) die zeitlichen Vorgänge bei den einzelnen Speichern kurz aufgeführt. Es ergibt sich daraus, daß am Ende der Rechenzeit an den Speichern die gewünschten Vergleichswerte anstehen | und damit das Kriterium B als Steuergröße für das Schaltwerk gewonnen wird. Demzufolge muß zu diesem Zeitpunkt das Schaltwerk getaktet werden. Soll der Optimierungsvorgang selbsttätig ständig von neuem beginnen, muß folgende. Steuerung des Rechners vorbereitet werden: 1. Das Signal H wird mit einem Zeitglied Z 1 verzögert. Das verzögerte und invertierte H-Signal wird zur Aktivierung des Zustandes "Pause" über die Buchse "Pa'' am Rechner ver- wendet. 2. Nach nochmaliger Verzögerung mit einem Zeitglied Z 2 bewirkt das H-Signal, an die Buchse "Lé6" des. DEX 102 gelegt, das Löschen sämtlicher Flip-Flops. Damit werden Halt-und Pausen- zustand aufgehoben, so daß der Optimierungsprozeß von neuem. beginnt. Z 1 bestimmt die Haltephase, Z2 die Pausenzeit, während der alle Speicher den ersten Anfangswert + Xo bzw Qt Xo) auf- nehmen können, Dazu werden die R-Buchsen der normalen Speicher mit dem Ausgang Z1 verbunden (s. Analogprogramm). Disjunktive Verknüpfungen von Z 2 und Zimit dem Signal "PT" (Pausentaste gedrückt) erlauben die Normierung der Flip-Flops und die Anfangswertaufnahme bei gedrückter Pausentaste. Die Schaltungen für Analog- und Digitalprogrammteil zeigen (Bild 5) und Bild 6). RR : Ber ” = DEFINITION DER ZUSTANDE 1: Bild Nr. ri N 10 11 12 UBERGANGSGLEICHUNGEN FUR DIE FLIP-FLOPS Bild 3: an Ry ~~ „ 35 3 lal = So N 5 = un nn Se a a CGe tes S gL NPM ornntyroaaomanan 5% Se Ne rm riod 3 So % EN .2> EI Ey + u S > OCmrnmmooeoooo oor AS KM MK - [a] . j e > HOOHSCOCOHOCOOHHOO ae MMM Tan] . . ~ i Q un ooooHooo HH HH rim re Ps Pd bt bd Bi fy f+ 7 ; a oeoooo HH HOH HHOOGO SO me OM. + . Be men 2 a > SoOHrHHmooooooooon. HHrHmon gr OHMoo"HoOo0o"H0o000H0o00©0 HOH Ons) Si: ord a . Ss n Sooooooo0o0O HH Hr nH eG AOOn nA Ss O° , “ ant S°7OCDC OHHH OHH OOOO SH Hrn 2 S im SKK HoXmmoKHmmHooNno od eal bd bd it bd Ot be ‘ Bild 2: ÜBERGANGSDIAGRAMM FÜR FLIP-FLOP-ZUSTÄNDE | , | AWEGRMESICHALE (Schr iitresre & . VET ECI CM EL der Para tate hog BUA Lp EEE LX | Helis Cisloet TER) : ’ u X 4 n N AX Seo Bed. Bo AX x u AMA LOG TEL Rechenzustand Speicher Pausentaste Rechnen Pause Rechnen Pause gedrückt _ SP 4 Anfangswert x wird! folgt den anstehen- | halt den anst ehen- folgt halt aufgenommen den Größen x, und x: den Wert ® X =X ay = —(x 24x) = — (x, +Ax) X= 4x4 24x) , ZAX SP 2 folgt SP 1 halt seinen Wert folgt den anlie- | halt folgt Anfangswert x_ wird ‘| genden Größen aufgenommen; od > ©) OU |.) Te x x (x 3 Ax) (x, +Ax) (x, Saar) SP 3 ninat als Anfangs- |folgt der Eingangs- hält den anliegen-|. folgt hält wert Q (x) auf: größe den Wert 7 wo ye py 3 40 (x) Fates |” amsanı PY amazn | a(x earn) sp 4 [folgt sp 3 hält alten Wert - | folgt der anliegen! hält folgt Q (x) wird aufge- den Größe nommen: a a ee eet eo ~ Q(x) Zax) Pa (x, 44x) g(x 44x) Aal 228%) 4) Am Ende des Zustandes "Rechnen" stehen an den Speichern 3 und 4 die einge- rahmten Werte an, so daß das digitale - Steuerwerk mit dem daraus abgeleiteten Signal B gesteuert werden kann. ‘Die mit (#) bezeichneten Größen geban die analogen Werte aller Speicher am Ende des jeweiligen — Rechenzustandes an. Bild 4: ZEITLICHER ABLAUF DER SPEICHERZUSTÄNDE as Ryd YADA DD My > ‘ a 8 wie SAE wy 4. 19 fy Lo, ZEN al. ; ln wessauzt 7 we Sanat race — san ae - £ HATFGEETULGIE FRITZ ei ET mers ey