Bedienungsanleitung zum Elektronischen Analogrechner RA 463/2
Max Planck - Instituf 5 ae
für Strömungsforschung =) 7? ESCHER rt
BEDIENUNGSANLETTUNG (&, & 2)
"zum Elektronischen Analogrechner RA 463/2
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Te Allgemeine dieiensias
IT.
Der Analdevestmer RA 463/2 ‘ist ein yolislektrentsshes Gerät für repe-
tierende Arbeitsweise. Die Rechenzeiten lassen sich zwischen 0,1 und
112 sec kontinuierlich verändern. Nach Ablauf der Recherizeit wird die
Rechnung automatisch wiederholt. Die Rechenanlage enthält sowohl line-
are ats: auch nichtlinsare Recheneinheiten mit hoher Komponentengenau-
igkeit, die ebenso wie die Zusatzgeräte in Einschubbauweise ausgeführt
sind. Dadurch und durch. die Aufgliederung des Rechners in einzelne Schra
einheiten: ist die Zusammenstellung verschieden großer Geräte möglich.
Die Anlage setzt: sich stets’ aus’ einem Anzeigeschrank und einem oder
mehreren Rechenschränken zusammen.
Die Programmierung des Gerätes erfolgt ebenso zuverlässig wie übersicht-
lich: mit kurzschlußsicheren Steckerschnüren. Programmänderungen können
bei eingeschalteter. Maschine durchgeführt werden, so daß eine sehr
flüssige: und bequeme Handhabung möglich ist. Für die qualitative und
genaue quantitative. Auswertung der Rechenergebnisse steht ein für den
speziellen Anwendungsfall entwickeltes’ Doppelsichtgerät zur Verfügung.
Der Anschluß elektromechanischer Schreiber ist möglich.
Inbetriebnahme:
Im Anzeigeschrank des Analogrechners befindet sich das Schaltfeld, das
die Netzschalter und Netzsicherungen des Rechners enthält. Der linke
Schalter’ und: die linke Sicherung liegen'im Vorheizkreis, der rechte
Schalter schaltet: die Netzspannung für die Anodenspannungen.' Das Sicht-
gerät besitzt einen eigenen Netzschalter, Die Inbetriebnahme des Rech-
ners wird wie folgt. durchgeführt:: Einschalten der Vorheizung mit dem
Schalter "Vorheizen", Nach einer Zeitdauer von mindestens einer Minute
Einschalten der Anodenspannung.: Hierbei leuchten die Übersteuerungs-
lampen der Recheneinheiten auf;: wenn: sie erloschen sind, ist der Rech-
ner betriebsbereit‘, Das: Sichtgerät wird' zuletzt eingeschaltet.’ Ausge-
schaltet wird der Rechner in umgekehrter Reihenfolge: Zuerst das Sicht-
gerät, dann die Anodenspannung und anschließend die Vorheizung abschal-
teny-
poaleichyerseseaices:
Sollen Reehnungen hoher Genavigkeit durchgeführt worden, so erweist
‚es sich ‚als zweckmäßig, die Netzgoräte, das Sioktgerät und die be-
nutzten Reohenginkei ten vorher abzugleichen.
Die Netagerate. pare auf vorgeschriebene Scollepannung; Aa , Shobigee
rat auf vorgeschriebene Ablenkverstärkung und, ‚auf richtige Lage des
unabgelenkten Elektronenstrahls im Raster eingestellt. Alle übrigen
Abgleiche dienen der Nullpunktskorrektur der in den Reohsneinheiten
‚enthaltenen Gleichspannungsverstärker,
Die Abgleicharbeiten werden, nachdem die Anlage etwa eine halbe Stun-
: de &ingelaufen ist, am zweckmäßigsten in folgender Reihenfolge vor-
genommen; '
| 1. Abgleich der Netegertite auf EROARPERENGE
2. Abgleich des Sichtgerätes
3, Abgleich der Recheneinheiten.
av
Der Hauptfunktionsschalter des Rechners am Zeitgeber steht “bei dien
"Abgleicharbeiten in Pausenstellung {Mittelstellung). Alle Rechenein-
heiten, außer den Rechenverstärkern II und dem Sichtgerät, dürfen
während des Abgleichs beschaltet sein.
1. Abgleich der Netzgeräte auf Sollspannung:
Prüfschalter im Schaltfeld in Stellung O, Eapfindlichkeitstaste
des Kontrollinstruments drücken. Die Anzeige muß innerhalb * 2 Teil+
strichen liegen, Bei größerer Abweichung liegt ein Defekt im
z 100-V-Netzgerät vor, An den Buchsen des * '100-V-Netzgerätes
Präzisionsinstrument anschließen und die Spanning. mittels des.
RUE ERHOBEN an der: sia tae ues des: = 100-V-Netzgerätes
auf 100 - Te Oss V einstellen.
Prüfschalte? in Schaltfeld.in Stellung I; Nachstellen des ersten
+ 200 V Netzgerätes mittels des Abgleichpotentiometers an der Frönt-
platte auf kleinsten Anschlag am Kontrollinstrument über dem Prüf-
schalter. Zur Erhöhung der Empfindlichkeit schwarze Taste drücken.
Die weiteren. + 200-V- und - 200-V-Netzgeräte anschließend auf BR
gleiche Weise durch Umschalten des Prüfschalters auf II, III, Se woe
abgleichen.
2. Abgleich des Sichtgerätes:
Zum-Ausgleich geometrischer Fehler der Sichtröhren werden die unab-
gelenkten Elektronenstrahlen auf die Mitte des Meßrasters einge
stellt: Schalter S, und S, auf O0, Schalter 53 und S); auf 1, Bingänge
unbeschaltet. fleaptscts driicken, Helligkeit soweit aufdrehen, dé
Leuchtpunkte gerade sichtbar.. Mittels der Nullpotentiome er Leuch
| . -3 =
N
\
|
Der Abgleich: der 'Ablenkverstärker auf vorgeschrisbene Verstärkung wird
anschließend vorgenommen, Die Zehngang-Potontiometer werden in die
Stellung 10, die Schalter S, und S, abwechselnd nacheinander in die
Stellungen + und - gebracht. Der Leuchtfleck muß jetzt jeweils am obe-
ren bzw, unteren oder rechten bzw. linken Rand des Meßrasters erscheinen,
Abweichungen werden mit den entsprechenden Pabantionenere Vv korrigiert.
Abschließend muß kontrolliert werden, ob re bei S, und 5,
auf O noch in: Skalenmitte steht. Eventuell ist der eisen
‘und der Abgleich auf Skalennitte einige Male abwechselnd vorzunehmen.
Se Abgleieh. der Recheneinheiten:
In: allen Recheneinheiten sind Gleichspannungaverstirker enthalten, deren
Nullpunkte nachstellbar sind.“ Dies: erfolgt, indem mittels eines Null-
potentiometers: die am Ausgang des Verstärkers gemessene Ausgangsspannung
/
auf Minimum abgeglichen' wird.
Zur Messung‘ der’ Ausgangsspannung" steht: die im: Zeitgeber enthaltene
Kompensationsmeßeinrichtung zur Verfügung. Diiese erlaubt es, die Ma-
schieneneinheüt: von’ + oder - 100 V in drei Dekaden’ auf jeden auf der
Tastatur’ gedrückten Wert mit hoher Genauigkeit zu teilen. Zu’ beachten
ist, daß stets:in: jeder Tasitenkolonne eine Taste gedrückt sein muß
(z.B;: 0:05: oder 70:0).
Die Ausgangsspannung der Kovipensator-Tastatur liegt, je nach’ der auf
den. Vorzeichentasten: gedriickten’ Polarität; positiv oder negativ an der
Spannungsbriicke.- Das eingebaute Nullinstrument zeigt den Brückenabgleich
an,. seine Empfindlichkeit’ kann durch Drücken der schwarzen Taste’ erhöht
werdens.
Zum Nullabgleich der Gleichspannungsverstärker tastet man auf der Kom-
| pensationsmeßeinrichtung 0.0 0. ein’und véerbindet den Ausgang:des ab-
zugleichenden Verstärkers mit einer der: Eingangsbuchsen ‘der’ MeBeinrich-
tungs. Die, einzelnen Eingänge werden mit den” danebenliegenden weißen
Tasten angewahlt. Auf’ Besonderheiten,*die* bei’ dem Abgleich einiger Reche
einheiten zu 'beachten"sind, wird inden fölgenden Abschnitten hingewiose
eigener
ay —
a) Rechenverstarker I Vrk 463/2
Funktionsschalter in Stellung) oder/. Einen der Ausgänge mit-der Kom-
‘pensationsmefeinrichtung verbinden. 000 eintasten und Abgleich mit-
tels des Nullpotentiometers an der Frontplatte des Rechenverstérkers -
vornehmen. 1 nee. SE
N nee i
b) Rechenverstiirker II Vrs 63/2. ‚ayuazaa gar end mann De
‚ Rechenverstaérker unbeschaltet. Einen der Ausgänge mit der Kompensations-
meßeinrichtung verbinden. 000 eintasten und Abgleich mittels des
Nullpotentiometers an der Frontplatte des Rechenverstärkers vornehmen.
e') Multiplikator Mkp 463/2
Der in’ MuLYtplaRa tor’ enthaltene Rechenverstärker wird ebenso wie die
Rechenverstärker I und II auf kleinsten: Nullpunktsfehler abdenlichen.
Schalter am Multiplikator in Stellung 0. Einen der Ausgänge mit der Kom-
pensationsmeBeinrichtung verbinden. 000 eintasten und Abgleich mit-
‚tels des’ Nullpotentiometers an'der Frontplatte des Multiplikators vor-
" nehmen,
Die Eichung der’ Quadrierparabeln’in den einzelnen Quadranten erfolgt auf
ur yt
folgende Weiser... . er
= ae ‘Abgleich durch Auf die Ausgangs-
Quadrant: ‚Eichschalterstellung ‚Potentiometer . spannung Um
1 mae ee ZU 3 - + 100 V = 14 %o
= rat Sipe. ae + 100 Vt 1 %o
Tie: III! | III - = 100 V = 1 %o
IV : Iv. RR: 100 V 24:40
Die Messung der: Ausgangsspannung nimmt man am zweckmäßigsten mit der
Kompensationsmeßeinrichtung vor, auf der man 999 eingetastet hat.
}
k
ad) Funktionsgeber‘ Fün '463/2: N
Im Funktionsgeber ‘werden die Anteile der einzelnen Diodenstrecken in «*""
chopperstabilisierten Rechenverstärker summiert. ‘Dieser Verstärker *?""
wie folgt genullt: Alle Schalter S, bis S,, auf Leerstellung (FW
Schalter S,. und S],.auf O0, Schalter Siz auf 1, Einen de
der Kompensationsmeßeinrichtüng verbinden. 0 00 eintast*®
a Fuss!
‘ PETE |
AuUse*
mittels des Nullpotentiometers an der Frontplatte de
nehmen. Schalter'S_, dann’auf 4 und 10 weiterschnlt«”
holen.:. ;
ive Die Rechefidperationen:
Mit den verschiedenen; im Analogreohner RA 463/2 enthaltenen FOBHRBRLNr
heiten lassen sich Tolgende Rechenoperationen durchführen:
4: Multiplikation mit einem konstänten Faktor ©:
2. Vorzeiöhenümkehr
3; Summa tion
Ke Integration
5. Differentiation
6: Multiplikation
7; Division
84 Erzetigung einer beliebigen Funktion f (x)
9; Erzeugung spezieller nichtlineärer Funktionen
(Tote Zone; Begrenzung; Betrag):
1. Multiplikation mit konstantem Faktor:
a) Konstanter Faktor "al! < 1:
Die Multiplikation mit einem Faktor a < 1 erfolgt mit einem Poten-
tiometer aus dem Potentiometerfeld. Die Eingangsgröße U, wird auf
die Eingangsduchse des Potentiometers gegeben, Die Disk ziipene
nung au, = ap wird an einer der beiden parällelen Ausgangsbuchsen
abgenommen“ Die Einstellung des Faktors a wird grob mittels der
Skala am Potentiometer vorgenommen. Das das Teilungsverhiltnis des
Potentiometers von der am Ausgang zugeschalteten Last abhängt, er-
folgt die genaue Einstellung des Faktors a im belasteten Zustand.
Der Schalter am Potentiometerfeld wird zu diesem Zweck in Stellung
+ 1 gebracht. Es liegt jetzt am Potentiometeranfang die Maschinen-
spannung: von + 100 V. An den zweiten Ausgang des Potentiometers
wird: über eine Rechenschnur die Kompensationsmeßeinrichtung ange-
schlossen. Auf der Digitaltastatur wird der gewünschte Faktor a
eingetastet und mittels des eingebauten Nullinstruments das Poten-
tiometer abgeglichen. Zur Erhöhung der Empfindlichkeit des Nullin-
struments schwarzen Knopf drücken. Stellt man nach erfolgten Ab-
gleich: den Potentiometerschalter in die Stellung Eingang zurück,: so
wird die angelegte Eingangsspannung: mit dem eingestellten Faktor a
multipliziert. Am Ausgang steht: die Spannung ur = aly
Achtung: Potentiomterabgriff niemals’ auf eins Era@buchse oder
auf die Ausgangsbuchse eines Verstärkers schalten. Es
besteht die Gefahr, daß das Potentiometer durchbrennt.
Saal ser
pre re
2.
b) Konstanter Faktor a > 1:
Die Multiplikation mit einem konstanten Faktor a > 1 wird mit dem
Rechenverstärker I durchgeführt. Der Schalter am Rechenverstärker z
wird in die Stellung?’gebracht. Es stehen nun als feste Faktoren a
die Bewertungsfaktoren 1, 4 und 10 der einzelnen Eingänge zur Verfü-
gung: Beliebige Zwischenwerte lassen sich durch Vorschalten eines Po-
tentiometers gewinnen; Es’ ist bei der Benutzung der Rechenverstärker au
darauf zu achten, daß sie stets das Vorzeichen der Eingangsspannung
umkehreni Legt man an den Eingang mit dem Bewertungsfaktor a, die
Spannung u; so erscheint am Ausgang U, = + a,U,s
Vorzeichenumkehr:
Beide Typen von Rechenverstärkern kehren stets das Vorzeichen der Ein-
gangsspannung um. Soll der Rechenverstärker I zur reinen Vorzeichenunm-
kehr benutzt werden, so ist ein Eingang mit dem Bewertüngsfaktor 1 mit
der Eingangsgröße zu beaüfschlagen und der Funktionsschälter des Ver-
stärkers in die Stellung),zu bringen.
Summa tion:
Beide Typen von Rechenverstärkern summieren die Eingangsspannungen wenn °
mehrere Eingänge mit Spännüngen beaufschlagt werden. Beim Rechenverstär-
ker I gehen die Bewertungsfaktoren der Eingänge mit ein, Der Verstärker I
bildet also die Summe der mit den Bewertungsfaktoren multiplizierten
Eingangsspannungen. U, = -La, U, . Der Funktionsschalter des BASHRBRSER
stärkers I steht zur Summation in Stellungd%..
Integration:
Die Integration wird mit dem Rechenverstärker I durchgeführt. Der Funk=
tionsschalter steht in Stellung fs :
Die Integrationszeitkonstante beträgt 0,1 sec, so daß bei der Integra-
tion die Bewertungsfaktoren wie 10, 40 und 100 erscheinen. Wird eine
Integrationszeitkonstante von 1 sec benötigt, so kann zwischen ‘aie
den 47
Buchse G und eine Ausgangsbuchse ein Kondensator’ von 1 uF geschaltet
werden. Der Funktionsschalter muß jetzt in Stellung V stehen. Eine An-
zahl geeigneter 1 „F-Kondensatoren ist im Potentiometerfeld enthalten.
56
- 7+
Sind mehrere Eingänge beschaltet, so bildet der Verstärker das Inte-
gral über die Summe der mit den Berrertungsfaktoren multiplizierten
Ä ef, | UL = ~4/ Eau, at.
Ein Anfangswort kann auf die-Buchse A gegeben werden. Als Spannungs-
quelle fiir einen Anfangswert dient ein Potentiometer des Potentioneter-
feldes, dessen Schalter Je nach gewünschter Polarität in den Stellungen
+ 1 oder = 4 steht, Die genaue Einstellung des Anfangswertes erfolgt
mit der Kompensationsmeßeinrichtung in belasteten Zustand wie unter 1),
Differentiation:
Die Differentiation ist prinzipiell mit dem Rechenverstärker I möglich,
doch wird sie. nach Möglichkeit durch die Integration umgangen, da sie
dem Wesen eines elektronischen Verstärkers widerspricht, Zum Zwecke
der Differentiation müßte die Verstärkung des Gleichstromverstärkers mit
zunehmender Frequenz größer werden, Dies ist jedoch in der Praxis nicht
realisierbar, Die Differentiation mit dem Rechenverstärker ist aus die-
sem Grunde nur näherungsweise durchführbar,
Es ist von Fall zu Fall zu entscheiden, ob eine Differentiation möglich
ist. Voraussetzung ist, daß das Eingangssignal. keine hohe Frequenz be-
inhaltet. Prinzipiell wird die Differentiation folgendermaßen durchge-
führt:
Der Funktionsschalter wird. in Stellung& oder V gebracht. Im ersten Fall
wird der eingebaute Gegenkopplungswiderstand von 1 MQ: benutzt, Die Ein-
gangsspannung wird über einen Kondensator, ‘der die der gewünschten Zeit-
konstante entsprechende Größe hat, auf den Eingang gegeben,
Soll ein beliebiger Gegenkopplungswiderstand Verwendung finden, so ist
der Funktionsschalter in die Stellung V zu bringen. Der Widerstand wird
zwischen G und einen Ausgang geschaltet, die Eingangsspannung über den
Kondensator auf @ gegeben...
Der Multiplikator dient zur Multiplikation zweier Funktionen x = x(t)
und y = y(t). Die Multiplikation erfolgt nach dem Zwei-Parabelverfahren.
‘Die beiden Variablen x una y müssen mit zweierlei Vorzeichen eingespeist
werden, Stehen: die Variablen in der Rechenschaltung nicht mit beiden:
Vorzeichen zur Verfügung, so sind zum Betrieb des Multiplikators zu<
- 8 wo"
i nes Mili ene
> Be
sätzlich 2 Umkehrverstärker orförderlioh, Bei der Multiplikation steht
der Funktionsschalter des ‘Multiplikators in Stellung z= xy. Die Aus-
‘gengsepannung ur u UV, wird an ciner der Ausgangsbuchsen z abgenommen.
Division:
Die Division 1384 sich mit dem Kultiplikator unser zuhsltemahme eines
. Die Erzeu
Rechenverstärkers durohführen.
Blockschaltbild für Division, -
\ nn
TR oe
bait
2 :
>
= x2Z
Die Schaltung erzeugt x = 5. zu "beschten ist, daß y nicht Null werden
darf. Zur Vermeidung: einer Instabilität des offonon Verstärkers, in
dessen Rückführung der Multiplikator liegt, muß der Ausgang: über einen
Kondensator von etwa 50 pF mit dem Summenpunkt: (Eingangoo) verbunden
werden.
einer beliebigen Funktion f(x)
Der Funktionsgeber gestattet esi, cine: Beliebige Funktion f(x)! durch
einen Polygonzug zu approximicren. Es. stehen 10 Polygonstrecken zur
Verfügung sowie eine Rotation um. den Nullpunkt und cine Translation:
in der Ordinatenrichtung:. Diese Polygonzüge werden durch Diodenstreokon
dargestellt;: ihre Einsabzpunkte. und. Steigungen lassen sich. mittels
der jeweiligen Zehngang-Potentiometer verändern. Der Typ des Polygan-
zuges wird durch die Stellung der Schalter (entsprechend den Yarb-
markierungen) bestimmt... Die Einstellung einor' Funktion geschi.o,
'zweckmäßigsten in: folgender Weise:
i
An die Eingänge + x:und'- x.des Funktionsgebers: legt: man die zcit=-
proportionalen: Spannungen:+ at und -- at, die man dem Zeitgeber entnimmt
bzw.. über einen Umkehrverstärker erzgeugt,. Den: Ausgang des‘ Funktions-:
— 0000,
9.
10%
links einen Bolygönzüg Hash dem anderen ansetzt und ihm durch ver
Einsatzpünktes und der Steigung den gewünschten Verlauf gibt. Zweoks
näßiberweise wird man den. jeweils neuen Knickpunkt in den Nullpunkt ded
Sichtgerätes bringen (vgl. Abschnitt 40), wodurch sich eine hinrei
de Genauigkeit erzielen läßt: Vön der Darstellung ausgeschlössen 5
Funktionen, die mehrdeütig sind;
Die Erzgeügung spezieller Funktionen:
Der spezielle Funktiönsgeber eäthält die folgenden Funktionen:
3 x tote Zone, 5 x Begrenzung, davon 2 x feste Begrenzung auf die a= |
sohisshainleit (100 v) und 2 x ‘icdicigmniie Die 2 ar mit 3 =
ta
tentiometer gu den Abszissen bzw. Ordinatenwerten der Systeme "Beaeenh
zung" bzws "tote Zone" geht aus“der Farbkennzeichnung hervor, Zum Bes
trieb eines der speziellen Funktionssysteme ist stets ein Rechenvers
stärker I nötig, Die Eingangsfunktion gibt man auf die Eingänge 1, a
10 oderce bzw. bei der Betragsfunktion in beiden Polaritäten auf dit
Eingänge + x und + x. Von Ausgang (0a) des Systems geht man auf den
menpunkt (Eingang x) des Rechenverstärkers I, dessen Funktionsschalte
in Stellung } steht. Am Ausgang des Rechenverstärkers liegt dann ais
gewünschte Funktion,
Auswertung der Lösung am Sichtgerät:
5, bzw. Sy, auf die et Werte 1, 2 und 10 einstellbar ist,
Mit den eingebauten Präzisionspotentiömetern läßt sich die Lage dern
a re beliebig een die Richtung der Verschiebung
schiebeapannung kann an den zugeordneten Ausgängen abgenommen und mi
der Kompensationsmeßeinrichtung ausgemessen werden,
11
Soll die horizontale Ableukurg des Eloktronsnstzählses durch eine zoit-
proportionale Spannüng erfolgen, so steht eine solche an den Ausgängen
des Zeitgebers zur Verfügung;
Da das auf den Schirm der Sichtröhren geschriebene Bild gegen den
Schirmrand hin geometrische Verzerrungen aufweist, nimmt man die ge-
naue Auswertung einer. Lösüngskurve am Zweckmäßigsten in folgender Weise
vor:
Der auszümessende Kurvenpunkt wird mit der vertikalen und der horizon-
talen Koordinatenverschlebung in den Mittelpunkt des Meßrasters ge-
bracht, Zur Erhöhung: der Einstellgenauigkeit kann man mittels Sy und
Si, die Verstärkung’ der’ Ablenkverstärker erhöhen. Die ain zugehörigen’
Ausgäng. abnehmbare’ Verschiiebespannung stellt den Ordinaten- bzw. Ab-
.szässenwert des. eingestellten Kurvenpunktes dar uid kann mit der Kom-
pensationsmeßeinrichtuig ausgemessen werden“
Der Zeitigeber::
Der Zeitgeber erzeugt das’ Rechenintervall bei- repétierender Arbeits- —
weise des: Rechners.: Nach’ Ablauf des Rechenintervälls’ werden, vom Zeit-
geber gesteuert‘, alle: Recheneinheiten auf den Anfangswert zurückge-
schaltet‘... Die- Länge des’ Rechenintervalls' wird’ in’ 3’ Dekaden’ eingestellt:
O° =- 0,1: sec: kontinuierlich mit- dem Potentiometer
0,1 1,1! sec’ in' Stufen' von 0,1 see mit’ dem’ Schalter 5,
O' = 10° sec: in’ Stufen von 1 sec mit dem Schalter Se
Mit’ dem Schalter S, läßt-sich die Rechenzeit verzehnfachen,: so daß ins-
gesamt: die Rechenzeit zwischen:0,1 sec und’ 112.se¢" einstellbar ist.
Der Hauptfunktionsschälter S,. hat: 3 Stellungen? In’ der Mittelstellung
(Pausenstellung) wird'nicht' gerechnet. In’ Stellung "R" rechnet die An-
lage. repetierend, .d.-hi-nach jedem Rechenintervall wird auf die Anfangs-
werte zurückgestellt. In’ Stellung "D" rechnet die Anlage fortlaufend.
In den: Stellungen "R" und :"D!" liegt an’ den''3 Ausgängen des’ Zeitgebers
eine zeitproportionale Spannung, :die während des’eingestellten Rechen-
intervalls:voni=- 100: V’auf: +:100 V- ansteigt. "Sie kann ‘als Ablenkspannung
fiir’ die beiden: Sichtröhren benutzt werden.
SE
- 11 -
V. Beispiel!
Als Beispiel sei die Sehaltung für die Diftorentialsteschung
t . een > als
IE, e(x) E + ax = 0
ae dt.
mit dem Anfangswert x (0) = x, aufgeführt. Damit die Reöhengröße eine;
in dem Ihtervall - 1<x<+ 1, das der Maschineneinheit von X 400 V
. entspricht, dimensionslose Größe ist, führt man die neue, auf die Ampli-
tude 1 normierte Funktion
a x.
Xn
ein, Ebenso setzt man 32 - F(x). Ferner führe man die dimensionslose
Variable u
, TE & KS
ein. Dann wird aus der obigen Differentialgleichung
2 f x
= : ¥ (yx,,) at “2 Bi Yo =X
at K m
Diese Differentialgleichung wird durch die folgende Schaltung gelöst:
|
7
F(yx,,)
Sichtgerät BE
VI.
*« Pritt ein Defekt an einem der Einschübe ein, so ist im einzelnen wie
‘schinenzeit ist. Wenn also K so gewählt‘ ist, das = und a kleiner als
-Garantieablésung innerhalb der Röhrenpreise abgedeckt, und alle Schäden, |
‚die Anschrift:
Auf der Maschine wird dabei nachT = X,t* integriert, wopn t* gie Mas
K
4 sind, dann bestimmt nach
Ue et Ket re Ps el
1 IE ER |
der Wert K, an den Integratoren den Zeitmaßstab. K = K, entspricht
einer Lösung in Echtzeit, K>K, einer Dehnung und K < K, einer Zeit-
raffung auf der Maschine;
Reparaturhinweise: “hd
Für den Analogrechner wird eine Garantie von 4 Jahr gegeben, Ausge-
nommen Sind Röhren; Hierfür sind die Garantiéanspriiche bereits durch
die auf fehlerhafte Bedienung der Anlage zurückzuführen sind. (Siehe
allgemeine Lieferbedingungen für Erzeugnisse und Ibistungen der Eiektro- |
industrie),
folgt zu verfahren:
2
Rechenverstarker I, Rechenverstärker II und Multiplikatoren sind an -
' Telefunken G,m.b.H.
Geschäftsbereich Anlagen Hochfrequenz °
Abt. AH/MS/V4 es
Ulm (Donaw), Elisabethenstraße 3
zur Reparatur einzusenden. Schäden, die an den übrigen Einheiten auf-
treten, sind der nächsten Telefunken-Geschäftsstelle‘ mitzuteilen, die
geeignete Maßnahmen zu ihrer Beseitigung: einleiten wird.