Manual / Guide · 1971
Aufbau und Inhaltsbeschreibung des Analogrechners Typ 38500
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An 8-page German-language technical description (December 1971) of the construction and board-by-board content of the PEK Electronic Analog Computer Type 38500. Covers the ten plug-in computing boards including potentiometers (38500), two summing amplifier boards (38501/38504), integrators (38503), two multiplier boards (38505/38507), the programming patch field (38506), measured-value display (38508), operating and control board (38509), and the dual power supply unit (36013/A3). The system operates at ±15 V; boards use DIN A3 Eurocard format and fit into a fold-out demonstration housing.
- Manufacturer
- PEK
- System
- PEK Analogrechner Typ 38500
- Year
- 1971
- Type
- Manual / Guide
- Language
- German
- Learning track
- machine reference
- Pages
- 8
- PEK Analogrechner Typ 38500
- PEK
- analog computer
- system architecture
- computing boards
- operator reference
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Aufbau und Inhaltsbeschreibung des Analogrechners Typ 38500
P(E)K ELECTRONIC
Aufbau und Inbetriebnahme des Analogrechners Typ 38500
Die Platten im Format DIN A 3 sind in zwei Schränken aufbewahrt,
die mit dem aufklappbaren Gestell auch zum Aufbau für die Demon-
stration dienen können. Die beiden Demonstrationsschränke sind
nicht gleich und mit "links" und "rechts" gekennzeichnet.
Typ 34211 Aufbewahrungs- und Demonstrations-
schrank für Analogrechner,
Steckdose links = linke Hälfte
Typ 34212 Aufbewahrungs- und Demonstrations-
schrank für Analogrechner,
Steckdose rechts = rechte Hälfte
In dem rechten Gestell sind die eigentlichen "Rechenplatten"
38501 bis 38508 angeordnet.
In dem Linken Gestell befinden sich die Platte für Bedienung
und Steuerung 38509, die Stromversorgung 36013/A3.
Ferner werden im linken Gestell untergebracht der X-Y Schreiber
und falls vorhanden ein Datensichtgerät Typ ........06. .
Der Aufbau des Analogrechners ist im nachstehenden Bild dar-
gestellt.
Daten - fo =
Sichtgerat |xY-Schreiber] | 38501 [38503[38505 [38507
39015 | 39016136013 | 38509 38502 [38504 138506138508
OIO oIO
34211 (links) 34211 (rechts)
Aufbau des Analogrechners
Es empfiehlt sich zur einfachen Handhabung während der Demon-
strationen und Übungen die beiden Aufbewahrungsplatten 39015
und 39016 in den noch freien Feldern des linken Gestells un-
terzubringen.
Dezember 1971 L 1356 = S.1
Die Verkabelung wird folgendermaBen vorgenommen:
Kabel Typ 6938 verbindet Platte 38509 mit Platte 38502
Kabel Typ 6939 verbindet Platte 38502 mit Platte 38501
Kabel Typ 6940 verbindet Platte 38501 mit Platte 38504
Kabel Typ 6941 verbindet Platte 38504 mit Platte 38506
Das Netzteil Typ 36013/A3 ist auf X 15 V zu stellen und
mittels 3 Verbindungssteckern Typ 39101 an Platte 38509
anzuschließen.
Außerdem sind auch alle anderen Platten mit den Verbindungs-
steckern Typ 39101 untereinander zu verbinden. Weitere Ver-
bindungen sind nicht erforderlich. (Die Speisespannungen
werden in den oben angeführten Kabeln von einem Schrank zum
anderen geführt, ebenso von der unteren Reihe zur oberen.)
Zum Rechnen müssen die Integrierer mit Kondensatoren bestückt
werden. Die Größe der Kondensatoren richtet sich nach der ge-
wünschten Rechengeschwindigkeit und wird jeweils in der Auf-
gabe angegeben.
Zum Programmieren einer Aufgabe sind alle Verbindungen auf
dem Programmierfeld zu stecken, an das sämtliche in Frage
kommenden Ein- und Ausgänge der Rechenelemente geführt sind.
Zur Anzeige dienen der Analog-Spannungsmesser auf Platte 38508,
der Digital-Spannungsmesser auf Platte 39508, der über die
Platte 38509 "Bedienung und Steuerung" anschließbare X-Y Schrei-
ber oder ein Datensichtgerät (hochwertiger Oszillograph, mit
zwei Strahlen und je einem X-Verstärker und Y-Verstärker, alle
4 Verstärker mit invertierbarem Eingang (A und B)).
Zur Verbindung des Analogrechners mit dem Netz wird das "Schrank-
Anschlußkabel" benutzt, das am linken Schrank angeschlossen wird.
(Sicherheitsvorschriften: Als Meßgerät ist der Analogrechner
bzw. seine Stromversorgung nach VDE 0411 "Sicherheitsvorschrif-
ten für elektronische Meßgeräte" geschaltet. Der Netzkreis hat
die Schutzklasse I. Diese Vorschrift ist mit der internationalen
Empfehlung der IEC harmonisiert.)
Dezember 1971 L 1356 -— 5,2
P(E)K ELECTRONIC
Erläuterungen zu den im Analgorechner verwendeten Platten
Der Analogrechner Typ PEK 38500 besteht aus 10 Arbeitsplatten
einschließlich Netzteil, im Format DIN A 3.
38501 Potentiometer
Auf der Platte sind 15 Potentiometer angeordnet, die verschieden
geschaltet sind.
3 Stück für Anfangswerte: Anfang fest an -15 V geschaltet
Ende fest an +15 V geschaltet
Abgriff frei programmierbar
6 Stück als Teiler geschaltet:
Anfang fest an Masse geschaltet
Ende frei programmierbar
Abgriff frei programmierbar
6 Stück völlig frei programmierbar
apo wpb ooh
tothe poh
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ee
38502 Summierer I
Auf dieser Platte sind 6 Summierer untergebracht. 4 davon sind mit
fester Verstärkung und zwar:
3 Eingänge mit Verstärkung 1
2 Eingänge mit Verstärkung 10
Der Summierungspunkt (siehe A 1351) ist getrennt herausgeführt.
Ferner sind 2 Verstärker vorgesehen, bei denen der Gegenkopplungs-
widerstand von außen gesteckt werden kann. Dadurch kann die Ver-
stärkung verändert werden - je nach Aufgabenstellung.
Dezember 1971 L 1351;:1 = S.1
38504
Summierer II
Diese Platte ist identisch mit der Platte 38502. Sie enthält
ebenfalls 6 Summierer, wobei 4 mit fester Verstärkung und 2
für einen steckbaren Gegenkopplungswiderstand ausgerüstet
sind.
Summierer (38502 und 38504)
kaka Toter
Auf der Summierer-Platte 38504 ist noch eine Baugruppe unter-
gebracht, die man als Z-Sprung bezeichnen kann. Diese Baugruppe
kann an den Ausgang eines Summierers geschaltet werden (vgl.
A 1351).
Dezember 1971
in Ir
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o—F
0711 071
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O—710 O—710
o—1 o—1
011 O1
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Oo—1 o—i1
o—110 o-410
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L 1351.1. - S.2
PÖK BECTRONIC
38503 Integrierer
Es sind 4 Integrierer vorgesehen. Drei Integrierer haben,
wie die Summierer 5 Eingänge und zwar drei für den Faktor
1 und zwei für den Faktor 10. Der Kondensator C ist jeweils
frei wählbar und daher steckbar.
Ein Integrierer ist mit einem fest eingebauten Gegenkopplungs-
kondensator versehen und hat auch nur einen Eingang. Der
Widerstand dieses Eingangs ist stetig veränderbar und er-
laubt so die stetige Variation der Zeitkonstante.
Vor allen Integrierern liegen zwei Schalter, von denen einer
die 5 Eingänge abschaltet, der andere den Eingang an eine
"Anfangsbedingung" zu legen gestattet. Die Schalter sind in
Form von Relais ausgebildet, so daß sie "fernbedient" werden
können. Dargestellt sind die Kontakte im Ruhezustand.
Integrierer
yy I?
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E
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|
i
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|
3
|
|
1
Dezember 1971 L 1351.1 - 5.3
o—— — =
— r o—
38505 Parabel-Multiplizierer
Es sind zwei gleich ausgeführte Parabelmultiplizierer vorge-
sehen. Da man für die Multiplikation auch negative Werte be-
nötigt, sind die entsprechenden Umkehrstufen den Multipli-
zierern vorgeschaltet. Da die Kennlinie (Parabel) des Multi-
plizierers jeweils für jeden Quadranten (abgesehen von der
Polarität) verschieden verlaufen muß, sind für jeden Multipli-
zierer 4 Netzwerke vorgesehen. Am Ausgang liegt dann jeweils
der Operationsverstärker.
Parabel-Multiplizierer
4
HH as] [ee
LE
38506 Programmierfeld
Das Programmierfeld ist austauschbar (mit Griffen versehen) und
kann daher mehrfach zur Vorbereitung von Programmen, sowohl von
mehreren Personen, die den gleichen Rechner benutzen, als auch
für eine Person zur Aufbewahrung gesteckter Programme benutzt
werden. Alle Ein- und Ausgänge der einzelnen Platten sind auf das
Programmierfeld geführt. Die hier verwendeten Buchsen haben einen
Nennwert von 4 mm. Zum Stecken von Programmen werden die "Minia-
turleitungen" Typ 39124 benutzt.
38507 Servo-Multiplizierer
Hier sind elektromechanische Bauelemente verwendet. Der Servo-
Multiplizierer ist auf der Platte in doppelter Ausführung vor-
handen:
Der erste Servomultiplizierer besteht aus Antriebsverstärker
mit Motor. Auf dessen Achse befindet sich das Potentiometer.
Zu dem Potentiometer gehört ein Verstärker, die die zugeführte
Meßspannung in zwei Polungen an das Potentiometer führt, so daß
bei Mittelstellung gesehen, sowohl positive als auch negative
Werte am Abgriff gebildet werden können.
Dezember 1971 L 1351.1: = 5.4
P(E)K ELECTRONIC
Der zweite Servomultiplizierer ist entsprechend aufgebaut.
Auf der vom Motor angetriebenen-Achse befindet sich aber
außerdem ein Sinus-Cosinus-Potentiometer, welchem der Sinus -
und Cosinus der angelegten Referenzspannung entnommen werden.
Servo-Multiplizierer
o> P-{m}
38508 Meßwertanzeige
Um Ausgangswerte statisch anzeigen zu können, ist die Meßwert-
anzeige vorgesehen. Für die unmittelbare analoge Anzeige eines
Wertes ist ein Drehspulinstrument eingebaut. Ferner enthält die
Platte ein Digital-Anzeigeinstrument handelsüblicher Art.
Meßinstrument
38509 Bedienungs- und Steverplatte
Diese Platte erfüllt mehrere Funktionen.
Vor allem dient sie dazu, den Funktionsablauf des programmierten
Rechners zu steuern. Sie erlaubt durch Fernbedienung Schaltvor-
gtinge über die in den einzelnen Platten eingebauten Relais, aber
auch einen automatischen Ablauf mit Wiederholung der Vorgänge zu
steuern. Ferner enthält diese Platte die Referenzspannungsquelle
hoher Genauigkeit mit dem positiven Ausgang, d.h. + 10 V, und dem
negativen Ausgang, d.h. - 10 V. Beide Spannungen bedeuten gleich-
zeitig die Maschinenspannung entsprechend 100 % Rechenwert.
Dezember 1971 L 1351.1 - 5.5
Die andere Funktion der Platte ist die Verbindung zu anderer
periferen Geräten, vor allem zu einem X-Y Schreiber oder
einem Oszillografen bzw. Datensichtgerüt.
36013/A3 Netzanschluß
Hier sind zwei Netzteile untergebracht, die unabhängig von-
einander sind. Jede Spannung ist auf 6 V, 12 V und 15 V ein-
stellbar. Für den Betrieb des Analog-Rechners sind nur Span-
nungen von + 15 V und -15 V erforderlich. Die Netzteile sind
in der Spannung konstant gehalten und kurzschlußsicher.
Dezember 1971 L 1351.1 ~ S.6