Tischanalogrechner und Zusatzgeräte — Kurzbeschreibung
DATENVERARBEITUNG
Kurzbeschreibung
Tischanalogrechner
und Zusatzgerate
Kurzbeschreibung
Tischanalogrechner
und
Zusatzgerate
Inhalt
Tischanalogrechner
Zusatzgerate
Technische Daten
Vertriebsanschriften
RA 710
RA 742
Digitalzusatze
DEX 100
DEX 102
Nichtlineare Netzwerke
NNT 740
Elektronischer Resolver
ERS 801
Elektronisches Laufzeitgerat
LZG 102
Seite
15
19
21
25
39
Einleitung
Das Analogrechnerprogramm von AEG-TELEFUNKEN umfaBt eine Typen-
reihe, die vom einfachen, preisgiinstigen Tischanalogrechner bis zur
hybriden Prazisionsrechenanlage stufenlos jeder Bedarfsanforderung ent-
spricht.
Der bei der Entwicklung von Präzisionsanalogrechnern erzielte Fortschritt
wirkt sich naturgemäß auch auf die Tischrechner aus. So sind die nach-
folgend beschriebenen Tischanalogrechner RA 710 und RA 742 teilweise
mit Rechenelementen bestückt, die aus der Entwicklung für Präzisions-
analogrechner hervorgegangen sind.
Die Tischanalogrechner RA 710 und RA 742 können durch den Einsatz von
Zusatzgeräten erheblich erweitert werden. Dazu gehören neben Oszillo-
graph und Digitalvoltmeter folgende Einheiten:
— der Digitalzusatz DEX 100 bzw. DEX 102, der in der Kombination mit
dem entsprechenden Tischanalogrechner die Lösung hybrider Problem-
stellungen ermöglicht
— das Zusatzgerät Nichtlineare Netzwerke NNT 740 zur Erweiterung der
Anzahl der Rechenverstärker und insbesondere der Funktionsplätze
— der Elektronische Resolver ERS 801 für die Koordinatenumwandlung
und
— das Elektronische Laufzeitgerät LZG 102, das zur Verzögerung und zum
Zwischenspeichern von Funktionen eingesetzt wird.
Die Zusatzgeräte DEX 100, DEX 102, NNT 740, ERS 801 und LZG 102 wer-
den im zweiten Teil dieser Schrift vorgestellt.
Tischanalogrechner
RA 710
Anwendung
Besondere Merkmale
OOXIIITVIHE
2 5 Oe OR Oe oe
Der Tischanalogrechner RA 710 hat sich als ein flexibles Hilfsmittel von
hoher Genauigkeit erwiesen, besonders bei der
« Bearbeitung gewohnlicher und mit Einschränkungen partieller Differen-
tialgleichungen
« Untersuchung dynamischer Vorgänge auf allen physikalisch-technischen
und biologisch-medizinischen Forschungsgebieten
« Simulation von Prozessen, Anlagen und Geräten.
Bei größeren Aufgabenstellungen lassen sich bis zu drei RA 710
zusammenschalten.
« KurzschluBfeste Rechenverstärker, unzerstörbare Absicherung der Koef-
fizientenpotentiometer durch Kaltleiter und elektronischer Überlastungs-
schutz der Referenzspannung sowie der Netzgeräte.
« Anpassung der Bestückung an die jeweilige Aufgabenstellung durch
Einsatz problemorientierter Funktionsnetzwerke
« Zusätzliche Erweiterung des Rechenelementeumfanges um Verstärker,
Parabelmultiplizierer, zahlreiche Funktionsgeber-Arten, elektronische
Resolver und Rauschgeneratoren durch direkt anschließbare Zusatz-
geräte
« Systemkonzept zur Anlagenerweiterung durch direkt anschließbaren
Digitalzusatz DEX 100
« Iteratives und abschnittweises Rechnen durch Integriersteuerung vom
Digitalzusatz aus.
Bedienungskomfort
Rechenelemente
« Betriebsartenwahl durch Leuchttasten
« Für die Betriebsarten „Pause“, „Einmal Rechnen“ und „Halt“ auch Ex-
ternsteuerung durch Steuerbuchsen auf dem Programmierfeld
e Tastenanwahl aller Rechenelemente mit Direktanzeige der Ausgangs-
spannungen am eingebauten Voltmeter und am anschlieBbaren Digital-
voltmeter oder Oszillographen
« Bei Parallelbetrieb, Betriebsartensteuerung der Gesamtanlage durch
einen frei wählbaren Hauptrechner
« Zentraler Anschluß aller Ausgabegeräte
« Koppelfelder, die bei der Parallelschaltung von weiteren Rechnern, Zu-
satzgeräten oder Digitalzusätzen, automatisch Querverbindungen für
die Weitergabe von Rechen- und Steuerspannungen herstellen
« Durchschaltung aller Steuer- und MeBleitungen sowie der Referenz-
spannung auf den Hauptrechner
« Stetige Einstellung der Rechenzeiten an genauem Zeitgeber
« Vereinfachte Einstellung der Funktionsgeber durch eine Einstellvorrich-
tung
« Kompensationsmeßeinrichtung für genaue Potentiometer- und Funk-
tionsgebereinstellung
« Automatische Ubersteuerungsanzeige
« Automatischer Übersteuerungshalt zusätzlich einschaltbar.
Rechenverstärker
Die chopperstabilisierten Verstärker bestehen jeweils aus zwei Steckein-
heiten, die in vorverdrahtete Magazine einsteckbar sind und teilweise als
Umkehrer, Summierer oder Integrierer verwendet werden können. Sum-
mierer und Integrierer haben je fünf Eingänge (1, 1, 1, 10 und 10) und
einen am Programmierfeld zugänglichen Summenpunkt.
Für jeden Integrierer sind 2 Integrierkondensatoren frei wählbar, d. h. es
stehen die Integrationskonstanten 0,01, 0,1 und 1 s zur Verfügung. Ein-
gänge zur Einzelsteuerung und Speicherprogrammierung für je 2 Inte-
grierer sind auf dem Analog-Programmierfeld und parallel am Digital-
zusatz zugänglich.
Alle Summierer können auch als offene Verstärker programmiert werden.
Umkehrverstärker sind am Programmierfeld den Multiplizierern und
Funktionsgebern direkt zugeordnet.
Koeffizientenpotentiometer
Die Potentiometer sind drahtgewickelte, zehngängige Handpotentiometer
von hoher Präzision. Zu ihrer Absicherung sind Kaltleiter (Glühlämpchen)
eingesetzt, die durch ihre Strombegrenzung die Potentiometer vor Über-
lastung schützen.
Multiplizierer
Es stehen vier standardmäßig eingebaute Parabelmultiplizierer mit einer
Genauigkeit von 0,1%. zur Verfügung (zusätzliche Parabelmultiplizierer
siehe Abschnitt Funktionsplätze).
Durch entsprechende Programmierung eines Parabelmultiplizierer-Netz-
werkes in die Rückführung eines offenen Verstärkers lassen sich die Ope-
rationen „Dividieren“ und „Radizieren“ durchführen.
Variable Funktionsgeber
Die variablen Funktionsgeber erlauben es, vorgegebene Kurven durch
Polygonzüge, bestehend aus 20 Geradenstücken, nachzubilden. Dabei
sind die 21 Knickpunkte in äquidistanten Abschnitten fest voreingestellt.
Die Einstellung der Funktionswerte wird mit Hilfe des zehnstufigen Span-
nungsteilers und der Kompensationsmeßeinrichtung des Rechners oder
mit einem Digitalvoltmeter vorgenommen.
Komparatoren
Die Komparatoren ermöglichen die Umschaltung von Rechenspannungen.
Solange kein Digitalzusatz angeschlossen ist, ist jedem Komparatorver-
stärker ein mechanischer oder elektronischer Komparatorschalter fest
zugeordnet. Beim Anschluß eines Digitalzusatzes sind die Ausgänge der
Komparatorverstärker und je zwei Steuereingänge der Komparatorschal-
ter auf dem Digital-Programmierfeld programmierbar. Auf diese Weise
können digitale Steuerabläufe den analogen Rechenvorgang beeinflussen.
Funktionsplätze
Auf 8 Funktionsplätzen, die von der Rechnerrückseite zugänglich sind,
können nachfolgend aufgeführte Komponenten eingesetzt werden:
(Die in Klammern angeführten Zahlen geben
an, wieviele Funktionsplätze durch die jeweilige
Einheit belegt werden.)
« Netzwerke für feste Funktionen
Parabelmultiplizierer X - Y (4)
Quadratfunktion + X? oder — X? (4)
Sinusfunktion sin 2X oder sin x X (2)
Cosinusfunktion cos 5x oder cos x X (2)
Arcus-Sinusfunktion = arc sin X (2)
Logarithmusfunktion + ar) (— 100 X) |
und , (2)
Logarithmusfunktion — 3'9 100 X |
« Netzwerke für variable Funktionen (1)
(einstellbare Universalfunktionen)
Es stehen 8 verschiedene Kartentypen mit jeweils 5 bzw. 6 ver-
schiebbaren Knickpunkten zur Verfügung, die entsprechend der
gewünschten Funktion kombiniert werden können.
e Zwei Speichernetzwerke (4)
« Zwei Komparatorschalter (4)
(wahlweise mechanisch oder elektronisch)
+ Rauschgenerator (4)
« Universalknickfunktion (Begrenzer) (4)
Für weitere Rechenelemente stehen Zusatzgeräte zur Verfügung.
Programmierfeld
Die Übersichtlichkeit durch einen entsprechenden Farbcode der Buchsen
und die Anordnung der Rechenelemente ist auf dem auswechselbaren
Programmierfeld so vorgenommen, daß ein leichtes Auffinden der ver-
schiedenen Rechenelemente möglich ist.
Alle Rechenelemente sind kurzschlußfest ausgelegt, so daß durch irrtüm-
liches Herstellen falscher Verbindungen kein Schaden angerichtet wird.
Durch das Aufleuchten von Übersteuerungsanzeigen bzw. Kontrollanzei-
gen der Referenzspannungen wird auf derartige Programmierfehler auf-
merksam gemacht.
Bediengerät
Das zentrale Bediengerät steuert den Rechner und die Ausgabegeräte.
Es enthält die Betriebsartensteuerung, den Zeitgeber und die Kompen-
sationsmeBeinrichtung.
Betriebsartenwahl
Standardbestiickung
Die Betriebsarten werden durch Drücken der entsprechend bezeichneten
Leuchttaste am Bediengerät gewählt. Sie können bei Zusammenschaltung
mit dem Digitalzusatz auch in Abhängigkeit von errechneten Größen von
diesem gesteuert werden.
Taste „Pause“
Die Betriebsart „Pause“ ist der Ausgangszustand aller Rechenvorgänge.
Bei gedrückter Taste übernehmen die Integrierer die programmierten An-
fangswerte.
Taste „Einmal Rechnen“
Bei Betätigung der Taste „Einmal Rechnen“ läuft der Rechenvorgang für
z. B. schreibende oder fotografische Aufzeichnung (XY-Schreiber bzw.
Oszillograph) mit einstellbarer Rechenzeit zwischen 100 ms und 110 s
einmalig ab. Dieser Vorgang kann auch über den Fotokontaktauslöser
gestartet werden.
Taste „Repetierend Rechnen“
Es ergibt sich hier ein zyklischer Wechsel zwischen „Pause“ und „Rech-
nen“. Die Repetierzeit ist an einem genauen Zeitgeber zwischen 100 ms
und 110 s kontinuierlich einstellbar, mit entsprechender automatischer An-
passung der Pausenzeit.
Taste „Rechnen mit Halt“
Hier geht der Rechner nach Ablauf der eingestellten Rechenzeit in die
Halt-Stellung. Alle Rechenwerte bleiben gespeichert, und die erreichten
Rechenspannungen sind dann auswertbar. Durch Betätigung der Taste
„Einmal Rechnen“ kann die Rechnung von diesem Zustand aus weiter-
geführt werden.
Taste „Dauerrechnen“
Diese Taste ist zur Durchführung von Langzeitrechnungen und beim Ein-
satz des Rechners als Simulator bestimmt. Das Rechenzeitende ist dabei
nicht fest vorgegeben, sondern wird durch Drücken der Taste „Halt“ oder
„Pause“ beendet.
Taste „Halt“
Die Betriebsart „Halt“ ermöglicht das willkürliche Anhalten der Rechnung
zu jedem Zeitpunkt. Alle Rechenspannungen bleiben dabei erhalten und
können gespeichert werden.
Taste „Potentiometer Einstellen“
Durch Drücken der Potentiometer-Taste werden alle Koeffizientenpoten-
tiometer zur Einstellung vorbereitet.
Taste „Nullen“
Diese Taste dient in Verbindung mit den Verstärker-Anwahltasten zum
Nullabgleich der Rechenverstärker.
Taste „Statisches Prüfen“
Die Betriebsart „Statisches Prüfen“ gestattet das Prüfen von Rechen-
schaltungen auf richtige Programmierung und Koeffizienteneinstellung
durch Messung stationärer Lösungswerte und Vergleich mit zuvor rech-
nerisch ermittelten diskreten Lösungen.
23 Rechenverstärker, davon
8 Integrierer/Summierer (umschaltbar);
Integrierer paarweise steuerbar
7 Summierer
4 Umkehrer/Summierer (mit erweiterbarem Eingangsnetzwerk)
4 Umkehrer
19 Koeffizientenpotentiometer (zehngängig) mit unzerstörbaren
Sicherungen
1 Spannungsteiler (zehnstufig) für Funktionsgebereinstellung. Auch für
Koeffizienteneinstellung verwendbar
2 variable Diodenfunktionsgeber (je 20 Strecken)
4 Parabelmultiplizier-Netzwerke
2 Komparatoren mit je 2 Schaltern (wahlweise mechanisch oder elektro-
nisch)
8 Funktionsplatze (unbestückt) zur Aufnahme von Steckeinheiten nach
Wahl (s. Seite 35)
2 freie Integrierkondensatoren
4 freie Dioden
1 auswechselbares Programmierfeld
1 Satz Programmierzubehör
x
Tischanalogrechner
RA 742
Anwendung
Besondere Merkmale
Der Tischanalogrechner RA 742 als jüngstes Glied der bewährten Rech-
nerserie 740 löst die Typen RAT 740 und RA 741 ab. Er ist, wie diese, ein
zuverlässig arbeitendes Hilfsmittel hoher Genauigkeit besonders bei der
. Bearbeitung gewöhnlicher und mit Einschränkungen partieller Differen-
tialgleichungen
« Untersuchung dynamischer Vorgänge auf allen physikalisch-technischen
und biologisch-medizinischen Forschungsgebieten
« Simulation von Prozessen, Anlagen und Geräten.
Gegenüber seinen Vorgängern bietet er mehr Bedienungskomfort, und
weist einige Merkmale auf, die seine Eignung zur Lösung von komplizier-
ten mathematischen und technischen Problemen weiter verbessern.
Bei der Verwendung als Nebenrechner größerer Anlagen ist auch eine
direkte Parallelarbeit mit den Präzisionsanalogrechnern RA 770 und
RA 800 HYBRID möglich.
« Erhöhte Bandbreite der Rechenverstärker
« Großer Bereich der Repetierzeiten; stetige Einstellung zwischen 10 ms
und 110 s
« Drei frei wählbare Rechenkondensatoren je Integrierer
« Einzelsteuerung jedes Integrierers; wahlweise über Schnellschaltrelais
(800 us) oder elektronische Schalter (1 us)
« Integrierersteuerung unmittelbar durch die aktiven Elemente desDigital-
zusatzes DEX 102 möglich
« Kurzschlußfeste Rechenverstärker, unzerstörbare Absicherung der Koef-
fizientenpotentiometer durch Kaltleiter und elektronischer Überlastungs-
schutz der Referenzspannung sowie der Netzgeräte.
Bedienungskomfort
Rechenelemente
10
« Ausbaumöglichkeit für Analogrechenanlagen mit großen Verstarkerzah-
len durch Parallelschaltung von maximal drei Rechnern
« Wirtschaftliche Erweiterung des Umfangs linearer und nichtlinearer Re-
chenelemente durch direkt anschließbare Zusatzgeräte
« Stufenweiser Anlagenaufbau ohne mechanische Umrüstung durch ein-
schiebbare Rechenelemente auf Steckkarten
« Anpassung der Bestückung an die jeweilige Aufgabenstellung durch
Einsatz problemorientierter Funktionsnetzwerke
« Systemkonzept zur Anlagenerweiterung durch direkt anschließbaren
Digitalzusatz DEX 102
« Iteratives und abschnittweises Rechnen durch Integriersteuerung vom
Digitalzusatz aus
« Iterierendes Rechnen mit mehreren Zeitgebern bei Parallelschaltung
von zwei oder drei Rechnern möglich.
« Betriebsartenwahl durch Leuchttasten
« Für die Betriebsarten „Pause“, „Einmal Rechnen“ und „Halt“ auch Ex-
ternsteuerung durch Steuerbuchsen auf dem Programmierfeld
« Tastenanwahl aller Rechenelemente mit Direktanzeige der Ausgangs-
spannungen am eingebauten Voltmeter und am anschließbaren Digital-
voltmeter oder Oszillographen
« Bei Parallelbetrieb, Betriebsartensteuerung der Gesamtanlage durch
einen frei wählbaren Hauptrechner
« Zentraler Anschluß aller Ausgabegeräte
« Koppelfelder, die bei der Parallelschaltung von weiteren Rechnern, Zu-
satzgeräten oder Digitalzusätzen, automatisch Querverbindungen für
die Weitergabe von Rechen- und Steuerspannungen herstellen
« Durchschaltung aller Steuer- und MeBleitungen sowie der Referenzspan-
nung auf den Hauptrechner
« Einzelsteuerung von Integrierern durch den Digitalzusatz über ein mehr-
adriges Querverbindungskabel
« Zeitgeber mit eigenem Zeitgeberverstärker
« Vereinfachte Funktionsgebereinstellung durch Einstellgerät
« Kompensationsmeßeinrichtung für genaue Potentiometer- und Funk-
tionsgebereinstellung
« Gesonderte Zehngang-Präzisionspotentiometer für Kompensationsmes-
sung und Zeitgebereinstellung
« Automatische Übersteuerungsanzeige
« Automatischer Übersteuerungshalt zusätzlich einschaltbar.
Rechenverstärker
Die chopperstabilisierten Verstärker bestehen jeweils aus zwei Steckein-
heiten, die in vorverdrahtete Magazine einsteckbar sind und teilweise als
Summierer, Integrierer oder Umkehrer verwendet werden können. Sum-
mierer und Integrierer haben je fünf Eingänge (1, 1, 1, 10 und 10) und
einen am Programmierfeld zugänglichen Summenpunkt. Fünf Summierer
sind als offene Verstärker programmierbar, während zwei weitere über
abtrennbare und frei programmierbare Eingangsnetzwerke verfügen.
Alle Integrierer sind einzeln steuerbar. Die Betriebsartensteuerung kann
dabei entweder von der zentralen Steuereinheit oder von digitalen Ele-
menten des Digitalzusatzes DEX 102 vorgenommen werden. Jedes Inte-
griernetzwerk besteht aus drei Kondensatoren der Größe 5 uF, 0,5 uF
und 0,05 uF, wobei der kleinste fest in die Rückführung eingebaut ist. Die
Genauigkeit der Rechenkomponenten in Bezug auf die Widerstände und
Kondensatoren beträgt 10%.
Koeffizientenpotentiometer
Die Potentiometer sind drahtgewickelte, zehngangige Handpotentiometer
von hoher Präzision. Zu ihrer Absicherung sind Kaltleiter (Glühlämpchen)
eingesetzt, die durch ihre Strombegrenzung die Potentiometer vor Über-
lastung schützen.
Multiplizierer
Es stehen vier standardmaBig eingebaute Parabelmultiplizierer mit einer
Genauigkeit von 0,1 °/o zur Verfügung (zusätzliche Parabelmultiplizierer
siehe Abschnitt Funktionsplatze).
Durch entsprechende Programmierung eines Parabelmultiplizierer-Netz-
werkes in die Rückführung eines offenen Verstarkers lassen sich die Ope-
rationen ,,Dividieren“ und „Radizieren“ durchführen.
Variable Funktionsgeber
Die variablen Funktionsgeber erlauben es, vorgegebene Kurven durch
Polygonzüge, bestehend aus 20 Geradenstücken, nachzubilden. Dabei
sind die 21 Knickpunkte in äquidistanten Abschnitten fest voreingestellt.
Die Einstellung der Funktionswerte wird mit Hilfe des zehnstufigen Span-
nungsteilers und der Kompensationsmeßeinrichtung des Rechners oder
mit einem Digitalvoltmeter vorgenommen.
Wird ein Funktionsgeber nicht benötigt, so können die beiden Funktions-
geberverstärker über einen Drucktastenschalter vom Funktionsgebernetz-
werk abgetrennt werden und stehen dann als Umkehrer zur Verfügung.
Komparatoren
Die Komparatoren ermöglichen die Umschaltung von Analog-Rechenspan-
nungen. Solange kein Digitalzusatz angeschlossen ist, sind jedem Kompa-
ratorverstärker zwei Komparatorschalter fest zugeordnet. Beim Anschluß
eines Digitalzusatzes befinden sich die Ausgänge der Komparatorverstär-
ker auf dem Digital-Programmierfeld, ebenso auch die Steuereingänge
der Komparatorschalter. Dadurch besteht die Möglichkeit, den analogen
Rechenvorgang durch digitale Steuerabläufe zu beeinflussen.
Funktionsplätze
Auf 8 Funktionsplätzen, die von der Rechnerrückseite zugänglich sind,
können nachfolgend aufgeführte Komponenten eingesetzt werden:
(Die in Klammern angeführten Zahlen geben
an, wieviele Funktionsplätze durch die jeweilige
Einheit belegt werden.)
« Netzwerke für feste Funktionen
Parabelmultiplizierer X - Y (4)
Quadratfunktion + X? oder — X? (4)
Sinusfunktion sin EX oder sin x X (2)
Cosinusfunktion cos 7X oder cos xX (2)
Arcus-Sinusfunktion 2 are sin X (2)
Logarithmusfunktion + 3g (— 100 X) |
und ; (2)
Logarithmusfunktion 519 100 X |
« Netzwerke für variable Funktionen (1)
(einstellbare Universalfunktionen)
Es stehen 8 verschiedene Kartentypen mit jeweils 5 bzw. 6 ver-
schiebbaren Knickpunkten zur Verfügung, die entsprechend der
gewünschten Funktion kombiniert werden können.
11
Programmierfeld
Bediengerat
Betriebsartenwahl
12
Zwei Speichernetzwerke (4)
« Zwei Komparatorschalter (4)
(wahlweise mechanisch oder elektronisch)
« Rauschgenerator (4)
« Universalknickfunktion (Begrenzer) (4)
Für weitere Rechenelemente stehen Zusatzgeräte zur Verfügung.
Die Anordnung der Rechenelemente mit ihren Ein- und Ausgängen ist auf
dem auswechselbaren Programmierfeld so vorgenommen, daß einerseits
ein leichtes Auffinden der verchiedenen Rechenelemente möglich ist
und daß andererseits viele Verbindungen mit Kurzschlußsteckern herge-
stellt werden können. Die Übersichtlichkeit wird außerdem durch einen
entsprechenden Farbcode der Buchsen erhöht.
Alle Rechenelemente sind kurzschlußfest ausgelegt, so daß durch irrtüm-
liches Herstellen falscher Verbindungen kein Schaden angerichtet wird.
Durch das Aufleuchten von Übersteuerungsanzeigen bzw. Kontrollanzei-
gen der Referenzspannungen wird auf derartige Programmierfehler auf-
merksam gemacht.
Das zentrale Bediengerät steuert den Rechner und die Ausgabegeräte.
Es enthält die Betriebsartensteuerung, den Zeitgeber und die Kompen-
sationsmeBeinrichtung.
Die Betriebsarten werden durch Driicken der entsprechend bezeichneten
Leuchttasten am Bediengerat gewählt. Sie können bei Zusammenschal-
tung mit dem Digitalzusatz auch in Abhängigkeit von errechneten Größen
von diesem gesteuert werden.
Taste „Pause“
Die Betriebsart „Pause“ ist der Ausgangszustand aller Rechenvorgänge.
Bei gedrückter Pausentaste übernehmen die Integrierer die programmier-
ten Anfangswerte.
Taste „Einmal Rechnen“
Bei Betätigung der Taste „Einmal Rechnen“ läuft der Rechenvorgang für
z. B. schreibende oder fotografische Aufzeichnung (XY-Schreiber bzw.
Oszillograph) mit einstellbarer Rechenzeit zwischen 10 ms und 110 s ein-
malig ab. Dieser Vorgang kann auch über den Fotokontaktauslöser ge-
startet werden.
Taste „Repetierend Rechnen“
Solange diese Taste betätigt ist, ergibt sich ein zyklischer Wechsel zwi-
schen Rechnen und Pause. Der Zeitgeber erlaubt eine kontinuierliche
Einstellung der Rechenzeit zwischen 10 ms und 110 s, wobei sich die
Pausenzeit automatisch anpaßt.
Taste „Rechnen mit Halt“
Bei dieser Betriebsart arbeitet der Rechner mit der am Zeitgeber einge-
stellten Zeit und geht anschließend in die Halt-Stellung. Alle Rechenspan-
nungen sind dann auswertbar. Durch Betätigung der Taste „Weiter“ kann
die Rechnung von diesem Zustand aus weitergeführt werden.
13
Standardbestiickung
14
Taste „Dauerrechnen“
In dieser Betriebsart ist das Rechenzeitende nicht fest vorgegeben, son-
dern wird durch Drücken der Taste „Halt“ oder „Pause“ bestimmt. Sie
ist zur Durchführung von Langzeitrechnungen und beim Einsatz als Simu-
lator vorgesehen. Es stehen aber auch während «dieser Betriebsart die
Steuersignale für repetierendes Rechnen auf dem Programmierfeld zur
Verfügung.
Taste „Halt“
Die Betriebsart „Halt“ ermöglicht das willkürliche Anhalten der Rechnung
zu jedem Zeitpunkt. Alle Rechenspannungen bleiben dabei erhalten und
können gespeichert werden. Die Auslösung kann auch über eine Steuer-
buchse erfolgen.
Taste „Potentiometer Einstellen“
Durch Drücken der Potentiometer-Taste werden alle Koeffizientenpotentio-
meter zur Einstellung vorbereitet.
Taste „Nullen“
Diese Taste dient in Verbindung mit den Verstärker-Anwahltasten zum
Nullabgleich der Rechenverstärker
Taste „Statisches Prüfen“
Die Betriebsart „Statisches Prüfen“ gestattet das Prüfen von Rechen-
schaltungen auf richtige Programmierung und Koeffizienteneinstellung
durch Messung stationärer Lösungswerte und Vergleich mit zuvor rech-
nerisch ermittelten diskreten Lösungen.
23 Rechenverstärker (frei programmierbar),davon
8 Integrierer/Summierer (umschaltbar mit je drei Integrierkondensato-
ren, einzeln steuerbar nach Wahl über Schnellschaltrelais oder elek-
tronische Schalter)
7 Summierer
4 Umkehrer/Summierer mit erweiterbarem Eingangsnetzwerk
4 Umkehrer, frei verfügbar bei Nichtbenutzung der Funktionsgeber
2 Zusätzliche Eingangsnetzwerke
19 Koeffizientenpotentiometer (zehngängig) mit unzerstörbaren Sicherun-
gen
1 Spannungsteiler (zehnstufig) für Funktionsgebereinstellung. Auch für
Koeffizienteneinstellung verwendbar
2 Variable Funktionsgeber mit festen Knickpunkten und je 20 Strecken.
Auf 2 Maximalsteigungen umschaltbar (1 : 1,7 und 1 : 5)
4 Parabelmultiplizierer-Netzwerke (gegen feste Funktionsgeber oder
variable Funktionsgeber mit verschiebbaren Knickpunkten austausch-
bar)
2 Komparatorverstarker mit am Programmierfeld herausgeführten binä-
ren Ausgängen
4 Komparatorschalter, nach Wahl mechanisch oder elektronisch
2 Funktionsschalter
8 Funktionsplätze (unbestückt) zur Aufnahme von Steckeinheiten nach
Wahl (siehe Seite 35)
1 auswechselbares Programmierfeld
1 Satz Programmierzubehör mit zusätzlichen Programmierelementen
Digitalzusatze
DEX 100 und DEX 102
ein]
Digitalzusatz DEX 100 für Tischanalogrechner RA 710
Digitalzusatz DEX 102 für Tischanalogrechner RA 742
15
Anwendung
Besondere Merkmale
16
Die Digitalzusätze DEX 100 und DEX 102 erfüllen zwei Aufgaben: sie die-
nen als Experimentier- und Schulungsgerate fiir die digitale Schaltungs-
technik und haben außerdem spezielle Anschlußmöglichkeiten und Steuer-
elemente für den Einsatz als Digitalzusatz zur Steuerung von Tisch-
analogrechnern.
Digital-Experimentiergerät
In den verschiedensten Anwendungsbereichen der Praxis dienen diese
Geräte zum schnellen und flexiblen Aufbau von digitalen Schaltungen. So
läßt sich der provisorische Laboraufbau einer solchen Schaltung elegant
durch eine Programmierung mit den vorhandenen Standardelementen
umgehen.
Die Geräte sind universell verwendbar für:
« Ausbildung und praktische Übungen in Industrie und an den verschie-
densten technischen Lehranstalten
« Versuchsaufbau von digitalen Schaltwerken und Schaltungen
« Entwurf und Erprobung von Maschinen- und Prozeßsteuerungen
e Problemanalyse und Test von digitalen Schaltungen
« Digitale Meßwertverarbeitung.
So lassen sich zum Zweck der Problemanalyse und Demonstration digitale
Zähl- und Rechenwerke, Schaltwerke für Codierung und Übersetzung so-
wie komplette Steuer- und Regelwerke realisieren.
Damit ergeben sich breite Anwendungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der
digitalen Informationsverarbeitung.
Digitalzusatz für Tischanalogrechner
Das Haupt-Einsatzgebiet finden diese Geräte in Verbindung mit elektro-
nischen Analogrechnern. Durch Hinzuschaltung des Digitaizusatzes
DEX 100 zu den Tischanalogrechnern RA 710 und RA 741, bzw. des Digi-
talzusatzes DEX 102 zum Tischanalogrechner RA 742 lassen sich iterative
und hybride Probleme bearbeiten.
Der Ablauf der analogen Rechenprogramme läßt sich von den frei pro-
grammierbaren digitalen Schaltelementen her beeinflussen und steuern.
Damit wird die Art des hybriden Rechnens, bei dem sich die Vorteile ana-
loger Problembearbeitung und digitalen Programmüberwachung ergän-
zen, auch bei den weitverbreiteten und preiswerten Tischanalogrechnern
möglich.
« Umfangreiche und vielseitige Ausstattung
« Einstellbarer Taktgeber bis 10 kHz; Fremdsynchronisierung möglich
« Stetig einstellbare Zeitglieder
« Große Freizügigkeit in der Programmierung am Digital-Programmierfeld
« Direkte Steuerung von Analogrechner-Betriebszuständen, Integrierer-
und Schaltersteuerung am Digital-Programmierfeld
« Parallelschaltbarkeit mehrerer Geräte
e Leuchtanzeige der Flipflop-Steilungen
« Sicherheit gegen Fehlbedienung
« Auswechselbare Programmierfelder
Aufbau
Wirkungsweise
Die beiden Geräte werden als Einschübe mit Gehäuse geliefert. Die akti-
ven Elemente sind auf Steckeinheiten aufgebaut und in einem Magazin
untergebracht. Daneben befindet sich auf einem gesonderten Chassis das
Netzgerät, während die Elemente der Verknüpfungsglieder unmittelbar
hinter dem Programmierfeld verdrahtet sind. Den Hauptteil der Front-
platte nimmt das Programmierfeld ein, auf dessen*Buchsen die Ein- und
Ausgänge sämtlicher Schaltbaugruppen enden. Die Programmierfelder
sind auswechselbar und können mittels eines Hebelmechanismus leicht
aufgesetzt werden. Dadurch ist eine vom Gerät getrennte Programmierung
möglich. Bei Vorhandensein mehrerer Programmierfelder ist es ein
besonderer Vorteil, daß die zur häufigen Benutzung vorgesehenen Pro-
gramme während anderweitiger Verwendungen der Geräte gesteckt blei-
ben können (z. B. bei Lehrbetrieb).
Die Geräte enthalten Flipflops, Verknüpfungsglieder, Inverter, Zeitglieder,
Schalter, Verstärker und Relaisverstärker. Diese Schaltbaugruppen wer-
den am Programmierfeld entsprechend der gewünschten Verknüpfung zu-
sammengeschaltet. Ihre Betriebsspannungen erhalten sie aus den einge-
bauten Versorgungseinrichtungen.
Durch Schalter am Gerät oder externe Ansteuerung werden die jeweiligen
Eingangsbedingungen als binäre Signale eingegeben. Die Dioden der Ver-
knüpfungsglieder lassen sich wahlweise konjunktiv oder disjunktiv ver-
knüpfen. Die Zeitglieder sind von 10 ms bis 10 s stetig einstellbar und
ermöglichen die Einschaltung von Verzögerungen. Die Flipflops haben
Vorspeicher für Setzen und Rücksetzen, wobei der jeweilige Ausgangszu-
stand an Anzeigelampen abgelesen werden kann. Über Relaisverstärker
sind externe Geräte aus den Schaltkreisen steuerbar. Durch Drucktasten
läßt sich jedes Flipflop einzeln auf 1 setzen. Eine zentrale Taste ermöglicht
die gemeinsame Normierung aller Flipflops auf 0.
Der Taktgeber liefert den Schalttakt für die Flipflops. Die Schaltfolge kann
wahlweise einzeln von Hand oder mit gegebenen Taktfrequenzen ausge-
löst werden. Damit das Gerät jederzeit von außen angehalten werden
kann, ist eine externe Taktunterdrückung am Programmierfeld möglich.
Besondere Programmierbuchsen stehen bei Verwendung des Geräts als
Digitalzusatz zur Verfügung:
« Steuer- und Meldeleitungen der Analogrechner-Betriebszustande
« Eingänge der Steuerleitungen zur Einzelsteuerung der Integrierer
« Ausgänge von Komparatorverstärkern des Analogrechners
« Eingänge von Digital-/Analog-Schaltern des Analogrechners
« Steuerbuchsen zum Normieren der Flipflops
+ Parallelschaltleitungen zur Übertragung zusätzlicher Steuerfunktionen
(z. B. für den Anschluß von Komparatoren und Schaltern bei Erweite-
rung des Analogrechners)
« Eingänge zum Takten des Gerätes.
Jeder Digitalzusatz kann Anlagen bis zu zwei Tischanalogrechnern versor-
gen. Die Verbindung des jeweiligen Digitalzusatzes mit Tischanalogrech-
nern geschieht über Parallelschaltkabel.
17
Nichtlineare Netzwerke
NNT 740
Anwendung
Aufbau
Bestiickung
Die Bearbeitung mancher Probleme auf einem Tischanalogrechner ver-
langt eine relativ groBe Anzahl von Rechenelementen, wobei die Zusam-
mensetzung je nach Aufgabenstellung verschieden ist.
Eine Erweiterung des Elementeumfanges bezüglich nichtlineare Elemente
und Rechenverstarker bietet das Zusatzgerat Nichtlineare Netzwerke
NNT 740 allen AEG-TELEFUNKEN-Tischanalogrechnern.
Durch leichte Auswechselbarkeit von Steckeinheiten wird der Einsatz von
Verstarkern, Parabelmultiplizierern sowie festen bzw. variablen Funk-
tionsnetzwerken in nahezu beliebiger Kombination ermöglicht.
Das Zusatzgerät NNT 740 verfügt über einen eigenen Netzanschluß. Seine
Verbindung mit dem Tischanalogrechner erfolgt durch ein Verbindungs-
kabel, das Querverbindungsleitungen zur Übergabe der Rechenspannun-
gen sowie Steuerleitungen enthält. Das NNT 740 enthält zwei Montage-
einheiten mit je zwei Magazinen. Diese vier Magazine nehmen die als
Steckeinheiten ausgeführten Rechenelemente und Netzwerke auf. Auf der
Frontplatte befinden sich Potentiometer zum Nullabgleich der Verstärker,
Netzspannungsanzeigelampen und zehn Anwahltasten, in denen Über-
steuerungsanzeigelampen für die acht Ausgangsverstärker untergebracht
sind, sowie acht Frontplatten-Buchsenfelder für die Programmierung.
Das Grundgerät wird mit folgender Ausstattung geliefert:
« 16 driftkompensierte Umkehrverstärker ARV 781 (frei verfügbar)
« 8 driftkompensierte Umkehrverstärker ARV 791 mit Übersteuerungs-
meldung durch Anzeigelämpchen (frei verfügbar)
e 4 Verstärkernetzwerke
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20
« 32 Funktionsplatze, die mit nachfolgend aufgeführten Komponenten
bestückt werden können:
(Die in Klammern angeführten Zahlen geben
an, wieviele Funktionsplätze durch die jeweilige
Einheit belegt werden)
— Netzwerke für feste Funktionen
Parabelmultiplizierer X - Y (4)
Quadratfunktion + X? oder — X? (4)
Sinusfunktion sin 5 X oder sinn X (2)
Cosinusfunktion cos 5 X oder cos x X (2)
Arcus-Sinusfunktion 2 arc sin X (2)
Logarithmusfunktion + 5 Ig (— 100 X)
und ; (4)
Logarithmusfunktion — 3 Ig 100 X
— Netzwerke für variable Funktionen (1)
(einstellbare Universalfunktionen)
Es stehen 8 verschiedene Kartentypen mit jeweils 5 bzw. 6 ver-
schiebbaren Knickpunkten zur Verfiigung, die entsprechend der
gewünschten Funktion kombiniert werden können.
— Universal-Knickfunktion (Begrenzer / Tote Zone / Schräge
Hysterese) (4)
— Zwei Speichernetzwerke (4)
— Zwei Komparatorschalter (4)
(wahlweise mechanisch oder elektronisch)
— Rauschgeneratoren (4)
Elektronischer Resolver
ERS 801
Anwendung
Besondere Merkmale
Aufbau
Ku
Der Elektronische Resolver ERS 801 ist wie das Zusatzgerät Nichtlineare
Netzwerke NNT 740 eine Erweiterung des Rechenelementeumfanges der
AEG-TELEFUNKEN-Tischanalogrechner. Durch einfache Einstellung der
Rechenelemente (Drucktasten) können wahlweise folgende Programme
zusammengeschaltet werden:
« Umwandlung von Werten aus der Polarkoordinatendarstellung in Werte
in kartesischer Koordinatendarstellung und umgekehrt
« Möglichkeit der Drehung eines Koordinatensystems um einen vorge-
gebenen Winkel
« Bildung von vier Produkten
. Benutzung der eingebauten Rechenverstärker als frei verfügbare Um-
kehrverstärker.
« Gutes Rauschverhalten und hohe Nullpunktkonstanz durch die Verwen-
dung von Halbleitern in Silizium und Siliziumplanartechnik
« Große Bandbreite durch 10-V-Technik
« Hohe Genauigkeit der Rechenelemente
« KurzschluBfeste Rechenverstärker mit optischer Ubersteuerungsanzeige.
Der Elektronische Resolver ERS 801 verfügt über einen eigenen Netzan-
schluß. Durch ein Verbindungskabel, das Querverbindungsleitungen zur
Übergabe der Rechenspannungen sowie Steuerleitungen enthält, wird er
an den Tischanalogrechner angeschlossen.
An seiner Frontplatte befinden sich vier Leuchtdrucktasten zur Betriebs-
artenwahl, Anwahltasten mit Ubersteuerungslampen für die eingebauten
Rechenverstärker, Potentiometer zum Nullen der Verstärker und ein klei-
nes Programmierfeld. Eine Erweiterung durch einen Satz Umkehrverstär-
ker SFV 808 (4 chopperstabilisierte Verstärker) ist möglich. Hierdurch ste-
hen 4 Umkehrverstärker (Nachfolgeverstärker) am Analog-Programmier-
feld für andere Zwecke zur Verfügung.
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Wirkungsweise
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Bei der Transformation zweier Polarkoordinatenwerte (Rı, Re,@) in karte-
sische Koordinatenwerte (Xı, Y1; Xz, Y2) werden folgende Gleichungen
gelost:
Xı = Ri- cos (x9), Yı = Ri - sin (xO)
X2 = Re + cos (x9), Ye = Re - sin (xO)
fir OSRSHI
-1<90<+1
Für die Drehung eines kartesischen Koordinatensystems gelten die fol-
genden Gleichungen:
% = X- cos (xO) + Y- sin (n®)
y = —X- sin (xO) + Y- cos (x ®)
fir-1<0<+1
-1SXYSH1
+008 </R®+Y<+1
Die Transformation kartesischer Koordinaten (X, Y) in Polarkoordinaten
(R, ©) geschieht durch Lösung der Gleichungen:
R=X:-cos8® +Y-sin®
X-sinO -Y:cos® =0
ür- 1SKYSHT
+ 0,003 SsYX+Ys+H1
Elektronisches Laufzeitgerat
LZG 102
Anwendung
Aufbau
Wirkungsweise
i's = er a - z per A nme
Das Elektronische Laufzeitgerät LZG 102 ist als Erweiterungseinheit für
die Hybriden Präzisionsanalogrechner RA 770 und RA 800 HYBRID sowie
für die AEG-TELEFUNKEN-Tischanalogrechner vorgesehen.
Es bietet u. a. folgende verschiedene Anwendungsmöglichkeiten:
e Als Laufzeitglied verzögert es das Eingangssignal vor der Wiederaus-
gabe um eine vorgebbare Zeit.
« Als Umlaufspeicher gibt es einen beliebigen Funktionsverlauf perio-
disch wieder.
e Als gesteuerter Zwischenspeicher speichert es bei iterativen Rechnun-
gen das Ergebnis eines Rechenzyklus für die Eingabe in den folgen-
den Rechengang.
e Als analoges Schieberegister erleichtert es die Nachbildung eines
Abtastreglers.
Zur direkten Aufzeichnung rasch verlaufender, einmaliger Vorgänge,
kann der Speicher voll geschrieben werden und dann mit einer der mög-
lichen Registriergeschwindigkeit angepaßten Tastfrequenz ausgegeben
werden.
Das Elektronische Laufzeitgerät LZG 102 besteht aus einem 19”-Einschub,
eingebaut in ein Gehäuse. Der Grundausbau enthält im Eingang einen
/D-Wandler, einen 100-Worte-Speicher mit Ausgängen nach je 10 Wor-
ten und einen D/A-Wandler, der auf jeden Ausgang geschaltet werden
kann. Eine stufenweise Erweiterung um einen bis drei Blöcke zu je 300-
Worten-Speicher auf insgesamt 1000 Worte ist möglich, wobei Ausgänge
nach jedem Block und zusätzlich nach 100 Worten im ersten Erweiterungs-
block vorhanden sind. Diese Speicher sind als MOS-Schieberegister auf-
gebaut.
Die Anzahl der auf die Ausgänge schaltbaren D/A-Wandler kann auf ins-
gesamt acht erweitert werden. Alle D/A-Wandler sind mit einer externen
Spannung beschaltbar, so daß die verzögerte Funktion gleichzeitig mit
einer Variablen multipliziert werden kann.
Alle Bedienungselemente, Eingänge und Ausgänge befinden sich auf der
Frontplatte.
Das Elektronische Laufzeitgerät LZG 102 arbeitet als Abtastsystem mit
digitaler Speicherung der Meßwerte. Der A/D-Wandler liefert 10-Bit-
Worte an den Speicher durch den sie taktgesteuert geschoben werden.
Beim Erreichen eines Ausganges kann das 10-Bit-Wort einem D/A-Wand-
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Betriebsarten
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ler zugeführt werden und steht an dessen Ausgang wieder als Analog-
wert zur Verfügung. Die Taktfrequenz, die die Verzögerungszeit T; be-
stimmt, kann intern erzeugt oder extern zugeführt werden. Außerdem
können über eine eingebaute Taste Einzeltakte erzeugt werden.
Der interne Steuertakt ist einstellbar mit einem Taktfrequenzteiler (K) und
einer über ein 10-Gang-Potentiometer regelbaren Steuerspannung U,;,
die auch von außen zugeführt werden kann.
Als Verzögerungszeit ergibt sich dann:
Ty = W-K- U,,/V-0,1 ms
Ty = Verzögerungszeit
WwW = Anzahl der durchlaufenen Speicherzellen
K = ee 9999 (Taktfrequenzteiler)
= Tes ces 11 V (Steuerspannung)
Die Betriebsarten können durch KurzschluBstecker am Gerät oder durch
ein logisches Signal von auBen, z. B. vom Analogrechner oder vom Digital-
zusatz, bestimmt werden.
Verzögern: Das Eingangssignal wird um T, verzögert.
Halt: Das Eingangssignal wird nicht weiter abgetastet, am Aus-
gang wird der bestehende Wert festgehalten.
Pause: Der Eingang des A/D-Wandlers wird auf O-Potential ge-
legt und damit der Speicher normiert.
Umlauf: Das Eingangssignal wird nicht abgetastet, der Speicher-
inhalt läuft zyklisch um und wird ständig ausgegeben aber
nicht geändert. Diese Betriebsart kann zusammen mit der
Betriebsart „Halt“ verwendet werden.
Laden: Nach Auslösen des Startbefehls wird eine vorwählbare
Anzahl von Worten in den Speicher eingeschrieben und
festgehalten. Mit einem Vorwahlschalter kann diese Anzahl
in Stufen von 100 Worten bei Beachtung des jeweiligen
Speicherausbaus eingestellt werden.
Technische Daten
RA 710
........s
Referenzspannung
Inkonstanz
Rechenkomponenten
Eingangswiderstände der
Integrierer/Summierer
Bewertung 1
Bewertung 10
Anfangsbedingung
+ 10V und « 10V
< 0,01 %
200 kQ + 0,02 %/o
20 kQ + 0,02 %/o
20 kQ + 0,02 %/o
Rückführwiderstand 200 kQ + 0,02 %
Rechenkondensatoren 5 / 0,5 pF
Abgleichfehler (Raumtemp. 23° C) 0,05 °/o
Langzeitfehler < 0,03% / Jahr
Temperaturfehler — 100 - 10-*/°C
Integrierer-Steuerschalter
Schaltzeit 5 ms typ.
Schaltzeitstreuung + 2ms
Rechenverstärker
Allgemeine Daten
Grenze der Spannungssteuerung
bei Belastung mit 10 mA 10,5 V
Gleichspannungsverstärkung = 108
Eingangswiderstand > 100 kQ
Frequenz bei Verstarkung 0 dB 250 kHz typ.
Verstarkung bei 1 kHz 2- 10°
Nullpunktfehler bezogen auf den
Summenpunkt
Langzeitdrift < 10uV/8h
Temperaturdrift < 1uV/°C
Daten der Inverter
Rückführwiderstand 20 kQ 200 kQ
Bandbreite (3 dB) 85 kHz 15 kHz
(Kleinsignal)
Impulsanstiegszeit 25us/10V 50us/10V
Phasenfehler
bei 100 Hz 0,04° 0,25°
bei 1kHz 0,8° 5°
Dyn. Amplitudenfehler
bei 100 Hz 2:10- 8-107
bei 1kHz 1-10 8-10-*
Rauschen am Ausgang bei
voller Bandbreite 0,2 mV typ 0,5 mV typ
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26
Parabelmultiplizierer
Multiplizierer SPM 134
Produktfehler X - Y
Nullpunktfehler X 0 |
bzw. Y- 0 |
Temperaturfehler
(Weitere Daten siehe Abschnitt Funktions-
netzwerke Seite 35)
Koeffizientenpotentiometer
drahtgewickelt, zehngangig
Widerstand
Auflösung
Funktionsgeber
Zur Einstellung beliebiger Funktionen in
vier Quadranten. Approximation durch
Gerade mit variabler Steigung in 20 fe-
sten Abschnitten. Ein 21. Potentiometer
verschiebt die gesamte Funktion zwi-
schen + 10V und — 10V.
Konstanz und Reproduzierbarkeit:
Maximale Steigung
Rauschen am Ausgang
Komparatorverstärker
Ansprechempfindlichkeit
Ausgangssignal
Schaltzeit
(Weitere Daten siehe Abschnitt Funktions-
netzwerke Seite 36)
Komparatorschalter
Ansteuerung durch binär 0 bzw. 1 aus
Komparatorverstärkern oder Elementen
des Digitalzusatzes. Wahlweise mechani-
sche oder elektronische Schalter.
Schaltzeiten
(Weitere Daten siehe Abschnitt Funktions-
netzwerke Seite 36)
Stromversorgung
Netzspannung
Leistungsaufnahme
Abmessungen
Höhe
Breite
Tiefe
Gewicht
0.1 %RFS
0,05 °/o"FS
0,01 % FS/°C
10 kQ
0,02 %/o
0,1 Yo typ.
0,2 °/o max.
+ 3,5 V/V
5 mV typ.
1 mV typ.
binarO 20V
binar1 = 10V
10 us typ.
600 + 100 us (mechanisch)
2 us (elektronisch)
110, 127, 220 und 240 V,
50 bis 60 Hz
150 VA (bei voller Bestückung)
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