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Reference / Paper · 1968

Analyse von natürlichem Modellseegang

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A 1968 journal article (Schiffstechnik, Vol. 15, No. 75) by Dipl.-Ing. S. Kastner describing the design and construction of a special electro-mechanical analog analyzer for real-time spectral analysis of natural sea states during ship model stability tests. The instrument uses sine-cosine potentiometers driven by a synchronous motor to compute Fourier coefficients in the 0.25–1.5 Hz range (wavelengths 0.7–25 m), with 40 RC-integrator storage channels (τ = 1200 s, 4-minute integration cycles); the paper compares this approach to analog-computer filter circuits, digital methods, and drum-scanning techniques.

Manufacturer
Schiffstechnik (Hamburg Ship Model Basin / HSVA)
Author
S. Kastner
Year
1968
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
9
  • Schiffstechnik (Hamburg Ship Model Basin / HSVA)
  • sea-state spectrum analysis
  • electro-mechanical analog analyzer
  • Fourier analysis
  • ship model testing

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Analyse von natürlichem Modellseegang

223 | 1968 SCHRIFTENREIHE SCHIFFBAU Dipl.-Ing. S. Kastner Analyse von natürlichem Modellseegang ner vier Kurven entnimmt man flir "PT 50" (D = 65 t) II = 1,3 m für achterliehe Wellen, was sich aus den Redmungen des Verfassers als obere Grenze ergibt. Da dieses Diagramm von Lacey keine Riieksicht auf Fr.Zahl und AustaudlUng nimmt, liest man für ,,11. S. Oenison" mit 9S t nur l,S 111als zulässige Wellenhöhe ab. Dieser Wert liegt nahe der unieren Grenze der h~'redmeten Wdlenhiihe von 1,~~m. In nd1terlidHm ,,11. S. Denisun", stürker als im Wellen ist die zulässige Wdlenhiihe von hedingt durdl die versdliedenen Fr.Zahlen, Verhültnis der AustauchhÖhen gegeniiher "PT 5U" verhessen. Verglidlen mit der Austaucllhijhe des "Oenisc)Il"-Bontes \'on a = I,:~ Ul helindet sidl der Kidpunkt des Buglliigels relativ nahe dem Wasser...piegel (1,2 m), und deshalh ist es vorgekommen,claß d(~r ganze 1IlIgfliigf'l tlUS den Wellt'n hcrallsspf<ln~. ,t.2..1. /tf'sddt'lllliKIlIl/{en Der ehen erwähnte Vorfall ist uatiirlich mit starken senk. rc{'hten Besdlleunigungen, vor allem im vorderen Bootsteil, verknÜpft. Fall ,t der Tahcllt: 2 lehrt, daß mitteJlange Wellen \'On nur 0,;;5 m lIiihe Ilei ,,11. S. Denison" hereits Sdlwer. punktl}esdlleunigung;en von POz :t 0,15 g erzwingen, wozu hei k(jn. "PT 50" JI = 0,3 In geniigt. Wesent!i{'h grÜßere \'I/ellen nen hei ~ler Fahrt gegen 120/125 m lange Wellen bewältigt werden, ,",ohei die Ifejhen J[ = :\,0/3,2 m Ilei heiden Hooten nahezu gl eid I sind. In hczug auf tIie Bcsd11euniguugen wirken sich die Fr-Zahlen 1,1/2,2 Ulngekehrt \vie hezii:.didl dCII Taudls~hwillgungen aus. \Volhe l11.:1nin mittellangen si eilen Wellen die AUi"!tau('hhi.jhen tier Doote ausnulzen, SB \wrdnppelte sich PGz hei ,.PT 50" Analyse (:t 0,30 g) und verdreifa('hte sidl hei "H. S. Denison" (:t 0,45 g, Fall 5). Die von R. Lacey fÜr die Fahrt gegen die See angegebenen Wellenhöhen liegen zwischen den here(hneten Werten der Fälle 1 his 3. Beschleunigungsmessungen Über dem ßugflligel yon PT 50" ergaben in 30--40 In langen und im Mitte12m hohen " Wellcn von ,"'orn maximal :t 0,8 g, wohei kurze Stöße tlurdl leichtes Einsetzen des Boolskörpers nidlt heriieksidlligt wurden. Dieser Betrag ,"'on :t 0,8 g crsdleint hoch, ,",ird jedoch vou Gleit. hooten ähnlicher Fr.Zahl his ZUlU zehufadlen Wert iiherhoten. Die Messungen von "PT 50" hestätigen, daß die Beschleuni. gungen hei der Fahrt ge:;en die St'C im allgemeinen greiner als mit der Sec sind. Wenn man die Unsid.erheit tier Seegangssdlätzung, die Vereinfadlllllgen der Theorie lind die A1IWeidIUngen der Boots. und Flitgelparameler zwischen Theorie und Großausfiihrung in Betracht zieht, kann man die Übereinstimmung zwisdlen herechneten und gemessenen \Verten der Seefähigkcit von Tragtliigell)ooten als hefricdigend. hczeidmen. Weitere Verhesserungen an tier Großausfiihrung lassen sich tlufth StalJilish~rungshilfcn erzielen. Damit erhÜht sieh nadl Laecy, letzte Zeile der Tahelle 2, die zulässige Wellenhöhc je nadl der Wellenrit-htung um '/'3 his 2/3. Das gilt in unserem Falle der symmetrischen Sdn,,'ingungen vor allem flir die am }leckllügel angreifentIe Stampfstahilisicrung, deren ,"orziiglidae Wirkung der Verfasf.;er im Fellflwr 196,1 wiihrend einer Demonstrationsfnhrt mit "lI. S. Denii"!on" in grohl'r St'e vor J\Iiami heohi.u1tten konnte. (~ingegangen von natürlichem am 14. 11. 1966) Modellseegang Dipl..lug. S. Kastner Fiir StabilitätsuntersudlUngen von SchifTen im Seeg.1ng wurde auf Anf(~gung von Hoden der Weg hesclnitten, l\Ioclell,"'ersudte in natiirlidlem Seegang durdlzufiihren l3J his {8J. Dazu ii"!tes notwendig, den Seegang als erregende GrÖße mel\h'dmii"!dl zu crfassen und in geeigneter Weise fiir die wcitere Belw.nttlung darzu.-;tcllen. Es sollen in dief.;cr Arheit die Uherlegungen gehradil werden, die zum Bau eines speziellen Ana. Iysatori"! fiihnen. Weiterhin wird d..ls entwi('keltt~ Ceriit he. schriehen lIlltl ein Beispiel t'ines ErgeJmisses gezeigt. I. Auf/(abe NatürlidleI' S{'egung entsteht an dt~r \Vasseroherfliit'he flure.li Einwirkung von Wind, im ,",esentlidlen ahhängig von der Windgesl'hwirttligkeit w, der Dauer fiel' Wil1c1einwirkung d und ller Länge der Windhahn iiber Wasser F. Er liißt si('h lIIit einer Funktion ~ = ~ (x, y) fiir einen 11t~."timm[en ZeilPunkt hesl'hreiben. Diese Darstellung ergibt skh hei einer räumlichen Fixie. rung des SeegangshilJes zu einem bestimmten festen Zeitpunkt tu, etwa dun'i. eine stereofotogrammetrische Aufni.lhmc. Es sind derartige Seegangsregistrierungen auf See durt'h Serien von J\lomentaufnahmen in zeitlkher Folge filr meereskundlil'he LInd !whiffhauH('he Fonwhungen sdwn durc:hgefiihrt ,",orden [9, 101. Die Auswertung i_"t miihsam und fiir vorliegende Auf. ~i.lhc wenig W'Rigner. Die nahme DarsleJluHI!; t (x, y) entspridlt des Wellenbilde~. Tatsächlich ulso ändert eiuer Momenti.tuf. sich das Bild stän- dig, so daß als weiterer Parameter die Zeit t heriichid1tigt werden muß und damit die allgemeine Form der Seegangs. funktion zu ~ (x, y, I) wird. Am einfadlsten wird nun die l\tcssung tier sog. Seegangsfunktion ~ Üher eIer Zeit an einern festen Punkt (XII' Yo), in der Form ~ (xo' Yo' t) = (t). t FÜr den vorliegenden .r\'todellseegang läßt sidl wegen der im Vergleidl zum maritimen Seegang entl"predlencl geringeren \Vellenliingen und \Vasserliefen gut eine Wellen sonde an einem feststehenden Mast verwenden. Diese MeßmcthoJe am \VeUen. pfahl ist hcsonders gut fiir geringe Wassertiefen his zu etwa 25 In gt~cignet. Bei hisherigen Venw('hell auf dem Großen 1'Ji.jner See wurde an einem Punkt mit etwa )0 In Wasserliefe ge. messen l:~, 11J. Au(h in flnc'hen Kiistenge","i.issern läßt sidl nO(11 eine Pfahlsonde H'rwenclen. Für Seegangsmcssungen auf dem J\.'leerc ist dies wegen der größeren \Vassertiefe nidlt mehr möglidl.Man wendet daher meist Drutk. und Bcsdileunigung..;. messungen auf SchiITen 112J oder Bojen [13, 14J zur Erfassun{!; des Seegangs an. Es sind je(Joch audl hier direkte .l\h~ssungen fh~r Seegangsfunklion ~ (t) mit Hilfe der Sondenmethode denk- lJar, falls man der Sonde ohne Grundheriihrung eine entspre. dlCndc Fixierung gcgeniiher dem Horizonlsy!'tclIl verschaffen kann. Darauf soll jetlodl in diesem Hahmen nicht niihcr eingegangen werden. Durdl die clektris{'he Sundenmei"!sung erhält man nun die Sdlwankungen der Wellenordinulc an einem festen Punkt im Seegehiet 1.1],.;Spannungssehwankung 11\\, (t) f:::!t (t), die iihN Kabel an Land gefÜhrt uud durt aufgezeichnet werden kann. - 15 - Schtffstechnik Bd. 15 - 1968 - Heft 75 Auf See wlirde eine drahtlose Ühertragung üher derlidl werden und damit den Aufwand erhöh eil. Funk edor- Eine soldle Hegistrierung von ~ an einem festen Punk t im Seegehiet iiher der Zeit t, etwa mit einem Sehleifenoszillogruphen, lieferl das ßild eines unregelmäßigen Seegangs, aus dem sidl in dieser Form nur sdlwer allgemeine Aussagen üher die anteiligen Frequenzen, Amplitudem'erteilungen oder (Ien Energieinhah der Wellen maehen lassen. Eine statistisdle Auswertung der Hegistrierung:en kann jedoch kennzeidmende \Vene liefern. Su läßt sich Seegang durdl Tran!-Jformation der Seegangsfunktion ~ (t) im Zeithereieh als Spektralfunktion darstellen. Mit tlem ;;ug. Set~gungsS.:.: (f) im Fre'luenzhereil"h spektrum S.:.: (f) erhÜft man weitgehewie stalistisdlt" InfoflHd.tio)1t'n iiher genügend großes Gehiet. EntspredlCnde der Funktionen sind dann gleidl: E [~(X, Y)) auf die jeweiligen c) die Frequenz maximaler Lei!,itlll1gsdidlte d) den gesamten LeistungsinhalL E [~(x, y)) 11. Mathematische Darstellung Die malhematis(.hen Zusammenhänge seien hier nur kurz angegehen, die strenge Ahleitung und ausfiihrlidle Erklärung ist in ausreidwnde-m Umfang im Sdlrifttum zu finden [15, Ih, 17). Die ohen besdifiehene Seegangsfunktion ~ (x, y, t) in ihrer allgemeinsten Form stellt eiHf'n regellosen Vorgang dar. Ei,wn soldien Vorgang nennt mall einen stodlastisdlen Prozell. Die jeweili{.!;c Aufzeidll1ung aBer \Vene, etwa der ~ (x, y, tu) oder Gesetzmäßigkeit erkender ~ (x,,, Yo' t) läßt keine eintleutige nen. Betr«dltet man jedodl die \\lerte in einem größeren Gehiet (XIII' V]II) oder Zeitraum Tm und hildet irgend wie geartete statistisl"he 1\littelwerte, so gelten diese hei gleidlen iillßeren Bedingungen aueh für ein anderes Gehiet (Xu, Yu) oder einen anderen Zeitraum Tn' Aus dern scheinbar regellosen Vorgang im kleinen Bercidl ist also ein Vorgang mit festen Kennwerten in einern ~roßen Berei{h geworden. Ein sokher Vorgang heißt dann stationär, unil wir setzen hier \'oraus, daß ,Ier Seegang im Mef,!gehiet und im 1\1eßzeitraum ein solcher stationärer stoehastisdler Prozeß i;;t. Das hedeutet fÜr die Zeitfunktion Z (t), daß jede entllidlC Zeitversdliehung 'T nichts dn den st;ltistisdlen Eigensdlaften der Funktion iintlert. So sind z. B. die Erwartungswt'J'te versdlietlener FunktionsahsdlHitte glei('h: E l~ (I») ~ E l~ (I + T»). (I) Der Seegang hesteht nun in dem Gebiet XY aus OrdinatenSchwankungen ~, die zu jedem Zeitpunkt ein anderes Bild ergehen. Wiederum ergehen alle Punkte in der x-y.Ehene versehietlene Funktionen ~i iiher der Zeit t. I\lan wählt nun aus der Gesamtheit der Funktionen ~i (t) eine Funktion aus, die an einem bestimmten PUllkt (x(), Yo) des SeegeJ,ietes gemessen wird. Unter Anwendung des Ergoden-Theorem1'! kann man nun sagen, ,luB eine Funktion ~ (1) die gleiehen ;;tatisti;;('h(~n Infor. lIIutionen iilwr den Seegang liefern kann wie die Funktion nur liht~r einen ~ (x, y), hildet Ulan tlie st1.1tistischen Kenn",erte genligenJ. langen, theuretisch unendlicllen Zeitraum bzw. ein Schiffstechnik Bd. 15 - 1968 - Heft 75 y)] W2 (x, y) dxdy (3) +"<' +"" P [~(x, JJ ~ J E [~ (I) I = lim 1/'1' I' [~ (I)! dl ist. T_",-, -TI:! E p heliel,ige, (4) Erwartungswert w:! 2. Verleilungstlichtefunktinn ah~olut integrable d Funktion von Z W(x,y) dx dy \'1/ Verteilungsfunktion des Prohlems (2) Hierin I,edeutcn: Frt'tttJenzen Es wurde nun eine Anldge cnlwit1;:elt, welche die als elektris('he Spannung anfallende S{~egangsfllnktion ~ (t) sofort am 1\1dlort elektrisch weitcncmrheitet und Jas Spektrum S.: (f) liefert, so daß die Aufzeichnung \'on ~ (t) wie audl eine spätere lIIiihsame Analyse eutfallen kann. Das erleidltert t~ine;;teils die Auswertung, Nhiibt aher inshesondere den Informationswert der J\IeUdaten, Ib ein Urteil iHler das vorhandene Spektrum sofort gefällt \\erden kann. E [~(I)) +'1'/2 und w, (x, y) = Jes Seel4angs. bei- wenn a) die Fn~quenzen im Seegang 11) die Leistungs\'erteilung Erwartungswene ties Wellen feldes t (x,y). Die J\:lessung des Seegangs an nur einem Punkt setzt also Ergodizitlit vorau;;. Das wollen wir hier in Ohereinstimmuug mit iihlidwll ScegangsuntenmdlUngen annehmen. Pr:tktisdl muß man sich mit endlidwn MeDzeiten hegnügen, und ;;elhst diese sind in ihrer Größe sehr hesdlränkt, da sonst wegen Anderungen in der \\'indgc;;dlwindigkeit u;;w. tUe Bedingung stationiiren St'cgangs nit-ht mellr gegehen sein wlirde. Unter <lIso den gcmadllen Vodiegt~n eines Voruussctzungen stdtionären fiir Jen stodltlstisdlen t Seegang, Prozesses in (t), fiir die das Ergoden-Theorem Form der Seeg..wgsfuuktion gelten soll, genügt zur statistisdwu Besdlfcihung vom Standpunkt der mathematisdlen Statistik die sog. AUlokorrelationsfunktion1) : +T/2 \im 1/'1' ~ (I) . ~ (I + T) dl. T_'" -'1'/2 Die AUlOkorrelutionsfunktion IJ('sitzt die zwt.i widltigen fiille für t = 0 und t = <XI: <1>;;(T) J ~ (5) Grenz(6) und \im <1>;;(T) = ~2 ~ E l~ (1)1' (7) T--+'''''' d. h. fiir'T = 0 ergiht sidl tIer quadratisdle MittelwcrI, fiir {---+ CX)er/.!;ihtsich der lineare ]\"litteIWCrlzum Quutlrat. Aus der Autokorrelationsfunktion Theorem von Wit~ner und Chintsdlin spektrum als Fourier.Transformierte, funktion: S" +. ergibt sidl nadl dem das gesud1te l.eistungs. die sog. Leistungstlidlte- lX> 4>.,. (T ) lJ ) . .. ( l e-iUHdt = F fl~. J tl'>.. ' (f) T (a) -~ LJrngekt'hrt gilt: 'I';;(T) ~ F.I (S;:(f)} wo F_l tlie FOlirier.Hiit"ktran;;formienc +~ . .~ ( f ) .I S..' . ei('I'\" df , (aa) darstellt. Dus Leistungsspektrum ist in seinem informatorischen Gehalt der AutokorrelatiOllsfunktion vollkommen gleichwertig. Es ist oft fiir den Ingenieur aher ansdlaulicher und audl fiir die vorliegende Seegung"hetradllung ist diese Di.tr~tellung 1) Verstehen wir unter t(t) die SdtWU1lkung um den linearen Mittelwert, so nennt man diese spe;:ielle AutokorrelaHonsf1Hlktio1) (1) die AutokovarÜmzfunktion. 4>:~ 2) Wir verwenden aus anschauliellen GrÜnden das spektrum S (f) statt des hilufig auch benutzten S (I'), wobei gUt: S (/; = 2 Jt. ... 2 Jt f. Wir betruellten dann die F,'eq11enz mit der in S ("'; mit der Technik." allgemein üblichen Dimension Hertz und nicht als Winke/weg pro Sekunde. Auch für den logischen Anschluß an die Luplace~Transjormation ist diese Schreibweise nützlich. - 16 - tedmisdten Bereich ijhlidl, nur iiher die positiven \Vir können dann sdlfeihen: üblidl. Nun läßt sidl das Spektrum oidlt nur Über den Weg der Autokorrelation bestimmen, sondern direkt aus der Defini. tion des Leistung~spektrums: Si( (I) ~ lim 1fT je (1)1' +"'" "'0 (S(ell)} = J S(ell) df (9) Frequenzen. 00 2 J S(;(I) dl ~ , ~ 2lt. '1'_,""" e (I) wo +T/i ~ J 1;(1) . ei..dt -TI::? die Fourier-Transformierte ~ des Vorgangs F (1;(t)) Mit (10) erhalten = S;ell) dl J ~ (t) darstellt. Es \IcrlÜilt sich also die Zeit funktion ~ (1) zur Spektralfunktion C (f) wie die AutokorrelationsCunktion CP(t) ZUIll Lei~ stungsspektrum S (f), wohei der Zu~ammenhang durdl die Fourier.Transformation hergestellt wird. In heiden Fällen liißt skh das glcidte Leblungsspektrum als die spektrale I.i'i. slUngsdiehte des Vorganges, d. h. also die Verteiluugsdidlte der Leistung tiber der Frequenz C, berechnen. Damit liegt eine Darslcllling fiir dt~n Frequenzberekh \'Or, die alls dem Vorgang unter Verlust der Phasen information ah~ (1) im Zeithereidl geleilet ist. Der Vorgang ist daher nidlt umkehrbar, es liißI sid, Funk. alls dem Spektrum S~~ (f) nidlt wieder die ursprünglidlc tion ~ (t) entwiekeln. gehend~ und Keunwerte der Dafiir liefert iiherskhtlich~ rcgdloscn aber das Informationen Spektrum J es, die Fou- " (11) T H (e (I)) ~ ~ .r~ (1). "'" 21t ft dl (12) T - J (C (I)} J ~ (1) . ,in 21t ft dl . o ~ Der Betrag des Spektralwenes ~ IB. Praktische Analyse des natürlichen Seegangs Die zu untersuchenden WeHen an einer Wasseroherflä('he (J) mit ihrer sind SOg". Sdlwerewellen, deren Kreisfrequenz Länge Lw durch die Ih'~iehung w~21t1~ l/2n.g I Damit ist also Set (f) (16) " weit- - i J t (I) sin tUt dt " = a(f) + ih(I). ~ H',,,. (17) Lw ,"'erbunden ist llB, 19). Die auf 2;( hezogene Kreisfrequenz ist in Bild 1 in Ahhüngigkeit von der Wellenlänge Lw dargestellt. Für die Stahililäl!'untenmdHingen an St'hiHsmodellen im Seegang wNuen kennzeichnende Wellenlängen von etwa gleidl A.lodeUänge hevorzugt: (18) T = J ~ (t) cos oot dt h (I) ~ . "T a (f) R Gleit.hung (16) erlauht uns Üher die A.les8ung des quadratj. s<-heu l\littelwertes der Zeitfunktion eine EidlUng des Analysators. rier(..oeffi:lit~nlen C (f) :lU hestimmen, .so läßI sidl daraus das LeistungsspektrufU leidlt hercdmen. Aus GleidlUng (10) flir den kOU1plex(~n Fourierkneffizielilen C (f) lassen sich die Beslillllllungsglei{'hungen fÜr ,Ien enlspredJentien Fourierkoeffi. zicnten a (f) un,l b (f) enlwit"keln: T C (I) ~ (1) e-i.t d1 ~ ~ iill{~r staljstisdlc ~ (t). Gelingt Funktion wir - e (I) ' = -- I M S;; (f) ergiht I I I i\f (13) Die hisher untersudllen Modelle sind zwisdlCu 2 und 3 m lang. Es sind auch größere Modellängen für die~en Zweck dcnkhar, um den ~:laßstallsfaktor zu verkleinern und um mehr Eiuhalllcn gewichlsmäßig unterzuhringen. Es .sei hier angenommen, daß die kennzeidmendcn Wellenlängen im Bcreidt von 1m < Lw < 10 m dufth die Analysiereinridllung erfaßt werden sollen, denn auch Versuche mit Verhältnissen L)(/Lw =t= 1 sind interessant. Dem wiirde nadl Bild 1 ein Frequenzhef(~ich von etwa 1,25:2: f > O,11Iz entspred1Cn.Da auch noch sieh dann zu (a' (I) + h' (f)) . (14) I 'i"'t.I&. t1'l' 2 21fLwYrW Im folgenden wird kurz zusnmmengeslellt werden, wekher praktisdJCr J\löglidlkeilen man sidl zur Be:;timmung des Lei. stungs.spektrums hedient. Grundsätzlidl ist die Verwendung je"{'!" der ohigen Beziehungen erlauht, aher in praxi hängt ,ti~ Wahl von den speziell vorliegenden Bc(Jjngungen ah, wi~ Frequenzherei..Jl, anfallende Form des Vorgangs, GenauigkeilsforJerungen und möglit'IH~r Aufwand usw. Wir werden sehen, <laß fiir den vorIiegt~ntlen Fall die Bf''l.it'hungen (12), (1:1) 1101/(14) di~ heste Realisierun(!;sllli:igliehkeit hielen. Nadl dt'r Parsevalsdl4'n Gleidmng 'X> +T/2 J li", 1/T je (1)1'dl = !im 1fT J 1;' (1) ,h (I:') -'X> '1' ,-, '1'_'" -'1'/2 i!'.t ein einfadICI' Zu;;aJlulIenhang zwi!'.{'hen der Flädle unter dem Spektrum und dern Effektivwert des Vorgangs gegehen. GleidlUug 15 hesagt, daß das Nullrnoment tles Spekirullls gleidt dem Zelltr.1lmoment 2. Ordnung der St'egangsfunktion ist: rn(j {S~C (f)} = m~ {~(1)} (15a) Bild 1 Wellentrequenz Ober der Wellenlänge bel S4'hwert'welhm Idoppelt-Iogarlthmls(,he Darstellung) andere hcnat'hhartc Komponenten im Seegang enthalten sind, empfiehlt es sidl zu ihrer Erfassung den Bereich noch etwas nuszudehnen. Wir le/;!;en als {~rwLim;('hten Frequenzbereidl des Analysators fe!;t 1,5 Hz > I ~ 0,2:' Hz . Da fiir H~t'l1e Zeilfunktiont'1l gerade Funktion der Frequenz S (f) eine Z (t) Jas Spektrum ist. integrieren wir, wie im - 17 entsprechend einem Welleuliingenbereidl (19) \'Im e(wa 0,7 m < Lw < 25.0 m . Sch1ffstechnik Bd. 15 - (19a) 1968 - Heft 75 1. llekannte Analysierverlahrcn 1.1 MedwlIisdle dlert werdf'n oder mehrere dieser Sdtaltungen mit versd1iedenen feslen Frequenzen parallel gesdlalrel sein. Heide MÜglieh.keiten a) und b) erscheinen daher noch als zu aufwendig. Verjahren Ohlid1e Rollenanalysatoren zlir Bestimmung der Vorzahlen (Fourier-Koeffizienten) !-icheiden aUs, da der erfaßhare Zeithereich sehr begrenzt ist und fiir den vorliegenden Zweck nicht ausreidlt. Ein zwar mögliches Ansel-dießen \'on Teilstii<'kell ist sehr zeitraubend.. Die Papierregistrierllng (Sdlrieh) Analyse lHuD als vorliegen. 1.2 f:hktrolli,w!Je a) EleklronisdlC ~ (t) Seegi.ll1g;;funkliun Verfahn'lI dUH.h variaille PrtnzlpsC'haltblld fflr variable SC'hmalbandnlter (nac'h (15)) lassen sidl aber nur fiir relativ hohe Resonanzfrequenzen realisieren. Derarlige auf dem !\Iarkl I.efindlidlC Geräle sind fÜr die Z\\'t,tke tier lIodlfrcqucnzledmik enly.,id..clt lind geslatten nidtt die Analyse eier vorliegenden nieJrigen Frequenzen, Prozesse im niedrigen Frequcllzbcreidl mÜßten eine enbpret.!Jeudl' Frequenzlnmsfornmlion zu hijheren Frccluenu'lI erfahren. Dies wird häufig durdl Speidwrung auf Tonb.:md mit kleinerer Bandgesdlwindigkeit und Ahfragung mil hober Bandgc dlwindigkeit erreidl.t. Das bedeutet jt'dodl hohen lIIeßledmisdlC1l Ulltl kostenmäßigen Aufwand, h) Analyse schaltung gemäß der Differentialgleidmng mit (leIH Analogredlller Es ist allerdings am Analogredmer auch eine direkle Leistungsdidllelllessung hir niedrige Fretluenzen möglic-h {20j. Den Aufhau eines Fihers mit sehr liden Hesonanzfreqllenzen aus Analog-Hedu:"neJeltlenkn ist in Bild 3 gellf:J.dl.l. Das Filter Bild f tlt'('hens('haltung zur dlrt'kten Ulldung der Fourier. KOl"rttzit'uh'u am Aualogrt'dmt-r (n:.l.'h 120H \ViII man mit den skizzierlen Einheiten auskommen, muß muh hier t (I) gespeidlen vorliegen, um für \;erst~hieclene Frt,CjUeHZen die Hedwung wiederholen zu kÖnnen. GrunJsätzlidL isl es denkbar, Jen zu erwartenden Frelluenzhereidl mit sol. dtl'n Hedl.cnsdlaltungen verschiedener festcingesteilier Fre. quenzen zu überdedwn. Dann könnte die Speidlerung der Ein~anl!;sfllnkti()n wegfallen. Bei lihliehen Analogredmern wÜrde das gleidl eilige AnfJ.llen der venwhietfenen Voczahlen für die ~cwiihlten fn Sdl.wierigkeilen in der Anzeige madlen, damil also Zusatzeinrichtungen bedingen. Nimmt man etwa 20 er. fnrtlerlkhe Frequcnzen, wÜrde der rein zahlenmäßige Aufwand an 1\1ultiplizierern und Ver!'.lürkern 'J.Ugroß und damit das Ver. fahren zu teuer. Im Prinzip liegl jedodl dieses Vorgehen der en!wit'kclten Anlage zugrunde, nur die Au Ci:ihrung hasiert auf anderen BaudelHenlen. c) Lkhlablaslung auf einer Trommel Die regislrierte Se(~gangsfullklion ~ (t) wird al~ SchwarzWeiß-Profil auf den Umfang einer Trommel gespannt l21J. Ein Pholozelleuspalt enkredl.l zur Zeitadl e taslel (lie auf maximale Dreh7.ahJ gehrachte und dann infolge ihrer großen Trägheil und geringer Lagerreibung nur langsam auslaufende Trommel ah. Die Pholozelle liefert eine elektrisdle Wedlsc!, .spannung, die \"er8tärkt und einem festen Filter zugeHihrt wird. Durdl die sidl älHlernde Frequenztransformation heim Auslaufen der Trommel kommen nac.heinander alle im Sdlfie" enthaltenen Sdlwingungen in Re onanz mit der Filterfrequenz. Die Wechselspannung der vom Filter durdlgelassenen Frequenz ird gleirhgeridltel und registriert. Man erhält also in fortlaufender Folge die Fourierkoeffizienten gesdlfiehen. Durch den Kunslgriff mit der Trommel wird nur ein festes Filter benöligt. Er tc Analysen eies Mculdlseegangs F~J sind mit eill(~r :o:.oldlen für andere Aufgahen von Chrisloph l22J entwickelten Anlage durdl~efiihrt worden. Als !lod. zu aufwendig hat sid. dahei das lIersleilen des Sdlwarz-Weiß.Profiles erwiesen. 1.3 j)j/{ilale Bild:l Hed.ensd.altung 3m Allalo~rechner zur Messung Lelstungsdld.te (nach 120)) der hcsitzt ni.iherungsweisc die gewiinsdue ideale Ilcdlteddorm Hir seine Oherlrngungsfunktion. Dämpfung und \Icrsd.iedcne Hesouam..crequenzen lassen Siltl an drei POlentiometern leid1t einslellen. Beniitigt wenlen nur ein Summierer, zwei Inle. grierer und drei Potentiometer. Um alJcr verschit"tlenc Frequenzen durdlfahren zu ki.innt'n, mü(he der Vorgang gespeiSd1iffstechnik Bd. 15 - 1968- Heft 75 y + ay = 0 werden die sin- und/oder die cos-Funktion <Ihgegriffen und in (~inem Multiplizierer mit der zu analysierenden Funklion multipliziert. [hmit iSI der Integrand gellildel, dessen Inh'gralion iiher der Zt~it die gcsuc~1ten FourieckoeIJizienlen lidert. Sdunalhandfil1er Der als eleklrisdlC GrÖße vorliegende Vorgang wird dunh ein v'ariahlcs SdHJlalhandfdter gest1lida, das ein Sdllnalh.:mdrausdlt'Jl enlsprechender Inlensilät liefert. Eine elektronisdlC Muhiplikalionsslufe hildet hierzu den quadratisdwn i\litlcl. wcrl und wan ('rhält so eine der jeweiligen Spektraldidlle proporlionale Grüße, Bild 2. Die Filter alls fHl.ssiven Elemenlen Ulld:r: \Veiterhin ist im Analogrechner aher audl die direkte Nadlhildung der Gleidmngen 12 und 13 flir die Fourierkoeffizien. ten möglidl, wie es Bild 4 veranschaulid1t. Aus einer Sdlwing- - 18 Jhjuhr('n Setzl man die Werle der als analoge elektrisdle Spannungsgröße crsd.einenden Seegangsfunktion ~ (t) zu äquidistanten Zeilahsliinden in digitale \Verle um und speidwrt diese Werte, so lassen sieh aus diesen \Vcrlfolgen in ühlid1Cn DigitalHedtenanlagen mit entspredlenden Programmen die \'Crsdliedenen stalislisd.en Kennwerte erredlllen, darunter aud, das Speklrum elwa liher die Autokorrelationsfunktion. Dieses Vorgehen ersdu:-int als die genauesie Methode, iSI allerdings au('h mit gewi1'o!'.emAufwand verhunden. Apparativ erCorderlidl. wäre ein Analog.ni~ital-Ums('lzer mit Karten. bzw. Slrt'ifenlodH'r ouer ein !\1agnetb.'lIld zur Speicherung. Die Werte müßten dann . IV. Beschreibung des elektro-mechanischen Analysators einer Großrernenanlage zugeführt werden. Auf keinen Fall hat man ein Bild über den Seegang in kurzer Zeit nom während der Versumsdurchführung vorliegen. Aurn digitale Kleinredtner für solch spezielle Rechenaufgaben sind auf dem 1\larkt, smeiden jedoch. aus Kostengründen aus. Allen bisher beschriebenen Verfahren ist gemeinsam, daß sie nimt gleich am Meßort ein Bild über das Spektrum des auf dem Versuchsgewässer herrsd1enden Seegangs liefern können. Dies ist aber zur Dunflführung der l\lodellversuche notwendig. Nur die interessierenden statistisch.en Kennwerte des Seegangs, wie Spektrum und verschiedene Mittelwerte, werden festgehalten. 2. Elektro-mechanisches Verfahren ~ (t) werden gemäß den Gleichungen (12) und 13) in einem elektro-memanischen S)"stem gebildet. Der Blocksdtaltplan in Bild 5 zeigt den prinzipiellen Aufbau des Analysators. Die als modulierte Gleimspannung anfallende Seegangs funktion wird sogleirn elektrisdl weiterverarbeitet. Die Produktbildung des Integranden gesdlieht über sin-cos.Potentiometer, die sich mit der jeweiligen Filterfrequenz drehen; die Integration erfolgt über geeignete RC-Schaltungen. Die Fourierkoeffizienten der Seegangsfunktion 1. Elektrischer Am Eingang liegt die zu anal)"sierende Meßspannung, in diesem Falle nung u setzt oszillierenden Srnwankungen t (t). Die Eingangsspandie Seegangsfunktion sich aus einer Gleichkomponente UG und einer Spannung Uw zusammen. Um tatsäd1lidl nur t (t) = Uw auf der Seegangsordinate die Poten. tiometer zu geben, wird die Gleichkomponente UG durm eine Transistorschaltung kompensiert. V/ichtig ist diese Kompensation wegen der notwendigen Fertigungstoleranzen der Potentiometerwicklung. Die durrn Toleranzen bedingte Abweichung liefert Unsymmetrien der heiden parallelen Potentiometerzweige, über die die :\leßspannung abfällt. Ist eine hohe Gleichspannungskomponente am Eingang vorhanden, so bedeutet dies, daß infolge der Unsymmetrie der auf dem einen Zweig zu- oder abgeführte Anteil an Ladespannung beim Durchlaufen des Schleifers durrn den anderen Zweig nicht wieder ausgeglichen wird. Wegen der Integration über relativ große Zeiträume würde die Summierung des Glei(flstromanteils den Meßwert unbraudlbar machen. Zusätzlid1 werden die Uns)'mmetrien durm in Reihe gelegte TrimmwidersLände. die den Mittelabgriff auf das mittlere Potential schieben können, fast kompensiert, um die Fehler herabzudrücken. Die Potentiometer standsverlauf über spricht (s. Bild 6). S(\} Aufbau besitzen eine Drahtwiddung. deren 'Widerdem Drehwinkel einer sin.Funktion ent- . ", " " -_wl.L " Bild' ... Bild 5 Blockschaltplan des elektro-mechanischen Funktion der Potentiometer Koslnusabgrltf für Sinus- und Analysators Ourm parallele Anordnung aller zur genügenden Auflösung des Spektrums erforderli(flen Filler versd'liedener Frequenz Die Fourier-Koeffikann die Speimerung von ~ (t) wegfallen. zienten werden üher einen umlauCenden Smalter der Reihe nach von Speimerplätzen abgeCragt und mit einem Kompen. sationssdueiber aufgezeidHlet. Dei Verwendung relativ einfacher elektrischer Bauelemente kann der Aufwand in Grenzen gehalten werden. Bei einem elektro-memanischen Analysator handelt es sich also um einen speziellen Analogremner. Für ,'iele Aufgaben ist die Genauigkeit der analogen Technik ausreichend. Falls man die Genauigkeitsanforderungen der Aufgabe gemäß sinn,'oll mit der Preiswürdigkeit einer Anlage abwägt, bleibt auch heute nodt der analogen Anwendung ein weites Feld. Aller. dings darf die Zahl der übertragungsstufen ein vertretbares Maß nicht übersteigen, und es muß im einzelnen sehr auf die Besdtränkung von Obertragungsfehlern geadttet werden. Solme Fehler sind hier durch Auswahl der Bauelemente und durch Sdtaltungsmaßnahmen auf ein zulässiges Maß herabgedrückt worden. Darauf wird im folgenden näher eingegangen. Statistische Fehler, die sich von der Theorie her wegen praktis(n endlidler Integrationszeiten und der praktisdl möglichen Auflösung des Spektrums ergeben, werden hier nimt all. gemein hetramtet. Oa2u soll auf das einschlägige Schrifttum verwiesen werden (23 bis 26]. Zwei Sdlleifer sind unter einem Winkel von 90° gegeneinander angeordnet. Der Spannungsabgriff über den ersten S(flleifer liefert nun in einer bestimmten Stellung <p den em. spremend der sin-Widdung abgefallenen Wert der Eingangsspannung uw, also das Produkt Uw (t) sin er. Da der Kosinus sim als phasenversdlObener Sinus darstellen läßt, ~ sin ,,/2), (20) cos ('I' + 'I' liefert zur gleidlen Zeit der zweite Schleifer das Produkt uw cos <p. Läßt man nun das Potentiometer mit einer Winkelgeschwindigkeit w umdrehen, so wird zu jedem Zeitpunkt t der Abgriff bei dem Winkel <p= E + Wt erfolgen. wenn E die An- fangspha.!'e des Potentiometers darstellt. Die beiden Abgriffe liefern also die jeweiligen l\1omentanwerte der Produkte ~ (t) . sin (wt + E) und ~ (li . cos (WI + E) . Die Anfangsphase E zu Beginn der Integration, d. h. die Stel. lung des Schleifers auf dem Potentiometerumfang, ist rein willkürlich. Die relati,"e Häufigkeit der Phasen ist ,,'on 0 bis 2:t konstant, d. h. alle Phasen sind gleichwahr~einlich. Das gilt dann auch für den Phasenrest bei begrenzter (ntegrationszeit: 0< (wT + E-n' 2,,) <2". Mit größer werdender Integrationszcit wird der prozentuale Anteil des Phasenrestes am" Gesamtwinkel immer geringer (max. ca. 20/0). Praktisch treten aber aum alle anderen Phasenreste mit geringeren prozentualen Anteilen ebenso häufig auf, so daß der Einfluß der Phase gering ist. 19 - Schiffstechnik Bd. 15- 1968- Heft 75 Wiclaig dagegen ist eine gen aue und möglichst verlust10se Spei{herung und Abfragung der Integrationswerte. Die Integration und Speicherung erfolgt durch Aufladung von Konden. satoren über Vorwiderstände. Die Forderung, bei der Abfrage einen Wert zu erhalten, der dem integrierten Wert direkt proportional ist, erfordert eine Jineare Kennlinie des Speichers. Dies ist für den verwendeten Kondensator nur im unteren Bereich seiner Kennlinie gegeben, Bild 7. Die Abweiclmng unseres praktischen Speichers von der idealen Kennlinie ist ~=-'- C. Uo -I-exp "'( ( --'"'( ). - J.9.Sccr,z.ert Ablro~le-it Sp..""..3 5p..'cner2~_.iP..i~~...L:- (21) Bild 8 Schematische Darstellung des Abfragezyklus T 1 m.T m --- (22) betragen, d. h. bei 10 Durchläufen etwa 100/0 der gesamten Integrationszeit. Man kann es so auffassen, daß man den je. weils khlenden Zeitanfang am Ende der Gesamtanalyse entspredlend nachholt, so daß insgesamt für alle Filter die gleiche Integrationszeit herauskommt, allerdings mit der beschriebenen Phasenverschiebung. Für die statistische Ermittlung der Kenndaten scheint dieses Vorgehen zulässig. 0,5 , --"" Bild 7 Ladekennlinie der Integrationsspeicher Die Größe t sei eine beliebige Integrationszeit. die wir für das Gerät zu einem festen Wert T gewählt haben, definiert durch die Dauer eines Abfragezyklus. T stellt hier die sog. Zeitkonstante dar, die siell aus Rund C ergibt zu "'(= RC [sec]. Um im linearen Kennlinienbereich der Speidler bei ausreichendem Potential für die l\feßwerte zu liegen, muß eine hohe Zeit. konstante angestrebt werden. Es sind jetzt 40 Speidler mit je 1200 sec im Gerät enthalten. Es wurden Kondensatoren von 24 ~F und Widerstände von 50 MQ verwendet. Die Wider. stände lassen sich über in Reihe geschaltete Potentiometer um um eine einheitliche Zeitkonstante für ca. :t 5 % abgleichen, alle Speicherplätze zu errei{hen und Verzerrungen der Meßwerte zu vermeiden. Die Abfrage der einzelnen Kondensatorspeicher erfolgt nadleinander, um nur eine Sdueibspur zu benötigen. während bei gleichzeitiger Abfrage etwa 40 Spuren erforderlich wären. was einen unzumutbar hohen Aufwand bedeuten würde. Grundsätzlich müßte nun so lange. bis die Daten aller Speicher mit einer Schreibspur aufgezei(hnet sind, da ja die Analyse nimt unterbromen werden soll, die Speicherung in einem zweiten Satz Kondensatoren erfolgen. Beide Speimersätze würden dann abwe<fIselnd abgefragt. Neben dem Aufwand für einen zweiten Speichersatz würde das bedeuten, daß die Kondensatoren verschieden lange Zeit ihre Ladung halten müssen, bis sie abgefragt werden können. Für die letzten Kondensatoren würden sim unzulässig große Letkverluste nicht vermeiden lassen. Es wurde daher ein fortlaufender Betrieb mit nur einem Speichersatz vorgesehen. Ist ein Spei<fIer abgefragt und gelöscht, steht er sofort wieder für die Ladung zur Verfügung. Das bedingt allerdings eine Zeitversehiebung der einzelnen Komponenten zueinander während eines Abfrage. zyklus, in s{"hematischer Form in Bild 8 dargestellt. Für jedes Filter mit der Frequenz fn ist die Integrationszeit T konstant. Führt man die Analyse laufend fort, so lassen sich durch einfadle MitteJwerthildung leicht die Spektren für längere Zeit. räume von etwa 10 bis 20 Minuten ermitteln. also für Zeiten, die praktisch ausreichend zur Bildung statistischer Mittelwerte sind. Ist m die Zahl der ohne Unterbrechung ablaufenden Analyse-Zyklen und T die Zeit für einen Zyklus, so wird der Anteil der Zeitversehiebung zwischen Anfangs. und Endabfragung SchifTstechnik Bd. 15- 1968- Heft 75 Ein IntegrationszykJus des Gerätes beträgt jetzt 4 Minuten, umschalthar auf 2 Minuten. Kleinere Zeiten sind wegen der mindest erforderlichen Ahfragezeit nida günstig, größere würden die Genauigkeit der Speidler verringern. Mit diesen Werten liegt man praktisch in einem günstigen Bereich, wenn man zusätzlich bedenkt, daß im l\-1odellbereich eine Zeitraffung für gleiche Informationsmengen erfolgt. Bild 9 Ansicht des Analysators Ein Programmschaltwerk ermöglicht Über Drucktastenbedienung vor und nach dem Meßbetrieb die selbsttätige Durchfüh. rung einer Eichung und FunktionskontroHe der Anlage, siehe in Bild 9 die Ansicht des Gerätes mit dem Kompensationsschreiber . 2. Mechanischer Aufbau Die Potentiometer sind mechanisch in Reihe geschaltet. Der Antrieb erfolgt am Potentiometer mit der größten Frequenz durch einen Synchronmotor. Von Potentiometer zu Potentiometer erfolgt eine Untersetzung von i = 0,9. Bezeidmet man die Frequenz des vom Motor angetriebenen schnellsten Potentiometers als obere Frequenz fl , so erhält man für die folgenden Potentiometer die jeweilige Frequenz nach der Beziehung (23) wenn n die Ordnungszahl der Potentiometer ist, da jede der Zahnraduntersetzungen die Drehzahl um den Faktor 0,9 ver20 - mindert. In der gebauten Ausführung mit 18 Potentiometern bedeutet das eine l?malige Untersetzung der Anfangsdrehzahl des ersten Potentiometers. Der erfaBte Frequenzhereich ist dann !L ~ i-11 ~ 6,006 (24) . I" Trägt man die durch die gewählte Zahnradübersetzung sich ergebenden Filterfrequenzen über der Ordnungszahl der Potentiometer auf, so ergibt sidt bei logarithmischer Darstellung eine Gerade, siehe Bitd 10. , --~fo~'d' Bild 11 FHterfunktion 1» jtheordlsdl.l Für praktisdte Belange erreicht man jedom am smnellsten eine Eichung über die in Gleichung (16) angegebene Parsevalsehe Beziehung an Hand des gemessenen Effektivwertes der Seegangsfunktion. Dies ist möglim, da alle Filter die gleime Integrationsdauer besitzen. , Bild 11 Filterfrequenz 10 über " der Ordnungszahl V. Durchgeführte 18 der Filter i\Ht diesem Getriebe erreichen wir zu niedrigeren Frequen. zen hin eine enger werdende Filterteilung, und zwar logarith. misch gestaffelt. Dann ist bei Darstellung des Spektrums über dem Logarithmus der Frequenz eine äquidistante Teilung vor. handen. Auf diese Weise ist ein gemeinsamer Antrieb für alle Potentiometer gefunden, der zudem eine günstige Oberdedmng (zu niedrigeren Frequenzen hin immer mehr J\leßpunkte) des zu analysierenden Frequenzbereichs liefert. Die Antriebsdrehzahl des Potentiometersatzes ist für den in Gleichung (19) angegebenen Bereich ausgelegt. Ein zusätz. liches Umschaltgetriebe läßt den Frequenzbereim sehr bequem ändern. Zu hohen Frequenzen hin ist die Frequenz durch die Lebensdauer und Rausmfehler der Potentiometer begrenzt. Als hömste Teilkomponente ist 2 Hz möglidl. Der Analysator ist für eine höd1ste Frequenz von 1,5 Hz ausgelegt. Zu tieferen Frequenzen (größeren Wellenlängen) hin i.st der Einsatz des Analysators prädestiniert. 3. Ohertragungsfunktionen der Filter Jedes der Analysierfilter mit der Kreisfrequenz fh des Patentiometersmleifers liefert einen soldlen Meßpunkt S <fn). Ein ideales Filter läßt nur eine bestimmte Bandbreite, diese aber unverzerrt durch, d. h. seine übertragungs funktion (Filterfunktion) lautet: =1 ~ 0::;;1.::;;1<1, 0<1<1.; I> I,. Analysen Es sind in den letzten Jahren Wellenmessungen und Analysen auf dem GroBen Plöner See in Sdtleswig-Holstein durchgeführt worden. Die Ausdehnung des Sees beträgt in Längsrkhtung maximal 7 km, in Querridttung ca. 2 km. Binnengewässer dieser Größe haben sidl für Messungen mit Schiffsmodellen in natürlirnem Seegang als geeignet erwiesen. Nach entspredlender Anpassung und Erprobung des neuen Analysators erfüllte er vollauf die gesetzten Erwartungen. Während der Versuche auf dem See konnte sofort an Ort und Stelle der vorhandene Seegang an Hand des Schriebes der Fourier-Koeffizienten abgesdlätzt werden. Bild 12 zeigt das Beispiel eines Analysesduiebes für einen Integrationszyklus. Ein Beispiel für eine erfolgte Aufstellung des Spektrums aus so gesduiebenen Werten zeigt Bild 13. Es muß davon ausgegangen werden, daß natürlidler See. gang nicht ein diskretes, sondern ein kontinuierlimes Spektrum besitzt. Hat man eine genügende Anzahl \'On Meßpunkten, die den erforderlichen Frequenzbereich überdet-ken, so ist der Verlauf der SpektraldidHe hinreichend erfaßt. Es ist dann zulässig, die gesamte Kurve aus den l\Ießpunkten dunh Ausstraken zu ermitteln_ Y(iw) der Potentiometer (25) Leider ergibt nun ein praktisches Filter, hier duren ein Potentiometer realisiert, nidlt einen exakten Ausschnitt bestimmter Bandbreite aus dem Spektrum oder einen LinienaussdlOitt, sondern der Filterfrequenz fn benad,barte Frequenzen dringen ebenfalls duren, allerdings zu den Seiten in immer geringeren Prozentsätzen. In Bild 11 ist der Frequenzgang für unsere Filter dargestellt. uild 12 Beispiel eines Analyse-Sdl.riebes Sdl.rleb, gemessen auf dem Großen (Auszug aus einem PI6ner See 19i3) Verschiedene Tests wurden mit Erfolg durmgeführt. Bild 14 zeigt das Ergebnis einer ca. halbstündigen Analyse der Werte eines Zufallsspannungsgenerators [28], im Vergleich dazu das ...om Generator bei dieser Einstellung gelieferte theoretisdte Spektrum. Die übereinstimmung kann als gut angesehen werden. Eine Ergänzung des Gerätes ist vorgesehen, die hier kurz skizziert werden soll. Es ist möglirn, die abgefragten Werte an' bn über eine Redlenschaltung zu sdlicken, die sofort die (14) liefert. Auf dem Sdlfeiber erscheint dann direkt das gesudtte Teilspektrum in 18 StützsteIlen. Geeignete Analogelemente mit ausreimender Genauig. keit und kleinster Bauart werden von der Industrie angeboten. gesurnten 21 - C/ nach Gleichung Sch.ltfstech.nik Bd. 15- 1968- Hett 75 . bei Seegangs...ersumen mit Sd1iffsmodellen ein geeignetes Auswertegerät zur Arbeitserleimterung an die Hand zu geben. Von Dipl.-Ing. S. Roden stammt die ursprüngliche Konzeption dieses Analysators, Elektro-Ing. R. Grundmann besorgte den elektrischen Aufbau der Anlage und H. Pöhlsen entwik. kelte das Gerät in der jetzt vorliegenden Form. Dank gebührt der Deutschen ForsmungsgemeinschaCt, die diese Arbeiten ermöglichte. (Eingegangen im Januar 1967.) I ~E E VV a ~ o ':-FiIt~IV. '" 2' _I {Hz.] ModI'lI:.1oI2' Ool\.lm: 9.8.1963 Uhruoil: 11Oou«d.AncllyM :7min Windguchwindigk~4_!i mls WlndbalYllän9l': 1,!ikm w.l1er1löo!l': 2.S.3m W.u hÖ/'>to: BIJd 13 Beispiel 15tm eines } ermittelten Sthätcwt'rt, rwxh ProWlool Spektrums o - " " "I \ ., Schrifttum (1] S t. Den i sund Pie r 5 0 n: On the Motions of Ships in Confused Seas. SNAME 1953, Val. 61, S. 280/332. (21 Bar t s eh, H.: Statistische Methoden zur Untersuchung der Bewegungen eines Schiffes im Seegang. Schiffstechnik, 6. Band 1956, Heft 30, S. 1/8 und Heft 31, S. 85,192. [3J K ast n er, S.: Kenterversuche mit einem Modell in natürlichem Seegang. Schiffstechnik Bd. 9, 1962, Heft 48, S. 161/64. [4) Rod e n, S.: Welche Ergebnisse liefern Kenterversuche mit Modellen! Schlffstectmik Bd. 9, 1962, Heft 48, S. 165/169. (5J Rod e n, S.: MOdellversuche in natürlichem Seegang. Jahrbuch der STG, 56. Bd., 1962, S. 132/143. [6J K ast n er, S.: Modellversuche in achterlichem Seegan