Analog Computers

Reference / Paper · 1965

Untersuchungen über den Einfluß der Tanklage und nichtlinearer Dämpfungseffekte auf die Wirkung eines Schlingertanks

Read the PDF (27 pp) ↗ Read the English translation →

Technical report (Bericht Nr. 155) from the Institut für Schiffbau der Universität Hamburg investigating the influence of tank vertical position and nonlinear damping effects on the effectiveness of a Frahm-type passive anti-rolling tank aboard ships. The study develops dimensionless equations of motion coupling ship roll, tank water motion, and lateral (sway) motion, then uses an analog computer to simulate the nonlinear system and study parametric variations affecting roll amplitude reduction. Results show that positioning the tank above the ship's center of gravity improves anti-rolling effectiveness, and that optimal tank parameters depend substantially on ship form and heading angle.

Manufacturer
Institut für Schiffbau der Universität Hamburg
Author
Yoshifumi Takaishi
Year
1965
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
27
  • Institut für Schiffbau der Universität Hamburg
  • ship rolling stabilization
  • anti-rolling tank
  • analog computer simulation
  • nonlinear damping

← Back to the Reference Library

Untersuchungen über den Einfluß der Tanklage und nichtlinearer Dämpfungseffekte auf die Wirkung eines Schlingertanks

155 | August 1965 SCHRIFTENREIHE SCHIFFBAU Yoshifumi Takaishi Untersuchungen über den Einfluß der Tanklage und nichtlinearer Dämpfungseffekte auf die Wirkung eines Schlingertanks INSTITUT FUR SCHIFFBAU DER UNIVERSITÄT Bericht Nr. HAMBURG 155 Untersuchun en über den Einfluß der Tankla e und nichtlinearer Däm fun seffekte auf die Wirkun eines SchI in ertanks von Yoshifumi August ----- -.---.---.- Takaishi 1965 -1Die Rollbewegung de~ Schiffes mit Schlin~ertank Die Bewegungsgleichungen Chadwick and Klotter für die Kopplung des Schiffes mit Schlingertank (1) können mit den zusätzlichen zwischen Roll- und Querbewegung nach Gli&dern ergänzt wer- den (A.1). Diese zusätzlichen Glieder werden ebenso wie die anderen durch hydrodynamische Kräfte verursachten nach Grim Bild ausgedrückt [2] 1 zeigt eine Schlingertanks gen in Bezug (A.2). schematische Zeichnung vom Flahmschen Tank o'berhalbdes Punkt des Schiffes und des Typ. Ht ist negativ, wenn der OriJgirn1llpIIü1le. auf diesen Glieder Q 1lf gebildet Jc,w~J~He Gle iehun- werden. Rollbewegung Bewegung des Tankwassers (1) Querbewegung. wobei " Js = I + I" , , P9'l(B f Bs = -c:;;r- TA. Ks = pg V MG '. MQ = - 1. t- rn. OG- + m 11 h sr f 2 o G Bild 1 "5 2 f92 NQ . AS .h w = -;:rCo) Ms = m+m " BQ P 92 As = -:-:-r w l"r - + -I = m . OG hRr (2) _ 2 " pg 2 = --c:>r (~t2 Gr Die dimensionslosen .. '" , , ~~ hw Formen der z Z". + P-t . Kt . <I' T P-t 4' rz" + _2AR - GleiclJUngen lauten: Z 11 crs ~ + ~t' er + Pt . ~" - e ", q + \"Ij er + (\ Cf>+ At' qs ''J' . cP - 0 jS2" (3) d zq> " Cf' - der! cr-wts ' If s c.J-s. J.' .) bezeichnen Querbewegung eintreten. ~. die .Q- y 8/2 zusätzlichen als Kopplung Glieder, zwischen die bei Hollden beiden und Bewegungen - I.t Die Koeffizienten in den Gleichungen sind durch die hydrodynamischen Koeffizienten des Schiffskörpers und die Eigenschaften des Schlingertanks wie foJgt beschrieben: t es K8 = S = D .. . V ] 5 K'5 = 2 . Cb -L4N . 2' 2 H L {fit A" Ny f . MG To . SD ~ }. J...H . (1" I 1 1. W Z / {( d I:';D + 8 Cb K 1 ~s = At 2ft' TC ..&. . = ks Rtf At (T1+ Ht) I+IH 2 Pt . ,.g ~.J. 9h v - = L~._L~. 2 2 <Pr . ~.M 2( . H ~ .' J . R z] ~~ tt) Tty.+Ht t T l 2 1 m . f[i"I[Ä:l~~ NV 25. D cl ~ ftt.~.[ ~W] { ,~~oc J+ t & VJ;K~ Ks t( wobei · W oe 2 K(a · Rt D A' a:' I ... I" 12 ~ . z .. . . .!. .'"1[ = Ao 2 [ JJ2.][ OCW LB./2 ][ m. 06... m har >s 4>tj = . R -t. ],t . 2 ( 1J.. -t-(m+m') Ks) v"W N Streifenzahl, . OCw Wasserl inie Y]$ K, . N . Cb .[~ 4 H'!) J,,~ [~ 1fCI.r.. 1 . + i[ f[ /i\l) d~ d ~+ f[ ,'f'T1] d~ Kjcx: p' ~ Völligkeitsgrad B J des J Schiffes, Koeffi z ient, H = ~2; o B~, T~ Breite und Tiefgang des Hauptspants bezeichnet. Es wird vorausgesetzt, daß die hydrodynamischen Kräfte, die durch eine Welle an'einem Querscbntttselement des Schiffskörpers erregt werden, identisch sind mit den Kräften, die auf einen 2wei4imensionalen Körper gleibhen Querschnitts in einer querlaufenden Welle gleicber.Wellenscbräge und .' gleicher Kreisfrequenz wirkert wti~denund da~ di~ Streifenmethode fUr die Integration der Kräfte anwendbar ist. 5 - Die auf das Tankwasser bezüglichen Koeffizienten Gleichungen haben folg~nde Bedeutungen: in den ~t ist der statische Stabilitätsverlust wegen der freien Oberfläche des Tankwassers, flt ist die Eigenfrequenz der freien Bewegung des Tankwassers gete1lt durch die Eigenfrequenz des Schiffes, Kt ist der Dämpfungskoeffizient des Tankwassers, der Einfluß der Trägheit des Wassers ~s ist und ~t ist der Einfluß der Lage des Tanks. Während sich die. linearen Bewegungsgleichungen direkt auflösen lass~n, empfiehlt sich für das Studium nichtlinearer Einflüsse (insbesondere nichtlinearer Dämpfung) die Untersuchung auf einem Analogrechner. Auch gibt der Analogrechner ~ in anschaulioher Form den ~influß der Variation von Parametern wieder. In der vorliegenden Arbeit werden die Einflüsse der Koeffizienten der Bewegung des Tankwassers sowie der Einfluß der Tanklage und der Querbewegung mit Hilfe eines Analogrechners untersucht. Bild 2 zeigt das Schaltungsdiagramm des Analogrechners für "die Simulierung der Bewegungsgleichungen, wobei ein nichtlineares Glied eingeschlosseQ ist. -<61- """' ~~0 <CL ~~. , \ - . 7 - - 1. Einfluß der Koetfizientender Zuerst untersucht ten Kt und gleichungen Pt worden fijr die Bewe un .ist der Einfluß folgenden ", /I ~ + Ks\f + \f + $s<t' + At~'" I t " + KtfAt~ +Pt des Tankwassers. . 2 cfI+ $tCf der Koeffizien- vereinfachten Rewegungs- 4>r 2 +Pt 'f. 0 , Die Koeffizienten Ks' At' ~s und spiel in [1J entnommen worden. ~t sind einem Bei- Bild 3a zeigt den Einfluß der Dämpfung des Wassers im Schlingertank und Bild 3b zeigt den Fall, in dem die 2 Dämpfung nicht linear ist, w~bei Kt = 0,6 + a"4' angesetzt ist. . Bild 4 zeigt den Einfluß der Eigenfrequenz des Wassers im Schlingertank, wobei Kt = 0.2 angenommen worden ist und lIit ~ t veränderl ich ist. ~ t Bilder 58 und Sb zeigen den Einfluß der Dämpfung des Wassers, wobei die Effektivität des Tanks, At' verdoppelt worden ist. Bild 5c zeigt den Einfluß der nichtlinearen Dämpfung. ff " t+ t' R- 'J - - .. ----- - --- - - 2. Einfluß lieh der Tankl des Schwer unkts des Schiffes. Es ist bemerkenswert, daß die Koeffizienten~s und ~t kleiner und sogar negativ werden, wenn der Tank höher angeordnet wird, weil diese beiden Koeffizienten von Tt und Ht abhängen und Ht negativ ist, wenn der Tank,oberhalb des Schwerpunktes liegt. Bild 6 zeigt die Hollbewegung' des Schiffes mit so boch angeordnetem Tank,daß ~s und ~t negativ sind. Der Vergleich dieses Bildes mit dem Bild1a läßt uns erkennen, daß die höhere Tanklage wirksamer ist. Schon von Chadwick und . Klotter wird erwähnt, ~ei angewandten daß der Schlingertank Beispielen besonders ginären ,AAst in [1] entsprechen Bewegungsgleichungen (3). Auch Gerritsma Schlingermoment worden ist. [3]. hat gezeigt, größer ist, wenn wirksam negative daß das für von ~ s imaginäre wird. und Dem ~ t ihm gemessene der Tank höher ~st ima- in den Anti- eingerichtet . 8.1. ... I+. .- ) - -- -- - - 3. Einfluß der Kopplung 16 - der Querbewegung. Die Kopplung zwischen der Querbewegung und der Bewegung des Tankwassers ist schon von Chadwick und Klotter behandelt worden. [11. Die Bewegungsgleichungen sind: . (6) Bild 7 zeigt den Einfluß der Kopplung den negativen und der Querbewegung bei daß die Rollbewegung 'in dem kleineren Frequenzbereich kleiner wird und in dem größeren Frequenzbereich größer wird. ~s ~t ' .7 Ir I ,., 18 - - Zunächst untersucht worden ist der Einfluß der Tanklage sowie der dem Tankw8sser bezüglichen nen zweidimensionalen Schiffskörper, Koeffizienten für ei-. dessen Querschnitt eine Lewisform(H = 1.2, ~ = 0.9) ist. Die hydrodynamischen fizienten der Lewisform für die Roll- und Querbewegung ausreichermaßengerechnet vorhanden. ~t ~ommen worden. Die Bewegungsgleichungen net. Bild 8 zeigt die Rollamplitude lage,wobei man günstigsten wäre. der Dämpfung Bild kann, 10 und verschiedene und die Einflüsse Tank- Tankstelle 11 zeigen die Einflüsse am die Einflüsse der Eigenfrequenz der Dämpfu,\g des Schiffs- entsprechend. Der Vergleich der Rechenergebnisse und(Fig.8-11) läßt uns parameter 0.25 ist ange(1) wurden gerech- = daß die oberste 9a, 9b, des Tankwassers, des Tankwassers körpers erkennen für drei Koefsind w~sentlich er~ennen, von der zwischen den daß die optimale Schiffsform abhängt. (Fig.}-7) Wahl der Tank- :~... I; ':': H-H-t+ + - I .. , . - + .+ t., ~, t I:t 100 . . t fq~ . t + Ci + +1+ An -- 'rE t, + f.j- t-+ " t .4 , + .t+~ I0 , 1.. ..-; + .4 .6 ,H ~+ + IM A4 210.297 m..z~ ! !:f , 1 , t t + ,.t f ~tt, t .. ~ -.-..--..- A4 210.297 ~@' - 2~ - Schließlich ist der Einfluß des Kurswinkels des Schjffes gegen die Welle unter8ucht worden. Dazu wurde eine mathematische Schiffsform fizienten als Funktion gewählt, deren hrdrodynamische des Kurswinkels berechnet Koef- worden sind. [4J. Als Koeffizienten der Bewegung des Tankwassers sind in die Berechnung die folgenden Werte eingesetzt worden. ht 0.25 I ~t 1.0 Kt I I 0,5 ~s ~t -0.08 -0.8 Diese Werte haben sich bei vorausgegangenen Rechnungen mit dem Analogrechner als die günstigeren Werte für das Schiff in den querlaufenden Wellen erwiesen. Die Rechnungen sind in diesem Fall mit dem Digitalrechner durchgeführt worden. Die Rechenergebnisse zeigt Bild 12, aus dem eine Vergrößerung der Rollamplitude in einem gewissen Frequenzbereich für schräglaufende Wellen abzulesen ist. Da das Verhältnis der durch die Wellen erregten Querkraft zu dem erregten Moment und ebenso die Phasenverschiebung zwischen Querkraft und Moment von sehr vielen Parametern abhängt und insbesondere von dem Kurswinkel abhängt, kann nicht erwartet werden, daß die Wirkung des passiven Schlingertanks in .allen Fällen gleich gut ist. Es ist durchaus denkbar, daß z.B. die Wirkung bei querlaufenden Wellen gut, bei schräglaufenden Wellen jedoch wesentlich schlechter ist. Ein umfassendes Urteil über die Wirkung des Schlingertanks ist nur mÖllich, wenn sehr umfassende Untersuchungen für die verschiedenen möglichen ßetriebsumstände ausgeführt werden. --------- - 25 - Schrifttum Chadwick, Grim, (31 0.: I.H. and K.Klotter: On the Dynamis rolling Tanks. Schiffstechnik, 2. Band, Febr. 1955. of Anti8.Heft, Die Schwingungen von schwimmenden zweidimensionalen Körpern. USVA-Bericht Nr. 1090, Nr. 1117. van den Boech, J~J. and J.U. Vugts: Some Notes on the Performance of Free Surface Tanks as Passive Anti-rolling Devices. Netherland Shipbuilding Laboratory, Report No.119, 1964. [41 Grim, 0.: und Y. Takaishi: Das Rollmoment in schräglaufender Welle. Institut für Schiffbau der Universität Hamburg, Bericht Nr. 148. f