Analog Computers

Reference / Paper · 1968

Optimierung eines Regelkreises mit Tischanalogrechner und Digitalzusatz

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A 1968 Telefunken reprint (Sonderdruck) of an article from 'elektronische datenverarbeitung,' pp. 293–297, by H. Kramer. Describes how the Telefunken RAE 360 desktop analog computer, coupled with the DCR 100 digital attachment, is used to optimize a PID control loop by minimizing the quadratic integral criterion ∫e²(t)dt via an automated iterative hill-climbing algorithm. The digital unit systematically varies the three controller parameters (K_P, T_N, T_V), triggers simulation runs on the analog computer, and converges on the optimal parameter set without manual intervention.

Manufacturer
Telefunken
System
Telefunken RAE 360 / DCR 100
Author
H. Kramer
Year
1968
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
6
  • Telefunken RAE 360 / DCR 100
  • Telefunken
  • control-loop optimization
  • PID controller
  • hybrid analog-digital computing
  • hill-climbing optimization

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Optimierung eines Regelkreises mit Tischanalogrechner und Digitalzusatz

Anlagen Sonderdruck Informationstechnik elektronische datenverarbeitung (1968) 6 S. 293-297 H. Kramer Optimierung eines Regelkreises mit Tischanalogrechner und Digitalzusatz ASD 030/0968 Optimierung eines Regelkreises mit Tischanalogrechner und Digitalzusatz Mit 6 Bildern H. Kramer, Konstanz Zusammenfassung: Am Beispiel eines Regelkreises wird gezeigt, wie schon mit einem Tischanalogrechner und angeschlossenem Digitalzusatz die Optimierung einer dynamischen Funktion durchgefiihrt werden kann. Es wird eine Schaltung angegeben, die automatisch das Optimum sucht und dort den Rechner anhält, dem dann die optimalen Werte zu entnehmen sind. Summary: A three-parameters optimization problem of functionalis solved by a table-top analogue computer. The example described is a controlsystem optimization. Successive one-parameter optimizations are usedtofind the opti- mum. An automatic iteration circuit is connected with a digital coupling system. It runs by steps to the optimal para- meters and stops the computing system. The optimal values are stored by integrator accumulators. Die Optimierung eines Regelkreises mit PID-Regler nach einem vorgegebenen Optimierungskriterium Op(xy) (xy: Regelabweichung) ist mit der Aufgabe identisch, das Minimum einer Hyperfläche zu finden, die durch die Funktion Op(xy) = Op (VR, Ky, Tp) festgelegt ist. Die Koordinaten des vierdimensionalen Raumes, in dem sich diese Fläche aufspannt, sind die Regelparameter Vp, Ky und Tp sowie die Funktion Op(xyw). Wenn die Nachbildung der Regelstrecke nicht zu aufwendig ist, kann eine solche Aufgabe schon mit einem kleinen Analogrechner durchgefiihrt werden, den man mit einem Zusatzgerät mit digitalen Elementen koppeln kann. Für das nachfolgende Beispiel genügt bereits ein Analog - rechner mit 19 Rechenverstärkern, von denen 8 als Analog- speicher verwendet werden. Eine derartige Anordnung ist als die einfachste Form eines hybriden Analogrechners zu bezeichnen. Aufgabe Für eine Regelstrecke, die aus drei Verzögerungs- gliedern VM = 10 T,= Is Wea 5 T, = 0,5s V3=1 T, = 0,1s besteht, sind die optimalen Werte Vp, Ky und Tp eines PID-Reglers 1 Axy (y: Stellgröße) zu ermitteln, die im Bereich Vp < 1, Kı< 15°’ und Tp < 0,55 liegen. Die Optimierung soll so erfolgen, daß das Zeitintegral der quadratischen Regelabweichung mög- lichst klein wird, d.h. Op(xw) = Rp: dt Die Integralfunktion Op(x,,) ist aus der Regelabweichung Xy Zu errechnen, die am simulierten Regelkreis bei sprungförmiger Störung entsteht. Es genügt, die Integra- tionsdauer gleich der Einschwingzeit des Regelkreises zu wählen, da dann praktisch kein Beitrag mehr zum Integral geliefert wird. 2 — Min Optimierungsverfahren Aus der Vielzahl der Optimierungsverfahren wurde das nach Gauß-Seidel ausgewählt, weil es mit kleineren Analogrechnern weniger aufwendig zu verwirklichen ist, Bei einem Wert des Kriteriums op", K°’, TS’) beginnend, wird zunächst ein Parameter,z.B. Vp, solange variiert, bis keine Verbesserung der Funktion Op(VR, Kj{°), Tp’) mehr zu erreichen ist, Danach wird der nächste Parameter verändert und das Minimum von Op(vR"', Ky, Tp°!) gesucht. Nachdem auch Tp variiert wurde, beginnt man von neuem mit der Variation von VR: Die drei Parameter werden, zyklisch vertauscht, solange verändert, bis keine Verbesserung von Op mehr zu erreichen ist. Man ist so auf der Hyperfläche in Richtung der drei Parameter V_, Kr und Tp hinabge - gewandert und hat den tiefsten Punkt der Mulde erreicht. Natiirlich findet man nach diesem Verfahren bei kompli- zierteren Optimierungsfunktionen nur das Minimum, auf dessen Hang der angenommene Startpunkt lag. Flußdiagramm Um das Flußdiagramm leichter zu verstehen, verfolgen wir zunächst für einen Parameter den Ablauf einer Teil- optimierung. Der gewählte Parameter wird dabei mit einer konstanten Schrittweite e verändert. Nach jedem Schritt wird der neu ermittelte Wert des Kriteriums Op") mit dem vorher berechneten Opt”?) verglichen. Ist der neue Wert nämlich größer oder gleich dem vorheri- gen, d.h, ist Op")- Op! "> 0 (dieser Fall soll digital durch A = 1 gekennzeichnet werden), so führte die Para- metervariation nicht zu der gewünschten Annäherung an das Optimum. Vom Startpunkt Op"aus (Bild 1) kann der 1. Schritt, der durch den Zustand (OP) bezeichnet ist, demnach den Op-Wert verkleinern (A = 0) (linkes Bild) oder vergrößern (A=1) (rechtes Bild). Für 4= 0 ist das Signum von € günstig, so daß dieser Schritt bereits zu einer Verklei- nerung von Op führt. In nachfolgenden Schritten (Zustand: OP) wird deshalb der Parameter in dieser Richtung so- lange variiert, bis man erstmals A=1 erhält. Jetzt ist das Minimum von Op gerade durchlaufen worden. Der nachfolgende Zustand (ÖP) setzt nun den letzten Schritt wieder zurück, o oa Op 5 Op 5 = c < O < } ON & 4 a. g 7 en £ © XO | 19% OL we 5 on | 80, FO Op SO” ! Op op: OR co : | | | : ae) | ) IB | | | | | | t+ mes | Parameter Parameter et Bild i Teiloptimierung der Funktion Op nach einem Parameter Zustandsfolge: OP, (OP), OP,...OP, OP. Erhält man bereits beim ersten Schritt (O P) ein 4=1, so wurde der Parameter in der falschen Richtung geän- dert. Das Signum von € ist deshalb im folgenden Schritt (© P) zu wechseln, um diesen ungünstigen Schritt wieder rückgängig zu machen, Mit dem richtigen Vorzeichen von € nähert man sich nun in €-Schritten (O P) wie zuvor dem Teiloptimum von Op. Im allgemeinen wird sich der Optimierungsablauf aus vielen solchen Teiloptimierungen zusammensetzen, wie dus dem Flußdiagramm (Bild 2) ersichtlich ist. Anfangswerte setzen "Repet. Rechnen" m Sign.E negat. OP setzen Pr 7 | con) | LOp errechnen (OP) | Sign.€ positiv OP_setzen 0 chnen (OP H-FF l6schen LOperrechnen (OP) _| OP_ setzen ® setzen | 7 PO nn [H-FF lescher| [Op errechnen (OP) \ —-- - -.- - -.. — nein Op errechnen (OP) | nen | Bild 2 Flußdiagramm einer Optimierung nach den 3 Parametern Vr, Ky und Tp. Vor Beginn der Rechnung sind die Anfangswerte im analogen und digitalen Teil der ‘Anlage einzustellen, darunter die Startwerte der Reglerparameter Vp”), Ky und Tp” ! Der Optimierungsablauf wird durch die Opera- tion "Repetierend Rechnen" vom Analogrechner gesteu- ert. Im Analogrechner wird der gewählte Parameter (V) pro Rechenschritt um € verändert, Während der einge- stellten Rechenzeit ermittelt er den jeweiligen Kriteri- umswert Op (im Flußdiagramm als gestrichelte Funk- tionsblöcke erkennbar). Während der Pausenzeit des Analogrechners trifft der Digitalzusatz die programm - gemäße Entscheidung über den nächsten Rechenschritt (ausgezogene Funktionsblöcke). (0) Zunächst berechnet der Analogrechner den Wert des Kriteriums am Startpunkt Op!’ (Zustand: Ö P). Als Variationsparameter wird V = Vp gewählt. Mit nega- tivem € beginnend, erfolgt über die Zustände O P, (eventuell O P), O P, Ö P die besprochene Teiloptimie- rung dieses Parameters, Nach V = Ky folgt in einer Schleife der Optimierungsablauf für Ky und dann in einer zweiten Schleife der für Tp. Die äußerste Schleife im Diagramm sorgt dafür, daß die Variation erneut mit Vp beginnt. Das Ende der Optimierung wird im vorliegenden Fall nicht dadurch festgelegt, daß der Unterschied zweier aufeinanderfolgender Op-Werte unter eine vorgegebene Grenze sinkt. Die festzusetzende Grenze müßte dafür auf die Schrittweite abgestimmt werden, was Informatio- nen über die Hyperfläche voraussetzt. Hier wird das Optimierungsende nur durch die Schrittweite € festgelegt. Das Programm soll anhalten, wenn durch die vorgege- bene Schrittweite keine bessere Annäherung an das Opti- mum mehr möglich ist. Das ist der Fall, wenn alle günstigen Optimierungsschritte (das sind die Zustände OPundOP)A=1 ergeben. Deshalb wird am Anfang der Rechnung und im Optimierungszyklus nach jedem neuen Beginn mit Vp ein Halt-Flipflop (H) gesetzt. Jeder erfolg- reiche Optimierungsschritt setzt dieses H-Flipflop zurück. Findet während eines Zyklus kein erfolgreicher Schritt statt, so steuert der Digitalzusatz den Analogrechner in "Halt". Die optimalen Werte für die drei Parameter sind nun bis auf einen Fehlerabstand e gefunden. Fails gewünscht, kann die Optimierung von hier aus mit einer kleineren Schrittweite neu gestartet werden. Schaltung des analogen und digitalen Teils In den Bildern 3 und 4 ist dargestellt, wie das beschrie- bene Verfahren auf einem Analogrechner mit Digitalzu- satz zu verwirklichen ist. Bild 3 zeigt in Blockdarstellung den simulierten Regel- kreis mit den drei Analogspeichern für die Regelpara- meter. Sie können mit den Schaltern S, und S, nachein- ander um e verändert werden. S, steuert das Vorzeichen von e. Nach jedem Schritt wird das aus xy, errechnete Optimierungskriterium mit dem vorherigen Wert ver- glichen, Die Entscheidung über diese Differenz A erhält der Digitalzusatz. Der Rechentakt T setzt nun die Flip- flops dem Flußdiagramm entsprechend um. Die von den Flipflops angesteuerten Schalter S, bis S, wählen für den nächsten Rechenschritt den gewünschten Parameter und das Vorzeichen von e aus. Schließlich steuert S, den Analogrechner in "Halt". a a ı | | zt Re. timierungs- A | = Ty geistrecke riterium ) Takt” ' r---I1-- -- -- 4 1 1 | 4 4 PID ~Regler I Parameter | Digitaler Teil des Optimisators Zustandsspeicher für O,P, SignumE, Ve K, und Halt. | | | | | | | b Kh | | | | | | | | | Digitalzusatz Bild 3 Blockschaltung des Optimisators Die detaillierte Rechenschaltung des analogen und digi- talen Teils ist in Bild 4 wiedergegeben. Die Regelstrecke mit Verzögerungsgliedern ist durch drei rückgeführte Integrierer nachgebildet. Beim simulierten PID-Regler ist der D-Anteil der Regelstrecke entnommen. Um eine Variation der Reglerparameter Vp, Ky und Tp auf elek- trische Weise zu ermöglichen, werden ihre Werte über Multiplizierer in der Schaltung wirksam. Die momen- tanen Werte liegen hierzu ständig in drei Speicherkreisen vor. In einem Speicherkreis wird der einmal vorgegebene Wert wihrend der Pausenzeit des Analogrechners von einem komplementären Speicher (Sp) übernommen und während der nachfolgenden Rechenzeit gehalten. Am Beginn der Rechenzeit übernimmt ein normaler Speicher (Sp) den Wert und hält ihn während der nächsten Pausen- zeit. Zu diesem fortwährend umlaufenden Wert addiert der komplementäre Speicher während der Repetierpause das angebotene e. Das Zeitintegral der quadratischen Regelabweichung des jeweiligen Rechenschritts Op") wird ebenfalls gespeichert und liegt bis zum Ende des nächsten Rechenschritts am nachfolgenden Integrierer vor. So ist es möglich, die Op-Werte zweier aufeinanderfolgender Rechnungen zu vergleichen und mit einem Komparator die Entscheidung über A=1 oder A=0 zur Steuerung des Digitalzusatzes zu fällen. Für die Benutzer kleinerer Analogrechner sei erwähnt, daß sich die Ausgangsverstärker aller Multiplizierer erübrigen, wenn man das Multipliziernetzwerk unter Berücksichtigung seiner Eingangswertigkeit direkt auf den Summenpunkt des nachfolgenden Verstärkers schaltet und das Vorzeichen eines Eingangs wechselt. Der analoge Schaltungsteil ist so bereits mit 19 Rechenverstärkern zu erfüllen. Im digitalen Teil der Schaltung sind folgende Zustände der Optimierung durch Flipflops festgelegt: 0: } kennzeichnen die Zustinde O P, OP, OP P: und O P im Ablauf einer Teiloptimierung Ss: =1 Signum von e ist positiv \R:=l variiere VR Ky:= 1 variiere Ky bzw.: Tp=Vr° Ky: variiere Tp H: =1 bisher kein erfolgreicher Optimierungsschritt Die Verknüpfung der Flipflops mit "UND"- und "ODER" - Gliedern und ihre Steuerung entsprechend der A-Ent- scheidung des Analogrechners ist aus dem spezifizierten Flußdiagramm in Bild 5 zu entnehmen. In den digitalen Funktionsblocks sind dort die Flipflop-Umsetzungen ein- getragen, die in Bild 2 verbal ausgedrückt sind. Zum Beispiel ist nach dem Zustand (O P) und (A = 0) die Anweisung "H-FF löschen", "O P setzen" zu erfüllen. Dazu sind die Flipflop-Umsetzungen H:=0 und P:=1 auszuführen. Der neue Zustand ist so durch H=P:=0-P:A beschrieben (lies: Setze H:=1 und Bild 4 Analoge und digitale Rechenschaltung P:=1, wenn 0 =1 "UND" P=1 "UND" A = 1). EE 1 ED 1 1 anne eeeese eee eeee tan | Tome Takt a] & (Ft | \— Digitatzusatz Analogrechner Va Ki To. Digitalzusatz O=P=S=V=K =H: =0 I oP | Le J Vpi=1 Vez! Bild 5 Flußdiagramm mit Setzanweisungen für die Flipflops Aus Bild 5 sind für die 6 Flipflops folgende Umsetzan- weisungen zu entnehmen: O: =Ö-P+Öö-Pp O: =0-P-A+0-P-a P: =0-P:-A+0-P-A PD: =0-P-A S: =0.P’a+0-P-A §: =Ö-P+0-P.A Vai = O-P-Vp- Ry Wri = O-P-Vp Kr: =0-B vn Kı:-O Bm _ H: =0-P-W-Kı HB: =O'P-a+O:P'a Ohne auf allgemeine Rechenregeln einzugehen, lassen sich einige der Anweisungen leicht vereinfachen. 2.B. P: = O-B-(A+A)=0-P=0 So erhält man schließlich die Anweisungstabelle 0: =O Ö: =0-A P: =O P: =0'P-A S: =O°'aA 8: =0:P+O'P-A VR: = O-P- Vp: Ky VR: =O'P-Vp Kj: =Ö:5-W Ky: =O°P- Ky H: =O°R-Vp- Ky H: =O-A nach der der digitale Teil des Optimisators aufgebaut ist. Das oberste "UND" -Glied der Schaltung realisiert z.B. die Anweisung O: =0-A. Die Anweisungen für die DA-Schalter S, bis S, ergeben sich ohne weiteres aus den Zuordnungen in Bild 4, wenn berücksichtigt wird, daß sich die Schaltkontakte des be- nutzten Geräts für S,= 1 in Ruhestellung befinden. Die Optimierung ist schließlich beendet, und S,steuert den Analogrechner in "Halt", wenn während eines Optimie- rungszyklus das H-Flipflop nicht-zyrtickgesetzt wurde. : Somit ist: "Halt" = §,: = O-P Vp Ky-H. ® Es ist möglich, daß die Hyperfläche in dem vorgegebenen Bereich der Parameter keine Mulde hat, sondern nach einer Seite offen ist. In diesem Fall ist die Variation eines Parameters zu beschränken. In vorliegendem Beispiel ist deshalb Tp bei Th max = 0,5 zu begrenzen. Wird Tp max überschritten, so erhält der digitale Teil diese Information über einen Komparator. Wie in Bild 4 punktiert eingefügt, wirkt die Überschreitung wie A=1 im digitalen Teil des Optimisators. Der letzte Schritt wird zurückgesetzt und die Optimierung mit dem nächsten Parameter fortgeführt. Durchführung der Optimierung Geeignete Anfangswerte für Vg, Ky und Tp (z.B. Vp = 0,2, Kyj= 0,2 s"', Ty= 0,2 s), welche natürlich im stabilen Bereich des Regelkreises liegen müssen, werden in die Speicher übertragen. Alle Flipflops sind auf Null zu stellen. Am Potentiometer (z) wird die Höhe der Störung so eingestellt, daß x,, und der Wert des Kriteriums im " Spannungsbereich des Analogrechners liegen. Für die gegebenen Anfangswerte erhält man mit z= 0,3 eine aus- reichende Aussteuerung. Dieser Wert kann in der Nähe des Optimums bis ca. 0,6 erhöht werden. Man überzeugt sich leicht, daß bei Integrationsgeschwin- digkeitskonstanten von 10 s’! bereits eine Rechenzeit von ca. 3 s genügt, um den Op-Wert zu errechnen. Sind auf dem zur Verfügung stehenden Rechner größere Geschwin- digkeitskonstanten wählbar, so ist die Rechenzeit im gleichen Verhältnis zu kürzen. Dem Takt (T) für den digitalen Teil ist insofern Beach- tung zu schenken, als die Umsetzung der Flipflops während der Haltezeit der Integrierer und Speicher erfolgen muß. Bei Rechnern,. die durch mechanische Relais gesteuert werden, kann es vorkommen, daß ein am Ende der Rechenzeit entnommenes Taktsignal die Flipflops, und somit die Schalter S, schneller umsetzt als die Steuerschalter der Integrierer und Speicher. So können Fehlschaltungen eintreten, die dafür sorgen, daß das gesuchte Optimum nie ganz erreicht wird. Der Rech- ner hält nicht an. Durch geeignetes Verzögern des Takt- impulses im Digitalzusatz mit einem Zeitglied ist der richtige Zeitpunkt der Umsetzungen einstellbar. Nun kann der Analogrechner durch "Repetierend Rech- nen" gestartet werden. Die Flipflops zeigen den Ablauf der Optimierung an. Ist das Wertetripel nicht mehr zu verbessern, so geht der Rechner selbsttätig in "Halt". Wird danach eine bessere Annäherung an das Optimum gewünscht, so ist Potentiometer (e) entsprechend zu verkleinern. Durch Löschen aller Flipflops startet der Rechner von neuem. Die optimalen Werte für Vr, Ky und Tp im vorgegebenen Bereich liegen schließlich in den drei Speichern vor und können gemessen werden. Das behandelte Optimierungsproblem wurde auf einem Telefunken-Tischanalogrechner RAT 740/741 gerechnet, der zur digitalen Steuerung mit einem Digitalzusatz DEX 100 gekoppelt war (Bild 6). Die Geräte wurden freundlicherweise von der Fachabteilung Analogrechner, AEG-Telefunken Konstanz, zur Verfügung gestellt, wofür sich der Verfasser bedanken möchte. Bild 6 AEG-TELEFUNKEN-Tischanalogrechner RA 741 mit Zweistrahloszillograph OMS 800 und Digitalzusatz DEX 100