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Transistorisierter Tischanalogrechner RA 742 — Beschreibung

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Comprehensive description and operating manual for the Telefunken RA 742 transistorized desk analog computer, covering technical overview, component complement (23 computing amplifiers in standard configuration, 19 coefficient potentiometers, multipliers, comparators, function generators), detailed technical specifications, and operating procedures. The document covers operation, maintenance, commissioning, and circuit descriptions, and notes that a separate computing guide is available for problem-solving methodology. Key specifications include ±10 V operating range, integrator drift below 50 µV/sec, and electronic integrator switching at 1 µs.

Manufacturer
Telefunken
System
RA 742
Type
Manual / Guide
Language
German
Learning track
machine reference
Pages
108
  • RA 742
  • Telefunken
  • analog computer
  • desk computer
  • operator manual
  • technical specifications

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Transistorisierter Tischanalogrechner RA 742 — Beschreibung

Transistorisierter R Tischanalogrechner RA 742 | ALLGEMEINE ELEKTRICITATS-GESELLSCHAFT AEG - TELEFUNKEN Fachbereich Anlagen Informationstechnik 775 Konstanz, Bücklestraße 1-5 - INHALT Seite 1. TECHNISCHE ÜBERSICHT 2 1.1. Verwendungszweck 2 1.2. Lieferumfang und Bestellbezeichnungen 3 1.3, Technische Daten 8 1.4. “Aufbau und Funktion 16. 1.4.1. Einschübe 16 1.4.2. Rechenelemente 19 1,4.2.1.Rechenverstärker 19 1.4.2.2. Koeffizientenpotentiometer | 26 1.4.2.3. Parabelmultiplizierer 27 1.4.2.4, Variable Funktionsgeber ; - 28 1.4.2.5. Funktionsplatze . 29 1.4.2.6. Komparatoren _ 31 1.4.2.7.Freie Dioden 32 1.4.2.8. Manuell zu betätigende Kippschalter . 32 1.4.3. Aufteilung des Programmierfeldes 32 1.4.4. Anschlußfeld für Externgeräte u. Meßbuchsen 40 2. BETRIEB 2.1. Aufstellen des Gerätes 42 2.1.1. Netzanschluß 42 2.1.2. Anschluß von Ausgabegeräten _ 42 2.1.3. Parallelschaltung mehrerer Rechner 43 2.2. Einschalten 44 2.3. Programmieren 44 "2.3.1. Aufbau der Rechenschaltungen 44 2.3.2. Einstellung der Rechenelemente 45 2.3.2.1.Rechenverstärker | 45 2.3.2.2. Koeffizientenpotentiometer 47 2.3.2.3. Parabelmultiplizierer 47 2.3.2.4. Variable Funktionsgeber 48 2.3.2.5.BestUckung und Programmierung der Funktionsplatze 50 2.4. Betriebsartenwahl 58 2.4.1. Pause 59 2.4.2. 2.4.3, 2.4.4, 2.4.5. 2.4.6. 2.4.7. 2.4.8. 2.4.9. 2.5. 2.6. 2.7. 2.8. 2.9. 2.10. 2.11. 3. 3.1. 3.2. 3.3. 3.3.1, 3.3.2. 3.3.3. 3.3.4. 3.3.5. 3.3.6. 4. 41. 4.2. 4.2.1. 4.2.2. 4.3, 4.3.1. 4.3.2. 4.3.3. 4.3.4. 5 5.1. 5.1.1. Einmal Rechnen Repetierendes Rechnen Rechnen mit Halt Dauerrechnen Halt” Potentiometer einstellen (Taste Pot.) Statisches Prüfen Nullabgleich der Rechenverstärker Anwahl ‘Messen mit der Kompensationsmeßeinrichtung ‚Automatisches Halten bei Übersteuerung Oszillographieren der Rechenergebnisse Photographieren von Oszillogrammen Aufzeichnung durch Zweikoordinatenschreiber Ausmessen mit Digitalvoltmeter WARTUNG Prüfung der Anzeige- und Kontrollampen Prufung der Stromversorgung Prüfung der Rechenverstärker Nullabgleich “Prüfung des Verstärkungsfaktors der Summierer Prüfung der Integrierer Prüfung der Funktionsgeber Prüfung der Multiplizierer Prüfung der Koeffizientenpotentiometer INSTANDSETZUNG Fehlererkennung Fehlerortbestimmung Ausfall einer Betriebsspannung Ausfall der 400-Hz-Spannung Fehlerbeseitigung — _ Auswechseln defekter Anzeige- und Kontrollampen Auswechseln der Sicherungen Aus- und Einbau der Einschübe Ausbau und Einsetzen von Steckeinheiten STROMLAUFBE SCHREIBUNGEN Bediengerät = Betriebsarten Seite a wo Oo BESBSSSSSSESS gala ee ee eee 67 67 67 67 69 70 70 71 7 72 VV 5.1.2. 5.1.3. 5.1.4. 5.1.5. 5.1.6. 5.1.7. 5.1.8. 5.1.9. 5.1.10. 5.1.11. 5.1.12. - 5.1.13. 5.1.15. 5.1.16. 5.1.17. 5.1.18. 5.2. Eigensteuerung Fremdsteuerung Pause 1 x Rechnen Federsteuerung bei angeschlossenem Schreiber _Hellsteuerung eines angeschlossenen Kathodenstrahl - Oszillographen Zeitgeber Rechnen mit Halt Repetierendes Rechnen Dauerrechnen Steuerbuchsen Übersteuerungshalt Potentiometereinstellen Nullen Statisch Pruüfen Betriebsarten-Anzeigelampen Meßeinrichtung Stromversorgung au 82 82 83 83 83 84 84 85 85 87 87. ERLAUTERUNGEN Die vorliegende Beschreibung soll den Benutzer Uber die Technik des Tischanalogrechners informieren und ihm die Bedienung und Wartung ermöglichen. Darüber hinaus enthält sie wichtige Hinweise fur die Instandsetzung Für die zweckmäßige Anwendung dieses Gerätes steht eine®gesonderte "Rechenanleitung für Analogrechner" zur Ver- on fUgung. Die Gliederung der Beschreibung ist so getroffen, daß ihr erster Haupt - “ abschnitt alle für die Bedienung notwendigen Kenntnisse vermittelt, während die folgenden Abschnitte "Betrieb", "Wartung" und "Instand- setzung" die erforderlichen manuellen Tätigkeiten angeben. Letztere sind zugunsten größtmöglicher Ubersichtlichkeit weitgehend aus fort- laufend numerierten Kurzsätzen aufgebaut, deren Reihenfolge der zeitlichen Folge der auszuführenden Tätigkeit entspricht. Der fünfte Abschnitt enthält weitere Details, die dem Fachmann eine über den Rahmen der im Abschnitt 4 beschriebenen Maßnahmen hinausgehende Instandsetzung gestatten. Zu den Schaltbildern und Stromlaufplänen ist zu bemerken, daß alle erences chalter und Relais, unabhängig von den im einzelnen dargestellten Betriebsfällen, nach DIN im unbetätigten bzw. unerregten Zustand mn gezeichnet sind. Rechenverstärker Funktionsgeber Potentiometerfeld Programmierfeld 1.1. Verwendungszweck 1. TECHNISCHE ÜBERSICHT Netzgerät Bediengerät Bild 1 Tischanalogrechner RA 742, Bestückung und Abmessungen Der Tischanalogrechner RA 742 ist eine komplette Einheit, die neben den Rechenelementen auch alle zum Betrieb erforderlichen Einrichtungen enthält. Als Einzelgerät ist der Rechner sowohl bei der Lösung gewöhn- licher und partieller Differentialgleichungen und der Untersuchung dy- namischer Vorgänge auf physikalisch-technischem und biologisch-medi- zinischem Gebiet als auch bei der Simulation von Prozessen, Anlagen und Geräten ein mit hoher Präzision arbeitendes Hilfsmittel. ee Die Einzelsteuerbarkeit aller Integrierer und die Möglichkeit der Er- gänzung des Analogrechners durch den Digitalzusatz DEX 102 erlaubt zusätzlich die Bearbeitung hybrider Problemstellungen. Der Rechner wird wahlweise mit elektronisch- oder relaisgesteuerten ee Integrierern ausgerüstet. 1.2. Lieferumfang und Bestellbezeichnungen Zusätzliche auswechselbare Programmierfelder ermöglichen das Speichern von Rechenprogrammen und eine wirtschaftliche Ausnutzung der Anlage. —— Zur Bearbeitung umfangreicher Probleme ist die Parallelschaltung mehrerer Rechner möglich, wobei diese zentral von einem Gerät gesteuert werden können. Die Parallelschaltung wird durch Koppelfelder auf den Pro- grammierfeldern sowie durchgeschleifte Anwahl- und Meßleitungen er- leichtert. Entsprechend den Anforderungen der vorliegenden Probleme kann der Rechner zwischen der in nachstehender Tabelle angegebenen Grund- und Standardbestuckung mit Rechenelementen ausgestattet werden. Zusütz- liche Erweiterungsmöglichkeiten stehen in Form von Erweiterungseinhei- ten zur VerfUgung, die in die Funktionsplätze (s. Bild 3) oder den Zu- satzeinschub NNV 801 eingesetzt werden können. Der Rechner ist somit in weiten Grenzen an wechselnde Probleme anpassungsfähig. Zusatzgeräte, Erweiterungseinheiten und Parallelschaltkabel (s. Bild 4-9) gehören nicht zum Lieferumfang des Analogrechners. Sie sind gesondert zu bestellen. Zur Aufnahme von Einschub-Zusatzgeräten stehen Einzel- gehäuse sowie Tischgestelle zur Verfügung, die dem des Rechners glei- chen und bis zu drei Einschübe aufnehmen können. Bild 2 Tischanalogrechner RA 742, RUckansicht ‘Bild 3 _ Funktionsplatze Tabelle 1 Bestückungsumfang Rechenelemente Grund- Standard- gerät bestückung Rechenverstärker - 23 davon verwendbar als Integrierer/Summierer - 8 Summierer (groß) - 7 Summierer (klein) - 4 Umkehrverstärker - 4 Rechenpotentiometer 19 19 Funktionsgeber Einstellgerät 1 1 variable Funktionsgeber - 2 Multiplizierer bzw. feste Funktionen - 4(8) Komparatoren - Funktionsschalter 2 auswechselbares Programmierfeld - 1 Tabelle 2 Bestückungsliste des RA 742 ( S ) mit Bestellbezeichnungen Baugruppe Bezeichnung Typ Steckeinheit Bestell-Nr. Anzahl Tischgestell GER 742 55.3048.750 1 Verbindungskabel Verstärker-Ausgänge 55.3048.782 1 Verbindungskabel Verstärker-Eingänge 55.3048,783 1 Steckeinheit Bestell-Nr. Baugruppe Bezeichnung“ Typ Anzahl Rechenverstärker | und Netzgerät RVN 742 55.3048 .070 1 Rechenverstärker SRV 7422 HAIC " 55.3040.845 16 HIIC 55.300.346 16 Chopper ACH 110 ' 5Lv7331..001-26 10 Referenzeinheit +10 V : NS 6B 55.3040 .872 1 Referenzeinheit -10 V NS7A 55 .3040.835 1 Gleichspannungs- a ‘Regelsteckeinheit H-GR 1 55.3005 .521 3 25/15 V Regel- | Steckeinheit H-GR 2 55.3005.529 1 Komparatorverstärker KVIC 55.3005 .063 2 400 Hz-Generator GE3A 55.3040 .854 1 Kühlkarte H-KS1 55.3005.524 2. Messverstärker H-MV 1 55.3005.528 1 Zeitgeber-Steuerung A-ZS 1 55.3040 .828 1 400 Hz-Verstärker H-GE 3° 55.3005.536 1 Komparator H-KE 1 55.3005.513 1 Siebungseinheit 55.3048 .104 1 Funktionsgeber FG 742 55.3048.300 a Rechenverstärker SRV 7422 HAIC 55 .3040.845 4 HIIC 55.3040.846 4 Funktionsgeber SFG 744. FGIB 55 „3040 .838 2 FG.2C 55.3040.839 2 FG 2D 55.3040 ..840 2 FG5B 55.3040.875 2 Verstärker-Netzwerk AVN 742 H-VN 1 55 .3005.520 1 Chopper ACH 110 5Lv7331 .001-26 2 Potentiometerfeld PFX 742 55.3048.200 Potentiometer 5Lv5141,001-01 19 Programmierfeld und Bediengerät PB 742 55.3048 .400 1 Rechenverstärker SRV 742 HAIC 55.3040.845 4 | HIIC 55.3040.846 4 . Komparatoren HKM 111 H-KM 1 55.3005 .514 2 wahl- HKE m H-KE 1 55.3005.513 2 Kuschbar gegenein- ander Bestell-Nr. LOG IA 55.3040.826 Baugruppe Bezeichnung’ Typ Steckeinheit Anzahl Parabel-Multiplizierer SPM 134 PM3A 55.3005 .064 8 PM 3B 55.3005.065 8 Steuerlogik-Steckeinheit H-SL 1 55.3005.532 1 _ Steverlogik-Steckeinheit H-SL2 55 .3005..533 1 Chopper ACH 110 5Lv7331 .001-26 2 Programmierfeld PG 742 55.3048 .700 1 Satz Kontaktstifte 55.3048 .000.16 450 - Zubehör Satz Zubehör 55 .3040.000.29 1 Satz Programmierzubehör _ bestehend aus: » 55.3040 ..000/57 d Trennstecker 51v4531 .001-49 8 Kurzschlußstecker 55.3001 .605 40 Programmierschnur 0,15 m sortiert in 5Lv4943 .004-01 20 Programmierschnur j 0,25 m den Farben: 5Lv4943 .004-06 20 ° Programmierschnur 0,40 m Rot, Grün, 5Lv4943 .004-11 20 Programmierschnur 0,60 m Blau und 5Lv4943 ..004-16 10 Programmierschnur 1,50 m Schwarz 5Lv4943 .004-21 10 Kabelhalter 55.3001 „601 1 Netzschnur 5Lv4941.001-19 1 " Bedienungsanleitung 1 30-pol. Federleiste B30 DIN 41622 2 Komparator-Verbindungsstecker 35 -3048 .790 1 _Erweiterunge=- Parabelmultiplizierer SPM 134. PM3A 55.3005 .064 2 einheiten PM 3B 55.3005 .065 2 Parabelmultiplizierer SPM 1422 PM4A 55.3040.824 1 PM 4 B 55.3040 .825 1 Quadratfunktion SQF112. PM3B 55.3005 .065 2 - Quadratfunktion SQF 122. PM3A 55.3005 .064 2 Sinusfunktion 'SSF 112. SINTA 55.3040.800 1 DD SIN 1B 55.3040.801 1 Sinusfunktion SSF122 SIN2A 55.3040.808 1 SIN 2B 55.3040.809 1 Cosinusfunktion SCF 112 COSTA 55.3040 .804 1 | COS1B 55.3040.805 Cosinusfunktion SCF 122 COS2A 55.3040.812 1 COS 2B 55.3040.813 1 Arcus-Sinusfunktion SAF112 ARCIA 55.3040 ..850 1 ARCIB 55.3040 .849 1 Logorithmusfunktion ALF 11] Baugruppe Bezeichnung Typ Steckeinheit Bestell-Nr. Anzahl Erweiterungs- Universalfunktion VAR 111 VARIA 55.3040.816 1 einheiten Universal funktion VAR 121 VAR1B 55.3040 .817 1 Universalfunktion VAR 131 VAR1C 55.3040 .818 1 Universalfunktion _ VAR 141 VARID 55.3040.819 1 Universal funktion VAR 211 VAR2A 55.3040 .820 1 Universalfunktion VAR 221 VAR2B 55.3040 .821 1 Universalfunktion “VAR 231 VAR2C 55.3040 .822 1 Universal funktion VAR 241 VAR2D 55.3040 .823 1 Adapterkarte 55.3040.895 1 Komparatorschalter » ASM 741 KS2A 55.3040 .870 1 Komparatorschalter ASE 741 KS6A 55.3040 .871 1 Speicher-Netzwerk ASN 742 A-SN 1 55.3040.827 1 Rauschgenerator _ RGF 104 1 Parallelschaltkabel Kabel RA 742/RA 742 55.3048 . 785/787 Kabel RA 742/RA 770 55.3048 . 786/787 _ Kabel RA 742/RA 800 H 55.3048 .786/788 Kabel RA 742/NNV 801 55.3048 . 784 Kabel RA 742/DEX 102 55.3048 .789 Zusatzgeräte Nichtlineare Netzwerke NNV 801 55.3003.502 Elektronischer Resolver ERS 801 55.3003.550 Ausgabe-Oszillograph OMS 700 5 M 7420.910-01 Zweistrahl-Oszillograph OMS 811 55.3007.100 Digitalvoltmeter DVM 740 53-892 Digitalzusatz DEX 102 55.3044 .901 Cc Magnetband-Analogspeicher MAS 24-2 58.1002.000 bzw. MAS 24-4 58.1002-001 Bild A Einschub Nichtlineare Netzwerke NNV 801 rn Bild 5 Einschub Elektronischer Resolver ERS 801 Bild 6 Oszillograph Bild 7 Zweistrahloszillograph OMS 811 a OMS 700 ® Bild 8 Digitalvoltmeter DVM 740 Bild 9 Digitalzusatz DEX 102 1.3. Technische Daten Lineare Rechenelemente Rechenverstärker, unbeschaltet : C__ Ausgangsspannungsbereich _ — Five Belastbarkeit 1OmA Eingangswiderstand d. Verstärkers > 100 KQ Gleichspannungsverstärkung 10° typ. Grenzfrequenz für V = I (0-dB-Frequenz) Nullpunktfehler bezogen auf den Summen- punkt, Uber 8 Stunden bei konstanter Temperatur Temperaturdrift, bezogen auf den Summenpunkt Daten des Summierers Eingangswiderstand, Bewertung 1 . Bewertung 10 Bandbreite (-3 dB), Ro = 200 kQ Ro = 20 kQ u 250 KHz typ. 200 kQ 20 kQ 15 KHz 85 KHz s10 »V = 0,5 VC. + 0,02% + 0,02 % Amplitudenfehler, Inverter, statisch Amplitudenfehler, Inverter, dynamisch Ro = 200 kn f= 100 Hz f= 1kHz Ro= 20k2 f= 100 Hz -f= kHz Phasenfehler, Inverter Ro = 200k2 f= 100 Hz f= 1kHz Ro= 20k2 — F= 100 Hz 4 f= 1 kHz Rauschen, Inverter, Uber volle Bandbreite Ro = 200 k2 Ro= 20k2 ' Kapazitatslast am Ausgang | Ro = 200 kQ Ausgangswiderstand des Inverters Ro = 200 kQ Daten des Integrierers ° Anfangswertwiderstand Integrationskapazität Integrationsfaktor 1 | Integrationsfaktor 10 Integrationsfaktor 100 Abgleichfehler (Raumtemp. 23° C) Langzeitfehler ' Temperaturfehler ‘Amplitudenfehler, statisch _ dynamisch, f = 100 Hz Drift des Integrierers, ky =] Schaltzeiten der Integriererschalter relaisgestevert elektronisch gestevert Streuzeiten der Integrierschalter, relaisgestevert Koeffizienten-Potentiometer Präzisions-Drahtdrehwiderstand, zehngängig Widerstand Widerstandstolera nz 2x 107 typ. 4 4x10 max. 2x10 2x10 1x 10* 3 2x10" 0,03° 0,6° 0,004° 0,06° 0,5 mV typ. 0,2 mV typ. 0,2 pF zulässig 100 mQ 20k2 +0,02% . 5 pF 0,5 pF 0,05 pF 0,05 % < 0,03 %/Jahr -100 x 10 u 5x 107+ typ:, 7x i074 max. 1x 10% < 50 „V/sec. 800 ps typ. 1 ps typ. + 200 ps typ. 5kQ +5.10 kinearitätstoleranz Auflösung Absicherung Serienwiderstand der Sicherung Präzisions-Spannungsteiler Anzahl der Stufen ) + Toleranz der Einstellung Innenwiderstand Kompensationsmeßeinrichtung Genauigkeit der Einstel lung Reproduzierbarkeit Auflösung Einga ngswiderstand , . Eingangswiderstand, nach Abgleich Zeitgeber relaisgestevert Rechenzeit, kontinuierlich einstellbar in 3 Bereichen Pausenzeit, 3 feste Zeiten +5x10° 2x 10% ‘Strombegrenzungslampen, 30 mA bei 10 V unbelastet ca. 302 10 1x 1079: < 5002 3 4 S1x10° < 2x10 1x10 > 4k2Q © elektronisch gesteuert 0,01 bis 110 s 0,01, 0,] und 1s Fehler der Rechenzeiteinstellung 1x 10° +0,2 ms 1x 10° Reproduzierbarkeit 2x 10% +0,2mstyp. 1x 10* Nichtlinearität der Zeitgeber- spannung <1x10* Nichtlineare Elemente Alle spannungsabhängigen Fehler sind auf 2E = 20 V bezogen. Parabelmultiplizierer SPM 134 Eingangsspannungsbereich Zahl der Diodenstrecken pro Parabelast Produktfehler, statisch 2 Produktfehler, dynamisch, f = 100 Hz Eingangswiderstand Bezugswiderstand des Folgeverstärkers Parabelmultiplizierer SPM 142 Eingangsspannungsbereich +1 E max. 10 <1 x 107 FS 1x 104 Fs 35 > 6k2 20k2 2x10 +1 E max. +) Belastungskompensiert auf einen Verstärkereingang 1 = 200 kn 10 Zahl der Diodenstrecken pro Parabelast 6 _ Produktfehler, statisch 53x10” typ. 5x 1079 max. Produktfehler, dynamisch f = 100 Hz . 1x 104 FS Eingangswiderstand . mo 8k2 Bezugswiderstand des Folgeverstärkers >20k2 2x 1074 Variable Funktionsgeber Funktionsgeber FG 742 üquidistante Knickpunkte Anzahl der Diodenstrecken : 20 Abstand der Knickpunkte 0,1E Eingangsspannungsbereich +1 E max. Ausgangsspannung + 1 E max. _Eingangswiderstand 7 >5kQ Einstellbereich der Steigung umschaltbar +1,7/5VN Einstellbereich der Ordinate +1 E Konstanz und Reproduzierbarkeit <0,05% FS Stérspannung am Ausgang Steilheit 1 : 1,7 5 mV typ. - Steilheit 1: 5 10 mV typ. Bezugswiderstand der Umkehrverstarker 200k2 2x 10* Funktionsgeber Serie VAR 100°) Einstellbare Knickpunkte und Ordinate Anzahl der Knickpunkte 5 Anzahl der einstellbaren Knickpunkte 4 Eingangsspannungsbereich . 1 Emax. Eingangswiderstand > 10k Bezugswiderstand des Folgeverstärkers : 20 bzw. 200 k2 Einstellbereich der Steigung . 0,3 bzw. 3 E/E (abhängig vom Bezugswiderstand des Folgeverstärkers) Einstellbereich der Knickpunkte O bis +] Ebzw. -1E Einstellbereich der Ordinate +1E Polarität: Eingangsspannung Steigung VAR 111 (VAR 1 A) negativ positiv VAR 121 (VAR 1 B) positiv negativ VAR 131 (VAR 1 C) negativ “ positiv VAR 141 (VAR ID) positiv _ negativ +) Funktionsgeber der Serie 100 und 200 sind beliebig kombinierbar 11 Funktionsgeber Serie VAR 200"? Einstellbare Knickpunkte Anzahl der einstellbaren Knickpunkte Eingangsspannungsbereich Eingangswiderstand Bezugswiderstand des Folgeverstärkers Einstellbereich der Steigung 6: 1E max. >8k2 20 bzw. 200 k2 0,3 bzw. 3 E/E (abhängig vom Bezugswiderstand des Folgeverstärkers) Einstellbereich der Knickpunkte ° Polarität: 0 bis +1 Ebzw. -1 E Eingangsspannung Steigung VAR 211 (VAR 2 A) negativ positiv VAR 221 (VAR 2 B) positiv negativ VAR 231 (VAR 2 C) negativ positiv VAR 241 (VAR 2D) positiv negativ Feste Funktionen Quadratfunktionen SQF 112 SQF 122 Ubertragungsfunktion + x - x Eingangsspannungsbereich t1E t1eE Approximationsfehler = 5x 1074 FS =5x 1074 FS Eingangswiderstand > 6k2 > 6kQ. Bezugswiderstand 20k2~ 20 KR Sinusfunktion SSF 112 SSF 122 Ubertragungsfunktion + sind x + sin x Eingangsspannungsbereich + 1 E~ +1E Approximationsfehler <1x 10” FS 33x 10° FS Eingangswiderstand > 5k2Q >2,5 Bezugswiderstand 20K2 20 kQ Cosinusfunktion SCF 112° SCF 122 Übertragungsfunktion + cosT x + cos Tx Eingangsspannungsbereich +IE t1E Approximationsfehler 81x 10° FS =3x 10” FS ' Eingangswiderstand >10 k2 > 5k2 Bezugswiderstand 20 kQ 20 KR Arcus-Sinusfunktion SAF 112 Übertragungsfunktion 2 are sin x Eingangsspannungsbereich +1 E Approximationsfehler =1x 10” FS Eingangswiderstand >2k2 Bezugswiderstand 100 KR 12 ET . Logarithmusfunktion ALF 11] Ubertragungsfunktion + 1/2 Ig 100 x - 1/2 Ig 100 x Eingangsspannungsbereich -0,01l bis-1E +0,01 bis +1 E Approximationsfehler <5x 10” FS S5x 10" FS Eingangswiderstand > 7kaQ > 7kQ Bezugswiderstand 20k 20 kQ Komparatoren Komparator (Relaisschalter), HKM 111 Komparatorverstärker Anzahl der Eingänge 2 Eingangsspannungsbereich : #10V Eingangsempfindlichkeit 1 mV typ. Breite der Hysterese 1 mV Eingangswiderstand >10k2 Toleranz der Eingangswidersttinde <1 x 1074 Schaltzeit 10 ps typ. | Ausgangssignal OV bei ZUESOV ("0") — >10V- bei ZUE>OV ("1") Belastbarkeit 4 Schalter Relaisschalter ‚ Anzahl der Umschalter 2 - i \ Umschaltzeit 600 +100 ps | Schaltspannung 60 V bei | S70 mA Schaltstrom 200 mA bei U S10 V Komparator (elektron. Schalter), HKE 111 Komparatorverstärker s. HKM 111 elektronische Schalter Anzahl der Umschalter 2 Umschaltzeit | s 2,p5 Schaltspannung ° - max. +10 V Fehlerspannung bei Belastung Ri = 200 kQ / <tx 10* FS RL = 20kn <5 x 1074 FS Quellwiderstand der zu schaltenden Spannung <12Q Komparatorschalter (Relais),-ASM 741 | Ansteuerung durch Rechenverstärker SRV 742 (s. Bild 52), Komparatorverstärker oder sonstige binäre Signale (aus Bediengerät DEX 102 etc.) | Anzahl der Umschalter 2 Ansteuerung, Arbeitslage = "0" <2V | , Ruhelage = "1" >8EV | sonstige Daten siehe HKM 111. - Relaisschalter Komparatorschalter (elektronisch) ASE 741 (s. Bild 52) Ansteuerung durch Rechenverstärker SRV 742, Komparatorverstärker oder sonstige binäre Signale (aus Bediengerät, DEX 102 etc.) Anzahl der Umschalter 2 Ansteuerung, Arbeitslage = "0" <2V Ruhelage = "1" = >8V sonstige Daten siehe HKE-111. - elektron. Schalter Speichernetzwerk ASN 742 Netzwerk zur Programmierung von Speichern (s. Bild 51) mit Rechenverstärkern SRV 742, vom Programmierfeld aus steuerbar Anzahl der Netzwerke 2 Anzahl der Eingänge pro Netzwerk 1 Eingangswiderstand TkQt 2 x 107 Ubertragungsfunktion, in "Folgen" U, = ot , in "Halten" U = konst. Ladezeitkonstante 0,5 ms Folgen statischer Fehler 2x 1074 typ. . < 4x 10°* max. Phasenfehler bei I Hz s 0,2° Haltefehler ° 5 0,2mV/s Rauschgenerator RGF 104 Effektivwert der Ausgangsspannung 3 3 Verf Spitzenwert der Ausgangsspannung +10 V. Konstanz der Leistungsdichte im Bereich von 0 — 4,5 kHz 31% Abweichung von der Gauß’schen Normalverteilung +1% Referenzspahnung Maschineneinheit E - +10 V und -10 V Inkonstanz 20,5mV Belastbarkeit . ’ 100 mA Stromversorgung Netzanschluß: 110, 127, 130 bzw. 220 und 240 > (+10 %) 47 bis 63 Hz Leistungsaufnahme (vollbestückt) 120 VA Betriebsbedingung Betriebsbedingungen für die oben spezifierten Daten Temperatur 23+5°C Luftfeuchte 90 % Betriebsfähig ist der Rechner bei Temperaturen von +10° C bis +40° C 14 , Abmessungen - Höhe: 670 mm des Rechners _ “Breite: 550 mm Tiefe: 500 mm des Programmierbrettes Höhe: . 215 mm Breite: 380 mm Gewicht (vollbestückt) etwa 105 kg < — — 1.4. Aufbau und Funktion Der Rechner besteht aus einem Tischgestell mit drei Einschüben. > 1.4.1. Einschübe Oberer Einschub Im oberen Einschub ist links die Montageeinheit Rechenverstarker mit 15 kompletten Rechenverstärkern (Nr. 1 bis 15) enthalten. Auf der Frontplatte befinden sich neben den zugehörigen Nullpotentiometern und Anwahltasten mit eingebauten Ubersteverungslampen auch Null- potentiometer, Anwahltasten und Ubersteverungslampen für die im un- teren Einschub untergebrachten Multiplizierer-Folgeverstärker (16 bis 19), für die Verstärker des Funktionsgeber-Einschubes (Ur, Uror ‚| u Un, Uno) und für Zeitgeber- und Meßverstärker ("Z" bzw. "Null"), Den rechten Teil des oberen Einschubes nimmt die Montageeinheit Netzgerät ein. Auf ihrer Frontplatte sind neben dem Netzschalter ein MeBinstrument und fünf Sicherungsleuchttasten vorhanden. Die Lämp- chen dieser Tasten dienen zur Ausfallanzeige der Sicherungsautomaten für die stabilisierten Spannungen. Durch die Tasten können die ein- zelnen Spannungen zu Prüfzwecken an das Meßinstrument gelegt wer- den. An der Rückseite des Netzgerätes sind vier Netzsicherungen, drei Buch-. sen zum Anschluß von Externgeräten, der Spannungswähler und der zen- trale Erdungspunkt vorhanden. 16 -* Bild 10 Oberer Einschub Bild I1 Mittlerer Einschub Mittlerer Einschub Dieser Einschub enthält 2 Funktionsgeber mit 4 zugehörigen Umkehrver- stärkern. Rechts der Einstellpotentiometer ist jedem Funktionsgeber ein Drehschalter zur Auswahl der Steigungen 1: 1,7 oder 1 : 5 zugeordnet. Durch Leuchtdrucktasten links außen lassen sich die vier Umkehrver- stärker von den zugehörigen Funktionsgebern zur freien Verwendung abtrennen. Das Potentiometerfeld mit 19 Koeffizientenpotentiometern und einem Stufenschalter als Funktionsgeber-Einstellgerät und Spannungs- teiler ist als Untereinschub in den mittleren Einschub eingesetzt. Jedem Potentiometer ist eine Anwahltaste direkt zugeordnet. Das Funktionsgeber- Einstellgerät besteht aus einem festen Spannungsteiler in Verbindung mit einem zehnstufigen Drehschalter. Unter dem Drehschalter ist ein Wahl - schalter für die Polarität der an den Spannungsteiler zu legenden Span- nung. An der Rückseite des Einschubes befindet sich ein Magazin mit acht Funk - tionsplätzen zur Aufnahme von Steckeinheiten für spezielle Funktionen. Die Kartenplätze des Magazins sind mit entsprechend bezeichneten Buch- sen des Programmierfeldes verbunden. Bild 12 Unterer Einschub Unterer Einschub Im unteren Einschub sind sämtliche für die Rechenfunktion erforderlichen Netzwerke und Bedienungseinrichtungen enthalten. Ferner sind dort 4 Multipliziernetzwerke mit den zugehörigen 4 Umkehrver- stärkern sowie 2 Komparatoren untergebracht. Auf der Frontplatte des Einschubes befindet sich das Programmierfeld und die Aufnahmevorrichtung für weitere auswechselbare Programmierfelder . Eine Hebelvorrichtung gewährleistet müheloses Auswechseln. Rechts im Einschub ist das Bediengerät.Seine Frontplatte trägt folgende Bedien- und Kontrolleinrichtungen : Ein neunteiliges Tastenaggregat zur Wahl der Betriebsarten , die Leuchttasten für externe Steuerung und Übersteuerungshalt, zwei Lampen zur Anzeige der Komparatorzustände, Drehschalter und Präzisionspotentiometer zum Einstellen der Rechen- und Pausenzeiten, 18 1.4.2. Rechenelemente 1.4.2.1. Rechenverstärker ein Prazisionspotentiometer für die Kompensationsmesseinrichtung, zwei Lampen zur Anzeige der Polarität der Meßspannung, zwei Funktionsschalter (Kippschalter), deren Kontakte auf das Program- mierfeld geführt sind. Der rechte abgeschrägte Rand des Bediengerätes bildet mit einer neun- teiligen Buchsenreihe ein Anschlußfeld für Externgeräte. Die Rechenverstärker dienen zur Ausführung der linearen Rechenoperationen Summieren, Integrieren und Vorzeichenumkehr Es sind stark gegengekoppelte Gleichspannungsverstärker, deren Schlei- fenverstärkung so groß ist, daß die Übertragungsfunktion durch die passiven Gegenkopplungselemente bestimmt wird. Die für den Gleichspannungsverstärker notwendige Nullpunktkonstanz ist durch Chopperstabilisierung gewährleistet. nn I R1 Vey En Vv U R2 un 400 Hz > N i ~ >i ~ : I < 400 Hz Bild 14 Prinzipschaltbild eines Rechenverstärkers 19 oo Der Fehler der Rechenkomponenten der Rechenverstärker ist kleiner als i 5x 10~ in Bezug auf die Rechenkondensatoren und kleiner als 2 x 10* in Bezug auf die Rechenwiderstände. Im Bild 15 ist der Frequenzgang eines unbeschalteten Verstärkers angegeben. Der durch die endliche Ver- stärkung bedingte Rechenfehler bleibt bis zu einer Frequenz von 100 Hz kleiner als 0,02 % und liegt bei 300 .Hz noch unter 0,2 %. dB 200 an 160 = 120 Ä NS, : Ai | N fi 0 -20 Bild 15 Frequenzgang eines N 001 01 1 10 100 ik 10k 100k 1M Hz unbeschalteten Verstärkers Fehler 10? Ä 7 Amplitude / frrase 5.10” / WA LL. Y 110° BG 4 f (Hz) 0 . 200 «400 600 800 1000 — (200k - Inverter) Bild 16 Amplituden- und Phasenfehler der Rechenverstärker ( 20 kOhm Inverter) in Abhängigkeit von der Frequenz 20 Fehler Br —_ Co . nn Uopv 3 . 60 5-10 + : / 40 +— 20 Z 3 Amplitude > 0 — Phase N ——_— +20 0 _ 200° 400 600 800 1000 260 N (20 kN -Inverter ) f (Hz) -60 Bild 17 Amplituden- und Phasenfehler der 10 20 30 40 50 60 °C Rechenverstarker (20 kN Inverter) in Ab- Temperatur hängigkeit von der F natakelt von der Frequenz Bild. 18 Summenpunktdrift eines Verstärkers als Funktion der Temperatur In Bild 18 ist die Abhängigkeit der Drift von der Temperatur dargestellt. ’ Die Drift bleibt bei Umgebungstemperaturen bis zu + 35° unter 10 pv. 200k 1}>— BEE zu 200k 1 200k 20k 20k . . 0) —I—t Nullpunktregler a15 - - 15V Hic |. kun. 2 b6 MER 400Hz 20Ve6 1cH 7001 |] ot 0 B iR 14 Veg + CHE Bild 19 Zusammenschaltung eines Rechenverstärkers Im Gerät sind die Haupt- und Hilfsverstärker jedes Rechenverstärkers auf gesonderten Steckeinheiten aufgebaut, Die Zusammenschaltung ist aus Bild 19 ersichtlich. Zur Modulation der Nullpunkt-Fehlerspannung auf die Trägerfrequenz 400 Hz dienen mechanische Chopper. In der verwendeten Ausführung hat jeder Chopper zwei Kontakte, so daß jeweils ein Chopper für zwei Rechenverstärker verwendet werden kann. Bis zu 15 Rechenverstärker, also je 15 Haupt- und 15 Hilfsverstärker sowie 8 Chopper sind in der Montageeinheit Rechenverstärker des oberen Einschubes untergebracht. 4 weitere Rechenverstärker befinden sich mit den 2 zugehörigen Choppern im mittleren Einschub, wo sie zum Summieren der Strecken der Funktionsgeber dienen oder als Umkehrverstärker verfügr bar sind. Im unteren Einschub sind ebenfalls 4 komplette Rechenverstärker “untergebracht, die bei Bedarf mit Hilfe eines Kurzschlußsteckers am Pro- grammierfeld den Multipliziernetzwerken nachgeschaltet werden können oder frei als Umkehrverstärker bzw. als sogenannte kleine Summierer ver- fUgbar sind. Der Begriff kleine Summierer kennzeichnet, daß diesen Verstärkern im Gegensatz zu den Verstärkern 1 bis 15 auf dem Programmierfeld neben dem Summenpunkt nur ein Eingang mit dem Bewertungsfaktor 1 zugeordnet ist. Durch die Beschaltung des Summenpunktes mit entsprechenden Widerständen lassen sich weitere Eingänge schaffen. Da der Rückführwiderstand einen Wert von 20 kQ hat, muß der Wert der Widerstände für zusätzliche Ein- gänge mit dem Bewertungsfaktor 1 ebenfalls jeweils 20 kQ betragen. Offene Verstärker Unter einem offenen Verstärker versteht man einen Rechenverstärker ohne Rückführung. Man erhält ihn durch Auftrennen der Verbindungen zwischen den Anschlußbuchsen "R" und "G" eines Summierers auf dem Programmier- feld (siehe Bild 20). Die offenen Verstärker finden besonders bei der Nachbildung von Nicht- linearitäten mit Dioden (Begrenzungen, Hysterese, Absolutwertbildung etc.) und bei Schaltungen der sog. impliziten Technik, also Divisionsschaltungen, Bilden von Umkehrfunktionen oder Auflösen implizit gegebener Gleichungs- systeme Verwendung. 22 Bild 20a Summierer Summierer Bild 20a zeigt, wie die Verstärker 3, 4, 8, 12 und 13 durch Einschalten eines RUckfUhrwiderstandes (SchlieBen der Verbindung Uber den Kurz- schlußstecker St am Programmierfeld) zum Summierer werden. Die zu summierenden Spannungen werden einzeln an die Eingänge des Wider- standsnetzwerkes gelegt. Hinter jedem Eingarig befindet sich ein Rechen- widerstand, dessen reziprokes Größenverhältnis zum Rückführwiderstand den Bewertungsfaktor des Eingangs ergibt. Der Bewertungsfaktor ist gleich dem Verstärkungsfaktor für die angelegte Spannung. Drei: Eingänge jedes der obengenannten Verstärker sind für den Bewertungsfaktor 1, zwei Ein- gänge für den Bewertungsfaktor 10 ausgelegt. Sie sind, wie auch alle Übrigen Anschlüsse der Verstärker, an den auf dem Programmierfeld be- findlichen Eingangsbuchsen entsprechend beschriftet. Die Verstärker 7 und 9 sind zunächst ebenfalls sog. kleine Summierer mit zwei Eingängen der Bewertung 1 und festverdrahtetem RUckfUhrwiderstand (200 kQ). Die Verbindung ihrer Summenpunkte mit dem jeweils darunter gelegenen Summenpunkt eines freien Widerstandsnetzwerkes schafft zwei weitere Eingänge der Bewertung 1 und zwei der Bewertung 10 (siehe Bild 20b). Diese freien Widerstandsnetzwerke können auch mit jedem anderen Summierer oder Integrierer zur Erhöhung der Zahl der Eingänge verbunden werden. Achtung: Die Verbindungen zu den Summenpunktseingängen der Verstärker sollte man im Hinblick auf Störspannungen und Stabilität möglichst kurz halten, also beispielsweise nicht Uber Querverbindungen zum Parallel-. rechner führen, Der Relaiskontakt "ps" hat während des Rechnens keinen Einfluß auf die Wirkungsweise des Summierers. Er dient der belastungsgerechten Einstel - lung der Koeffizientenpotentiometer, indem er den Verstärkereingang vom Eingangsnetzwerk trennt und das Netzwerk erdet. Außerdem wird eine evtl. Übersteuerung des Verstärkers, die zu einer falschen Potentiometer- einstellung führen würde, vermieden. Beim "Nullen" wird der Verstärker gleichfalls vom Eingangsnetzwerk getrennt. u GR 200k >, “St 20k . 10 I —t ps 10 >—__ fe, j ° erst _ 200 Wu 1 As c . XY 1p 200 | I Ir c 4 = Nn S [=] = o un 1 NR on < ia) [AR 219} . a 23 200 k 200k 5) cI—C1 {=} : : . 200k — ; $)}—____—_—_ << | oe "yerst. 10.)——_L_}-+4 Ss oo 20k - ps Wu ; , . k ——t | rm . 200 k ; > te er BE: PS Bild 20b Summierer mit freiem Widerstandsnetzwerk und fester Rückführung Umkehrverstärker Jeder Verstärker kehrt die Polarität der an seinen Eingang gelegten Spannung um. Man nennt ihn jedoch nur dann Umkehrverstärker, wenn er speziell für diesen Zweck eingesetzt wird. In dieser Hinsicht stehen also praktisch alle Verstärker des Rechners als Umkehrer zur Verfügung, wobei es jedoch zweckmäßig ist, zuerst immer auf die Verstärker mit nur einem Eingang, d.h. die fallweise freien Verstärker der Funktionsgeber und Multiplizierer zurückzugreifen. Auch bei den Umkehrverstärkern wird in den Betriebsarten "Pause" oder "Nullen" das Eingangsnetzwerk durch einen "ps"-Kontakt geerdet und vom Verstärkereingang getrennt. Integrierer Beim Integrierer wird der RUckfUhrwiderstand des Summierers durch einen Kondensator ersetzt. Das geschieht bei den umschaltbaren Summierer/ Integrierern (Verstärker 1, 2, 5, 6, 10, 11, 14 und 15) durch Umstecken eines Trennsteckers am Programmierfeld (St 1) aus der Stellung "I" in die Stellung "[". Ein zweiter Stecker (St 2) dient zur Auswahl des Integrierkondensators und damit des gewünschten Integrationsfaktors 1, 10 oder 100 (ko). Aus dem Bewertungsfaktor des Eingangs c und dem Integrationsfaktor ko ergibt sich die Integrationszeitkonstante zu: b= sre Es sind also Integratiönszeitkonstanten von 1 s; 0,1 s; 0,01 s und 0,001 s einstellbar. Der Anfangswert für die Integration wird durch Aufladen des Integrierkondensators auf eine entsprechende Spannung erzeugt. Diese Spannung wird z.B. an einem Koeffizientenpotentiometer abgegriffen und an die Buchse "A" (Anfangswert) des Summierer/Integrierers gelegt. Die Kontakte h und r dienen zunächst zum Festlegen des Integrationsbeginns und -endes sowie zum Anhalten während des Integrierens. Im letzteren Falle wirkt der Integrierer als Speicher, da die Ausgangsspannung bis 24 _ zum Weiterrechnen stehen bleibt. Die Kontakte sind in Pausenstellung ge- zeichnet. u l 200k o——— m u Verst. ———F s> h 20k Y | 10.>—_C_}—"+4 p’ . 0k 100k St2 4,95 u LLC p i cr ln a a | .¢ 045 u 200k I 1-1-4 rm 0” 9 Fr abe k 200 k 20k pP’ »% — 20k _ A -25V Rel.E + C U ~o p! . R- Rls. Erde Ho Rts° Ris ; mee | H 7 R 25V Bild 21 Umschaltbare 7 R (DEX 102)h'o . or' (DEX 102) Summierer/Integrierer (stat.prüf)h'o- j ho Ch r>- of Während der Pause lädt sich der Integrierkondensator auf den negativen Wert der an die Buchse "A" gelegten Anfangsspannung Va auf. Bei Rechenbeginn legen die Kontakte h und r um und der Integrationsvorgang beginnt. Bei "Halt" geht nur der Kontakt h in die gezeichnete Stellung zurück und bleibt in derselben bis zum Weiterrechnen. Alle Integrierer lassen sich Uber die am Programmierfeld herausgeführten . Steuereingänge der R- und H-Schalter auch individuell ansteuern. Da- durch ist es möglich, diese unabhängig vom Repetiertakt des Zeitgebers z.B. in Abhängigkeit von Komparatorzuständen oder einer externen Logik (Digitales Experimentiergerät DEX 102) zu steuern, bzw. spezielle Abtast~ und Haltekreise, wie sie zur Datenspeicherung in Iterationszyklen benötigt werden, zu programmieren. Für die Integrierer 02, 06, 11 und 15 existieren zusätzliche Steuereingänge zu den R- und H-Schaltern (in Bild 2]: r” und h’), die über den Anschlußstecker St9 zum Steverfeld des DEX 102 führen. 25 1.4.2.2. Koeffizientenpoten- !tiometer In den Betriebsarten "Potentiometereinstellen", "Nullen" und "statisches Prüfen" muß jede eventuelle Einzelsteverung der Integrierer automatisch aufgehoben werden. Dazu werden durch Abtrennen des Uber entsprechende Relaiskontakte zugeführten Erdpotentials von den R- und H-Schaltern deren Steuereingänge wirkungslos gemacht. Über einen weiteren Steuereingang h" des H-Schalters wird dieser in der Stellung "stat. Prüfen" erregt. Für den Be- trieb mit dem normalen Repetiertakt mUssen am Programmierfeld die Verbin- dungen h-H und r-R durch Kurzschlußstecker hergestellt werden. Wird der Verstärker als Summierer programmiert, so stellt ein Umschalt- relais die nötigen Verbindungen her, Die Rolle des ps-Kontaktes Ubernimmt der h-Kontakt. e Bild 22 Potentiometereinschuk Übersteuerungsanzeige Jedem Verstärker ist ein Übersteverungsrelais zugeordnet, das eine mit der Verstärkernummer beschriftete Übersteuerungslampe einschaltet, so- bald der Verstärker Uberstevert oder Uberlastet wird. Außerdem ist mit Hilfe der Übersteuerungsrelais das automatische Anhalten aller Rechen- vorgänge im Augenblick der Ubersteverung möglich. Die Einrichtung kann durch Betätigen der Taste "Ü-Halt" am Bediengerät je nach Bedarf wirksam oder unwirksam gemacht werden. Die Übersteuerungslampen sind am oberen Einschub jeweils zusammen mit den Potentiometern fUr den Nullabgleich der Rechenverstärker angebracht, Alle übrigen zu den Rechenverstärkern gehörenden Relais, Rechenwider- stände und Integrierkondensatoren befinden sich im unteren Einschub, Die Ein- und Ausgänge aller Verstärker sind auf das Programmierfeld geführt. Die Koeffizientenpotentiometer sind im mittleren Einschub im Poten- tiometerfeld zusammengefaßt. Von den 19 Potentiometern sind die Po- tentiometer 5, 10, 11 und 16 erdfrei ausgeführt, so daß sie auch als Vorwiderstände verwendet werden können. 26 1.4.2.3. Parabelmultiplizierer Jedes Potentiometer ist ein drahtgewickeltes, zehngängiges Präzisions- potentiometer mit einem Widerstand von 5 kQ bei einem Linearitätsfehler von <0,5 % und einem Auflösungsvermögen von < 0,02 % bezogen auf 2E, Zur genauen Potentiometereinstellung ist jedem Potentiometer eine Drucktaste zugeordnet, durch die es mit seinem Eingang an die Maschi - neneinheit - 10 V und mit seinem Schleifer an die Kompensationsmeß- einrichtung gelegt werden kann. Jedem Schleifer ist eine Strombegren - zungslampe zur Absicherung vorgeschaltet. Bei einer Fehlprogrammierung des Potentiometers könnte Uber den Schleifer ein unzulässig hoher Strom fließen. Bie Strombegrenzungslampe gltht dann, brennt aber nicht durch (kein Auswechseln nötig). Ihr Widerstand erhöht sich dabei etwa auf den zehnfachen Wert des Kaltwiderstandes und schützt das Potentiometer vor einer Beschädigung. Neben den 19 stufenlosen Potentiometern befindet sich mit Adresse 20 ein zehnstufiger Spannungsteiler mit Drehschalter auf dem Potentiometerfeld. Die Verwendung dieses Spannungsteilers als Einstellhilfe für die Funktions- geber ist besonders vorteilhaft, da sich an ihm die Knickspannungen der einzelnen.Diodenstrecken unmittelbar vorwählen lassen. Der Eingang des Spannungsteilers kann Uber den Umschalter 5 21 (unterhalb des Dreh- | schalters) wahlweise an die neutrale Eingangsbuchse oder an die positive oder negative Maschineneinheit (10 V) gelegt werden. In der Nullstel - lung von S 21 ist der Spannungsteiler zur Einstellung der Koeffizientenwerte 0,1; 0,2 bis 1,0 verwendbar. (Nur bei Einer-Eingang.) Das Prinzip des Parabelmultiplizierers beruht auf der algebraischen Be- =( m. „2 _ (2 > „2 « Die vier Parabeläste zur .Bil- ziehung x+y dung der Quadratfunktionen in allen Quadranten werden durch Sekanten- approximation dargestellt. Der Approximationsfehler als Funktion der Eingangsspannung ist die Differenz zwischen der idealen Parabel’und der Sekantenapproximation. Bild 23 zeigt den gemessenen Approximationsfehler eines Parabelastes, wobei x die Eingangsspannung im Bereich 0 = x = E und y der Feh- ler ist. Bezogen auf den gesamten Arbeitsbereich des Analogrechners von -E Bis — +E ist der Produktfehler für die Multiplizierer demnach <0,1%. 27 mV +10 Bild 23 Gemessener Fehler 0 05 1E eines Parabelastes x nn nn Bild 24 Schaltung eines _ oo rs _ Parabelmultiplizierers. ts! -¥> mal lense Epo Die vier Multiplizierer, die-der Rechner in seiner StandardbestUckung enthalt, befinden sich zusammen mit den Verstärkern 16...19, die zur Verwendung als Folgeverstärker der Multipliziernetzwerke vorgesehen sind, im unteren Einschub. Die Multipliziernetzwerke sind auf vier Steckeinheiten aufgebaut. Die Folgeverstärker stehen bei Nichtgebrauch der Multiplizierer wahlweise als sogenannte kleine Summierer oder Um- kehrer (s.2.3, 2.3.) zur Verfügung. 1.4.2.4. Variable Mit dem Funktionsgeber lassen sich stetige Funktionen y = f (x) Funktionsgeber (-E S f (x) S+E) einer zeitabhtingigen Eingangsgröße x (-E S x S+E) varia- bel einstellbar erzeugen. Die Funktion wird durch einen Polygonzug aus 20 28 Geradenstrecken im gesamten Rechenbereich von — 10 V bis + 10 V approximiert. — Der Funktionsgeber besteht aus einem Diodennetzwerk und zwei nachge- schalteten Rechenverstärkern. Die Vorspannungen von 20 Dioden sind so gewählt, daß die Einsatzpunkte der Kennlinien-Steigungen in festen Ab- ständen von jeweils 1 Volt liegen. Die Abszissenwerte der Knickpunkte sind also äquidistant. Die Steigungen der aneinandergereihten Kennlinien lassen sich zwischen positiven und negativen Werten (max. etwa + 5 V/V pro Strecke) einzeln an je einem, insgesamt also an 20 Potentiometern einstellen. Ein weiteres Potentiometer ("0") gestattet die Ordinatenver- schiebung der gesamten Funktion Uber den Arbeitsbereich —E S Ua S +E, Jeder Rechner enthält zwei der vorstehend beschriebenen Funktionsgeber. Die ihnen zugeordneten Folgeverstärker haben die Adressen U] und Un bzw. Un] und U